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XG3: Extreme-G Racing - Gelungener Wipeoutableger - Leser-Test von Sigistauffen


1 Bilder XG3: Extreme-G Racing - Gelungener Wipeoutableger - Leser-Test von Sigistauffen
Willkommen in der Welt der Extreme-G-Rennen. Die Ende des 22. Jahrhunderts gegründete XG-Klasse gilt unter den Fans als ultimative Herausforderung im modernen Rennsport. (Auszug aus der Anleitung) Soviel sei mal zur nicht wirklich vorhandenen Story gesagt, aber welches Rennspiel braucht schon eine?
Zum Gameplay: Nach einem kurzen und auch nicht sehr spektakulären Introfilmchen findet ihr euch im simplen, aber dafür stilvollen und vor allen Dingen sehr schnell bedienbaren Hauptmenü wieder, wo Ihr euch zwischen Einspieler Karriere, Zweispieler Team Karriere, Versus mode, Daten laden und dem Optionsmenü entscheiden könnt. In letzterem könnt Ihr das Spiel bis zu einem gewissen Grad an eure Vorlieben und euer sonstiges Hifi Equipment anpassen: Die Steuerung kann umkonfiguriert werden, der Rumble Effect an-, oder ausgeschaltet werden, der Bildschirm zentriert und der Ton von Mono über Stereo bishin zu Dolby Surround beliebig verstellt werden. Leider kann man den Sensibilitätsgrad der Analogsticks nicht verstellen, was in Anbetracht der meiner Meinung nach etwas zu peniblen Grundeinstellung sehr wünschenswert gewesen wäre.
Bei der Einspieler Karriere sucht ihr euch zunächst eines der 6 Teams aus, dannach einen der beiden Fahrer/ fahrerinnen eben dieses Teams, was in Anbetracht der Tatsache, daß sich alle Teams samt Fahrer lediglich optisch voneinander unterscheiden, keinerlei Einfluß auf euern Erfolg im Spielverlauf haben wird. Habt Ihr euch dann entschieden kanns auch gleich losgehen. Innerhalb des Karrieremenüs habt Ihr die Wahl auf Arcaderennen, Timetrial, Zubehörshop, Ligarennen, Speichern und Exit. Ziel des Ligarennens ist es, eine vorgegebene Anzahl an Strecken hintereinander zu bestehen und sich dabei durch gute Plazierungen genug Geld zu verdienen, um die nächsten Strecken freizuspielen. Immer als erster durchs Ziel zu gehen ist zwar wegen des höheren Gewinns wünschenswert, notwendig ist es aber gottseidank nicht, da das Spiel in höheren Geschwindigkeitsklassen verdammt schwer wird. Man beginnt das Rennen mit den "langsamen" 250 g Motoren. Besteht man dann alle 9 Strecken, geht's von vorne mit den 500 g Motoren weiter, dann mit 750 g und letztendlich mit 1000 g. Schafft man die 9 Strecken auch hier, wird die zehnte und letzte Strecke freigeschaltet. Zwischen den Rennen kann jederzeit gespeichert werden und die Preisgelder können in Motorupgrades, eine Vielzahl an Waffen oder Schildverstärker gesteckt werden. Beginnt das Spiel in der 250g Klasse noch recht harmlos, wird's schon in der 500g Klasse richtig schnell. Schon hier lassen sich bergab und mit gezündetem Turbo Geschwindigkeiten von über 750 Meilen pro Stunde erreichen. Bei 750 g hat man es dann schon richtig schwer, das Bike auf der Strecke zu halten und bei 1000g wird's schon fast unspielbar schnell. Auch die Gegner sind dann richtig aggressiv und es passiert nicht selten, daß man man schon in der 2. Runde vorzeitig in Stücke geschossen wird. Aber es ist schaffbar.
Im Time Trial modus kostet einen jedes Rennen Geld, jedoch zahlen die imaginären Sponsoren recht ordentliche Summen für rasante Rundenzeiten: Ideal um sein Konto aufzubessern und sich durch Upgrades im Shop einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz fürs nächste Rennen zu verschaffen.
