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eJay ClubWorld im Gamezone-Test


1 Bilder eJay ClubWorld im Gamezone-Test

Let's go clubbing!

eJay, bisher hauptsächlich den PC-Besitzern ein Begriff, machte sich durch Titel wie z.B. "Dance eJay" bei Musikfans einen Namen. Nun bringt uns der Musikprofi mit "Clubworld" ein Produkt, mit dem auch endlich Konsolenbesitzer ihre eigenen Tracks basteln können.

Für die unter euch, die noch nie ein Musikprogramm dieser Machart benutzt haben, eine kurze Einführung: Aus einer Vielzahl von Samples (bei Clubworld dank DVD mehr als 10000 Stück) wählt der Benutzer passende "Musikstückchen" aus und setzt diese auf einer Zeitleiste zusammen. Das Programm sorgt automatisch dafür das die Samples im Takt aneinanderpassen. Natürlich hat man mehrere "Spuren" zur Verfügung um mit vielen Sounds gleichzeitig den eigenen Hit zu erzeugen. Weiter geht es nach dem Erstellen eines Tracks mit dem Einbau von Effekten und der Feinabstimmung der Lautstärke. Dies ist also eine vereinfachte Umsetzung der schon seit dem Amiga bekannten Tracker-Programme. Wer glaubt damit könnte man nicht berühmt werden irrt: Sogar der Technostar "Hardy Hard" hat seinen ersten Hit mit einem ganz ähnlichen Programm auf dem Amiga erstellt. Gerade für House und Techno-Tracks sind solche Programme ideal geeignet.

"Clubworld" bietet ein ganz besonderes Feature: Echte Clubs wie das legendäre "Amnesia" auf Ibiza oder auch das "U60311" aus Frankfurt bieten neben sechs weiteren weltberühmten Tanztempeln in diesem Programm das Umfeld für die Musikerstellung. Je nach dem, welchen Club man im Hauptmenü ausgewählt hat, stehen unterschiedliche Samples und damit auch bis zu 20 unterschiedliche Musikrichtungen zur Verfügung.

In manchen der Clubs ist neben dem Einsatz von fertigen Samples auch die Verwendung von "virtuellem" Synthesizer, Drum Computer und Plattenspieler möglich. Dadurch lassen sich eigene und völlig neue Sounds erzeugen. Außerdem kann man mit bis zu vier Joypads richtige Livesessions organisieren, hierbei werden auf alle Knöpfe des Joypads beliebige Samples gelegt, die zu einem laufenden Backgroundbeat abgespielt werden können. Ein ganz nettes Feature, das aber eher nur zum Spaß einsetzbar ist, echte Tracks macht man doch besser alleine.

Für Einsteiger bietet "Clubworld" auch ein Tutorial, das aber leider nur die wichtigsten Funktionen erklärt. Das Handbuch bleibt also auf jeden Fall eine Pflichtlektüre! Ein weiteres nettes Feature ist der Videomodus, der die fertigen Tracks "sichtbar" macht und so die richtige Club- atmosphäre erzeugt. Hier hätte man allerdings etwas bessere 3D-Animationen designen können, die PS2 ist zu weit mehr in der Lage.

Klassisches Problem bei Musikprogrammen auf Konsolen ist natürlich die Bedienung: Wo PC-User einfach mit der Maus sehr schnell arbeiten können, muss der Konsolenbenutzer umständlich mit dem Joypad hantieren. Im Vergleich zum Konkurrenzprodukt "MTV Musik Generator" hat man hier bewusst auf eine Maus per Analogstick verzichtet, sondern die Arbeitsfläche in einzelne Bereiche gegliedert, die mit gehaltener R1-Taste und den Richtungstasten zu erreichen sind. Mit etwas Übung kommt man so auch relativ schnell an die gewünschten Funktionen. Eine optionale Mausunterstützung per USB wäre aber trotzdem nicht schlecht gewesen. Um Speicherplatz braucht man sich keine Sorgen machen, da nur die Anordnung der Tracks gespeichert werden, passen weit über 100 eigene Tracks auf die PS2-Memorycard.

  • - GreenAcid"-"
  • Mit etwas Übung kommt man recht schnell zu guten Ergebnissen und bekommt Lust auf mehr. Die riesige Auswahl an Samples und auch der eingebaute Drum Computer bieten unendlich viele Möglichkeiten zu experimentieren. Wer keinen PC besitzt oder einfach lieber von der Couch aus komponiert, bekommt mit "eJay Clubworld" ein solides Produkt geboten, das sich dank der vielen lizenzierten Clubs und der damit verbundenen riesigen Auswahl an Musikrichtungen von der Konkurrenz positiv abheben kann.
eJay ClubWorld (PS2)
  • Singleplayer
  • 8,1 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 5/10 
    Sound 9/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 8/10 
Pro & Contra
Lizenzen von weltweit berühmten Clubs
viele unterschiedliche Musikrichtungen
Altmeister Carl Cox im Introvideo
zuwenig vorgefertigte Tracks
Bedienung konsolenbedingt etwas umständlich
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