Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Wreckless: The Yakuza Missions - Hardcore XBox Trash - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Wreckless: The Yakuza Missions - Hardcore XBox Trash - Leser-Test von HALLofGAME
Man kann über Activision ja sagen was man will, aber bei der Einführung einer neuen Konsolen-Hardware lässt man sich in Punkto Softwaresupport nicht lange bitten. So stand schon beim hiesigen Dreamcast-Launch Activisions Action-Adventure "Blue Stinger" eine gute Woche alleine im Verkaufsregal, bevor sich die nötige Hardware offiziell dazugesellte. Auf der PS2 waren es dann die Abenteuer des faulen Zauberers Orphen ("Orphen - Scion of Sorcery"), die das PS2 Laufwerk vom Start weg zum Rotieren bringen sollten. Da wundert es nicht, daß sich Activision treu bleibt und mit "Wreckless - The Yakuza Missions" auch den Start der XBox an vorderster Front begleitet. Nur schade, daß sich Activision damit nicht nur nur als früher Lieferant von Launchtiteln treu bleibt, sondern auch der ausgesprochenen Mittelmäßigkeit, die diese Schnellschüsse bislang kennzeichnet, ein weiteres, bedauerliches Beispiel hinzufügt!

Doch der Reihe nach: In Hong Kong ist die Hölle los! Immer ungenierter treiben die bösen Yakuza-Buben ihr Unwesen in der pulsierenden Millionen-Metropole und gefährden die öffentliche Sicherheit, wie nie zuvor. Die Gefahr ist so groß, daß man sich am besten erst gar keine Gedanken macht, was ausgerechnet die japanische Mafia (Yakuza) in der geschäftigen chinesischen Hafenstadt treibt, wo man dort doch eigentlich eher die chinesische Mafia (Triaden) vermuten würde, sondern lieber direkt zur abenteuerlichen Verbrecherjagd aufbricht. Macht nix, schließlich wird dies nicht die einzige Ungereimtheit, des Bunkasha-Titels bleiben...

Bevor es mit den wilden Verfolgungsjagden losgehen kann, entscheidet man sich für eins von zwei Szenarien, denn wahlweise kann die japanische Mafia als süsses Anime-Polizistinnen Duo bekämpft werden, oder als etwas unbeholfenes Spion-Pärchen in Film Noir-Stil. Hat man dann noch den Schwierigkeitsgrad und die Intensität des Hong Konger Verkehrs eingestellt, darf es losgehen. Im Verlaufe der verschiedenen Missionen gilt es nun meist, dem Yakuza-Mob im wahrsten Sinne des Wortes an die Karre zu fahren! Ob ein Geldtransporter geschützt werden, oder im anderen Szenario der gleiche Transporter bereits in der Gewalt der Yakuza ist und gestoppt werden muß, immer wieder rauscht man fullspeed in die schwarzen Mafia-Limousinen und versucht sie zu zerstören. Damit natürlich nicht genug, zur Spielspaßsteigerung haben sich die Entwickler selbstverständlich auch noch andere Aufgaben ausgedacht. So muß man z.B. Imbißstände der Yakuza zerstören, oder auch mal eine Geisel trickreich befreien, Fotos von einem Mafia-Boß machen, oder umgekehrt ausgerüstet mit vier Fotos die entsprechenden Locations suchen und zerstören.

Doch so richtig hilft das alles dem Ganzen nicht auf die Sprünge, irgendwie kommt einem nach einer nicht allzu langen Spielzeit alles etwas monoton und schonmal dagewesen vor und die Aussicht auf neue freipielbare Fahrzeuge und Missionen (am Anfang stehen pro Szenario nur zwei Fahrzeuge und vier Missionen zur Verfügung) kann daran auch nur schwer etwas ändern. Wie sehr man auf Teufel komm raus Action und Spielspaß in diesen Titel zaubern wollte, zeigen auch die häufig schwachsinnigen Missionsbedingungen. So reicht es der Polizei von Hong Kong z.B. nicht, das ihr die kriminellen Dim Sum Stände einfach zerstört! Nein, diese wichtige Aufgabe muß natürlich im Wettrennen gegen ein anderes Team gemeistert werden! Was soll das sein? Polizeiarbeit als Pfadfindervergnügen? Ähnlich vordergründig auf Action getrimmt ist z.B. auch der Auftrag, einen Yakuza-Boß ein paar mal zu fotografieren. Die Bilder müssen von vorgegebenen Positionen gemacht werden (wovon Euch immer nur die nächste bekannt ist, sonst könnte man die Punkte viel zu schnell nacheinander in der richtigen Reihenfolge abfahren), die natürlich fast alle so einfach mit dem Auto gar nicht erreicht werden können! Da müssen Sprünge gemacht und Pirouetten gemeistert werden und sogar eine echte Steilwand steht im Hafen und muß überwunden werden. Was um Himmels willen macht eine herrenlose Steilwand in einem Hong Konger Hafen?

e_gz_ArticlePage_Default