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Wreckless: The Yakuza Missions im Gamezone-Test


1 Bilder Wreckless: The Yakuza Missions im Gamezone-Test

Vor gut 10 Monaten beglückte Activision bereits die Xbox-Spieler mit diesem nicht ganz der Norm entsprechendem Raser. Wahrscheinlich aus Lizenzgründen erschien "Wreckless" erst jetzt auch für den Gamecube und die PS2. Wie der Titel schon vermuten lässt, geht es bei diesem Racer nicht gerade sanft zu, ganz im Gegenteil: Unsere beiden Polizei-Girls bekommen von ihrem Boss die aberwitzigsten Aufträge, wobei das Rammen von Yakuzi-Fahrzeugen noch zu den gesitteteren gehört. Rund geht es erst, wenn man z.B. die illegalen Stände auf den Strassen Hong Kongs niederwalzen muss oder einen an einen Caterpillar gebundenen japanischen Industriellen befreien soll, welcher wild zappelnd an der Stoßstange baumelt. Dabei ist der Schwierigkeitsgrad, selbst im leichteren der beiden Modi, angenehm hoch.
Je mehr Missionen man erfüllt hat, desto mehr Fahrzeuge hat man zur Auswahl, die sich teilweise sehr stark voneinander unterscheiden. So reicht der Fuhrpark von einer schon etwas in die Tage gekommenen Isetta, bis hin zu modernsten Future-Racern.

Das Gameplay ist linear aufgebaut, auch wenn die Missionen in Gruppen eingeteilt sind. Welche Mission innerhalb der Gruppe man zuerst oder zuletzt spielt, bleibt dem Spieler überlassen. Hat man alle Missionen einer Gruppe erfüllt, steht einem die nächste zur Verfügung. Die einzelnen Missionen werden mit einem kurzen Video eingeleitet, welche alleine schon einen Preis wert sind, zwecks des skurrilen Humors der die Aufträge in nicht ganz so ernstem Licht erscheinen lässt.

Die Grafik hält nicht ganz mit, im Vergleich zur Xbox und Gamecube Version. Trotzdem muss sich das Gezeigte nicht verstecken und glänzt besonders durch den exzessiven Einsatz diverser Licht- und Trümmereffekte. Selten so ein grafisches Feuerwerk wie in Wreckless gesehen, wenn der Wagen alles abräumt was auf dem Bürgersteig im Wege steht und dabei die Funken sprühen, auf das man vermeint in Deckung gehen zu müssen. Solche Karambolagen übersteht selbstverständlich auch unser Gefährt nicht ohne Blessuren, denn es zerlegt sich nach bester Manier selber, verliert immer mehr Blechteile, bis dass unsere beiden Polizistinnen im wahrsten Sinne des Wortes "oben ohne" dasitzen, was ihrer Entschlossenheit aber keinen Abbruch tut. Wirklich zu bemängeln gibt es an der Grafik eigentlich nur die extrem unscharfen Videosequenzen, die auf der Xbox eine wesentlich bessere Figur machten.

Umrahmt von einer Soundkulisse die den Boliden gerecht wird, lässt er den Subwoofer nicht eine Sekunde Ruhe. Besonders das bissige Motorengeräusch sorgt für Stimmung, dafür sind die deutschen Synchronstimmen nicht unbedingt gelungen sondern klingen recht hölzern.

Die Physik der Boliden darf man ebenfalls als gelungen bezeichnen, mit der kleinen Einschränkung, dass man das Gefühl hat, als würden die Autos zu gerne Springen. Selbst wenn man im Schritttempo über einen Bordstein fährt, katapultiert es den Wagen gleich auf das Dach, was einem so manchen verzweifelten "oh nein" Schrei entlockt. Dieses kleine Manko hat man allerdings schnell im Griff und die im weiteren Spielverlauf freigeschalteten Gefährte weisen diesbezüglich ein immer besseres Verhalten auf.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Wreckless" ist ein netter Funracer. Das Gameplay kann von Anfang an überzeugen, die Story beherbergt für ein Rennspiel verdächtig viel Sarkasmus, welcher durch die Zwischensequenzen noch unterstützt wird, und die Soundkulisse ist technisch vom Feinsten. Durch den angenehm hohen Schwierigkeitsgrad reißt die Motivation nicht zu schnell ab ohne jedoch frustrierend zu wirken. Besonders Positiv fallen die ziemlich verschiedenen Missionen von "Wreckless" auf, wie man sie in dieser Kombination noch in keinem Rennspiel gesehen haben dürfte. Oder hast Du schon einmal probiert mit einem Sportwagen einen Caterpillar aufzuhalten?
Wreckless: The Yakuza Missions (PS2)
  • Singleplayer
  • 8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 9/10 
    Gameplay 8/10 
Pro & Contra
Abwechslungsreiche und viele Missionen
Sehr unscharfe Videosequenzen
technisch schlechteste Version im Vergleich mit Gamecube und Xbox
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