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Zorro: Der Schatten im Gamezone-Test


1 Bilder Zorro: Der Schatten im Gamezone-Test
Wir schreiben das Jahr 1830. In einer spanischen Kolonie herrscht große Aufregung, zwecks der angekündigten Ankunft des Hauptmannes Fuertes. Die tollpatschigen Männer von Sergeant Garcia versuchen gerade sich in Reih und Glied zu stellen, als Don Alejandro, der Vater Diegos, einen Mann in der Menge zu erkennen glaubt. Sollte dies etwa der "Schlächter von Saragossa" sein? Ist das nicht der Mann, gegen den Don Alejandro im Krieg Spanien gegen Frankreich sein Leben riskierte? Ausgerechnet der Mann, den er vermeintlich tot zurück gelassen hatte? So schwer verwundet konnte er doch unmöglich überlegt haben. Und wer ist diese bezaubernde Senorita mit dem traurigen Blick an seiner Seite?

So beginnt "Zorro - Der Schatten" und versetzt den Spieler in die einmalig Gefühlsbetonte Welt voll Liebe, Intrigen und Hinterhalten. Dabei haben sich die Entwickler möglichst nahe an das Originalscript von Zorro gehalten und besonderen Wert darauf gelegt, dass "ihr Zorro" nicht entmystifiziert wird, ganz im Gegenteil: Man erfährt die Herkunft des Z Zeichens, die Lebensgeschichten von Bernardo sowie die des Sergeant Garcia.

Gespielt wird das Ganze in der 3rd-Person Perspektive. Man steuert, begleitet von stimmungsvoller Musik, Zorro den Helden durch die virtuelle Landschaft. Dabei begegnet man allerlei zwielichtigen Burschen, die unserem Hauptdarsteller ans Leder wollen. So kommt man kaum um eine Hausecke herum ohne sich wieder prügeln zu müssen. Dabei ist das Kampfsystem schon etwas sehr Gewöhnungsbedürftig. Denn wer jetzt eine BeatEmUp ähnliche Steuerung hinter der Aussage "atemberaubend spektakuläres Kampfsystem mit 120 verschiedenen Kombinationen" vermutet, der liegt komplett daneben. Stattdessen würfeln sich vor jedem Schlag vier Tastensymbole auf dem Bildschirm zusammen, welche innerhalb kürzester Zeit nachgedrückt werden müssen. Schafft man dies in der vorgegebenen Zeit von ca. einer Sekunde, führt Zorro einen kontrollierten Treffer aus, schafft man es nicht, steckt Zorro ein. Je nach Stärke des Gegners, genügen so schon drei eingefangene Hiebe um den Helden sterben zu lassen. Ist dies passiert, erlebt man eine gar unglaubliche Szene: Auf weißem Hintergrund (und zwar komplett weiß!) sieht man Zorro in sich zusammensacken, einen letzten Grunzer von sich gebend und auf die Seite kippend. Ende. Wir fragen lieber nicht, ob man hier einfach keine Zeit mehr hatte einen Hintergrund zu erstellen, oder ob das Weiß absichtlich so exzessiv eingesetzt wurde, wo doch der Rest des Spieles relativ duster ist.

Ob die Entwickler wirklich alle solche Zorro-Anhänger waren wie behauptet, wage ich zu bezweifeln. Der Storyplot ist dermaßen zäh und unmotivierend, dass man selbst als Anhänger des Z-Schlitzers kaum Freude an diesem Spiel hat. Irgendwie beschleicht einen das Gefühl, wieder einmal nur für den Namen aber nicht für die Innovation bezahlt zu haben. Hardcorefans von Degen- und Mantelstorys können dem Spiel sicher etwas abgewinnen, alle anderen sollten sich lieber nach Alternativen umsehen.

Zorro: Der Schatten (PS2)
  • Singleplayer
  • 4,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 5/10 
    Steuerung 3/10 
    Gameplay 4/10 
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