Wer sich im Hauptmenü für eine Teamkarriere entscheidet, muß das selbe Spiel bestehen, jedoch zusammen mit einem Kumpel im erfreulich schnellen und detaillierten Splitscreen.
Beim Versus mode sucht man sich eine Strecke aus und fährt ebenfalls im Splitscreen modus gegen Freunde, inclusive aller Computergegner. Die Strecken müssen allerdings erstmal im Karriere modus freigespielt werden.
Nun zur Steuerung: Die Bikes lassen sich trotz Vollbelegung des Pads recht gut maneuvrieren. Mit dem linken Stick wird gelenkt, während man mit X Gas gibt. Eine reguläre Bremse gibt's nicht. Mit dem Viereck feuert man die durch L1 und R1 vorher angewählte Waffe ab und mit dem Kreisknopf zündet man den Turbo. Durch drücken der beiden unteren Schultertasten fährt das Bike zusätzliche Bremsklappen aus, mit deren Hilfe man sich noch stärker in die Kurven legen kann. Mit der Dreieck Taste kann man dann noch einen Blick nach hinten riskieren, was bei dem enormen Tempo aber nicht sehr ratsam ist, und Verfolger ausreichend durch farbige Pfeile am unteren Bildschirmrand gekennzeichnet werden. Das Waffensytem ist leider etwas zu kompliziert geraten: Mit 10 verschiedenen Waffen ausgerüstet ist es nämlich alles andere als einfach mal eben Schnell die Mienen anzuwählen und so einem Verfolger das Überholmaneuver zu vereiteln. Sich gleichzeitig auf die Strecken und auf das Waffensystem zu konzentrieren ist bei der wahnsinnigen Geschwindigkeit nur schwer möglich.
Die Grafik: Wirklich klasse, kann ich da nur sagen. Die Strecken sehen einfach atemberaubend aus. Sie sind alle sehr lang und gespickt mit Loopings und Korkenziehern. Popups gibt's auch keine, was einem die Sicht auf kilometerentfernte Streckenteile und die ausgedehnte Landschaft ermöglicht. Besonders Oceania sieht klasse aus: Eine futuristische Achterbahn mitten im Wasser. Die Framerate liegt im Einspielermodus bei konstant 50 Frames (pal), Slowdowns gibt's nicht mal wenn alle Fahrer auf dem Screen sind und es in Strömen regnet. Auch wird das Auge durch zahlreiche mehr oder weniger aufwendige Effekte wie transparente Abgasstreifen, Explosionen oder den genialen Überschallknall erfreut. Überschreitet der Tacho 750 Milen pro Stunde verwischt die Grafik kurzzeitig und der Ton, inclusive Musik wird langsam ausgeblendet. Das muß man erlebt haben um es zu verstehen!
Der Sound: Auch Musik und Geräusche sind toll geraten: Ein passender Technosoundtrack gepaart mit dem hochfrequenten Heulen der Motoren, MG Geknatter und allerlei tollen Dopplereffekten versetzen einen gekonnt mitten ins Geschehen!
Fazit: Ein wirklich gutes Spiel, das gegen Ende allerdings so schnell wird, daß man nie so richtig das Gefühl hat, noch volle Kontrolle über die Bikes zu haben. Zu schmal und zu kurvig ist das Streckenlayout, auch ist das Waffensystem zu kompliziert geraten. Trotzdem ein gefundenes Fressen für Wipeout Fans, besonders da die Mutter aller Future Racer ja aufs nächste Jahr verschoben wurde.

Negative Aspekte:
Im späteren Verlauf schwer zu handeln

Positive Aspekte:
Klasse Grafik, wahnsinns Speedgefühl

Infos zur Spielzeit:
Sigistauffen hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 8.0/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 9/10
    Steuerung: 7/10
    Sound: 8/10
    Atmosphäre: 8/10
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