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Xenogears: Psycho = Xenogears-Story - Leser-Test von Andy1977


1 Bilder Xenogears: Psycho = Xenogears-Story - Leser-Test von Andy1977
Ich habe damals mit meiner besten Freundin Xenogears angefangen zu spielen, ohne dass wir viel dabei erwartet hatten. Gut, wir sind beide Fans von Square-Rollenspielen, aber mehr im Stil von Final Fantasy oder Chrono Trigger. Ich selbst war zunächst nicht sehr begeistert, da in Xenogears Kämpfe zu 50% mit Mechs ausgetragen werden und ich mit diesen Monstermaschinen nichts anfangen kann. Am Ende des Spieles waren wir geprägt und erschlagen von der vielleicht besten Story aller Zeiten.

Das Intro erzählt die Geschichte von einem riesigem Raumkreuzer, der mit tausenden Menschen bevölkert zu sein scheint. Ein Zwischenfall sorgt dafür, dass der Kreuzer evakuiert werden muss. Die Ereignise überschlagen sich, als riesige Tentakel aus dem Kreuzer heraus schießen und jede einzelne Fluchtkapsel nach und nach abgeschoßen werden. Das letzte, was der Kapitän noch tun kann, ist die Selbstzerstörung. Keiner scheint das Unglück überlebt zu haben. Doch das zerstörte Schiff landet auf einem Planeten und direkt daneben steht eine große, unbekleidete Frau mit violetten Haaren. Was dort geschehen ist, erfahren Sie erst ganz zum Schluß des Spieles. Das Intro hat scheinbar nichts mit dem eigentlichen Spiel zu tun. Zunächst, jedenfalls...

Nach dem Intro geht es erst einmal harmlos weiter: Fei wohnt seit seiner Kindheit in einem kleinen, friedlichen Dorf. Alle Hochzeitsvorbereitung seines besten Freundes und seiner besten Freundin stehen kurz bevor. Doch es kommt alles anders, als man denkt: Plötzlich erscheinen riesige Mechkrieger, die sich mitten auf dem Dorf bekriegen. Während das Dorf dabei nach und nach zerstört wird, klettert Fei wie magisch angezogen in einen blauen Mech, der direkt vor ihm landet und leer zu sein scheint. Dort kämpft er zunächst gegen die anderen Mechs, ohne sich bewußt zu sein, dass er überhaupt nicht die Ausbildung besitzt, einen Mech steuern zu können. Als er ansehen muss, wie sein bester Freund erschoßen wird, rastet Fei aus und zerstört, im Wahn und ohne dabei bei Bewußtsein zu sein, das gesamte Dorf und alle Mechs mit einem Schlag. Nur wenige, schon aus dem Dorf geflohene Menschen überleben das Massaker. Fei und die wenig überlebenden wissen nun eines: Fei ist etwas besonders. Aber sie wissen nicht einmal Ansatzweise, inwiefern.
Mehr kann ich beim besten Willen über die Story nicht schreiben, ohne in zuviele Nebenstränge zu verzweigen. Zunächst läuft alles darauf hinaus, die Existenz von Fei und dessen 'Problem' heraus zufinden. Im Laufe des Spieles geht es um die Frage, warum die Menschen auf diesem Planeten überhaupt existieren. Des Rätsels Lösung ist gewaltig und brillant gleichermaßen. Was hier Masato Kato, der Story-Designer, auf uns losgelassen hat, kann ich nur noch als 'Psycho' bezeichnen (und zwar im positiven Sinne). Er hat dabei alles an Mythologien, Legenden und Religionen zusammen gefaßt und benutzt, von dem die Menschheit überhaupt Kenntnis hat.

Wenn ich schon die Story nicht weiter loben kann, dann das Charakter-Design: Es gibt neun spielbare Charaktere. Neben Fei spielt Elly eine sehr wichtige Rolle. Sie steuerte ebenfalls einen der Mechs, die während dem Kampf das Dorf zerstörten, konnte Fei's Angriff jedoch überleben. Sie und Fei entdecken eine magische Anziehungskraft, welche, wie man später erfährt, über den reinen Aspekt der Liebe sogar noch hinaus zu gehen scheint.
Citan ist ein Gelehrter, der scheinbar alles weiß. Er wohnte in einem Haus neben dem Dorf, ist aber schon viel für sein relativ junges Alter herum gekommen und manchmal weiß man nicht genau, welche Antworten er verbirgt und welche er selbst sucht.
Alle weiteren Charaktere tauchen erst im späteren Spielverlauf auf und würden zur Auflistung ebenfalls zu viele Erklärungen der Story verlangen.

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