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Zanzarah-Entwickler Funatics am Ende


1 Bilder Zanzarah-Entwickler Funatics am Ende
Bereits seit mehreren Wochen befindet sich die Firma „Phenomedia“ mehr oder weniger in den Schlagzeilen, die meist nichts Gutes über den Spieleentwickler und Vertreiber der Moorhuhn-Serie zu vermelden haben. Bereits heute schon mit einer News – auch hier auf Gamezone – bedacht, haben wir Erfahren, dass der Schöpfer des Moorhuhn’s seine Kreation der „Phenomedia AG“ mittels eigener Kündigung entzogen hat.
Das die bisherigen Vorfälle gesamt betrachtet nicht ohne weitreichende Folgen bleiben, war fast abzusehen und sehen sich nun in der Meldung bestätigt, dass die 75%tige Tochterfirma von „Phenomedia“, die Firma „Funatics“ (Entwickler von Zanzarah und Cultures), ihre Tore geschlossen haben. Bereits vor über einem Monat (Anfang Juni 2002) hat „Funatics“ Insolvenz anmelden müssen, aber erklärt, dass der Geschäftsbetrieb trotz alle dem weiter geführt werden.
Zwischenzeitlich hat man aber den Versuch, den Betrieb weiter aufrecht zu erhalten, einstellen müssen. Sämtliche Betriebsabläufe und Vorgänge ruhen und werden auch mit Sicherheit nicht mehr aufgenommen. Selbst Versuche, einen oder gar mehrere Investoren für die „Funatics“ Entwicklerschmiede zu finden, sind gescheitert. Somit bleibt unterm Strich nur die traurige Tatsache, dass man sich den drückenden finanziellen Verpflichtungen ergeben musste und die Tore geschlossen hat. Darüber hinaus sind sämtliche Mitarbeiter der „Funatics“ entlassen worden.
Jetzt stellt sich natürlich abschließend nur eine Frage: wie lange wird die Mutterfirma „Phenomedia AG“ noch durchhalten? Angesichts der bisherigen Vorfälle werden wir hier durchaus, bzw. mit größter Wahrscheinlichkeit auch bald zu lesen bekommen, dass es dieses Unternehmen auch einmal gegeben hat.

Van_Helsings Meinung:
Das ist heftig... in jedem Fall für die betroffenen und inzwischen gekündigten Mitarbeiter der Funatics. Große Änderungen oder Ähnliches darf man hier sicherlich nicht mehr erwarten. Das nun folgende Prozedere wird wohl wie bei vielen anderen Insolvenzverfahren sein: Versuchen, mit den vorhandenen Kapitalen in Form von Einrichtung, etc. die Gläubiger zu bedienen. Wobei hier ganz klar sein dürfte, dass man wohl nicht mal ein ¼ der offenen Forderungen wird aufbringen können, denn solche Verfahren denken oftmals nur die Aufwandskosten und die eigentlichen Gläubiger bleiben auf ihren tatsächlichen Forderungen sitzen.
Nichts desto weniger bin ich wirklich mal gespannt, wie es in Sachen „Moorhuhn“ und der „Phenomedia AG“ weiter gehen wird. Letztlich ein genialer, wenn auch trauriger Beweis dafür – mal wieder –, dass Betrug nur ein Tritt in den eigenen Hintern ist und grundsätzlich zu Lasten anderer geht.
P.S. Ruft man sich den Quellenlink auf, kann man sowohl die Historie der „Phenomeida AG“ sowie der von „Funatics“ verfolgen, und bekommt so noch einen etwas besseren Überblick. Auf jeden Fall interessant...

Quelle: www.gamestar.de

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