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World Rally Championship: Schlammschlacht - Leser-Test von axelkothe


1 Bilder World Rally Championship: Schlammschlacht - Leser-Test von axelkothe
Nach Acclaim mit Paris-Dakar Rally versuchte sich Sony selbst an der Umsetzung des Rallyesports für die Playstation 2. Dieser Versuch, World Rally Championship von den Evolution Studios ist, das kann ich gleich vorweg nehmen, deutlich besser ausgefallen, als der erwähnte Konkurrent.

World Rally Championship ist ein Rallyspiel der neuen Art, das heißt, man ist ohne Konkurrenz auf der Strecke und fährt auf Zeit, im Gegensatz zu anderen Spielen, wo man gleichzeitig mit weiteren Konkurrenten startet. Das entspricht natürlich auch dem echten Rallygeschehen, und wurde damals mit Colin McRae zum ersten mal für die Videospielewelt umgesetzt (davor glaubte man nicht daran, dass ein Rennspiel ohne direkte Konkurrenz langweilig sei). So müsst ihr euch also nicht mit den Gegnern herumschlagen, sondern könnt euch ganz auf die Strecke konzentrieren, die ja auch schon genug Aufmerksamkeit erfordert.

Wie der Name des Spiels vermuten lässt, könnt ihr in WRC eine komplette Meisterschaft bestreiten und an insgesamt vierzehn Rallys mit je 5 Etappen Teilnehmen. Das ergibt also summa summarum 70 verschiedene Strecken, verteilt in auf 14 Länder (und damit Landschaften).
Vor dem Rennen erhaltet ihr Informationen über den Straßenzustand und das Wetter, worauf hin ihr euer Fahrzeugsetup in einem einfachen Menü dem grob anpassen könnt. Erwartet hier aber keine großartige Tuningmöglichkeit mit Feinabstimmung.
Ihr startet euer Rennen also, wie schon erwähnt einzeln gegen die Zeit. Zwischendrin wird euch an den Messpunkten angezeigt, ob und um wie viel ihr schneller oder langsamer wart als der beste Computerfahrer. Damit ihr nicht unvorbereitet in eine uneinsehbare Kurve brettert, sagt euch euer Beifahrer an, wie scharf und lang die kommende Kurve ausfällt.
Hört ihr nicht auf ihn und fahrt trotz seiner Anweisung zu schnell in eine Kurve, kann es schon mal sein, dass ihr mit großer Wucht gegen die Bande prellt, oder gar die Strecke komplett verlasst. Dabei könnt ihr euer Fahrzeug beschädigen, was sich auf die Fahreigenschaften eures Wagens auswirkt. Zum Glück habt ihr sehr fähige Mechaniker im Team, welche euch den Wagen zwischen den Etappen wieder fitt machen.

Ist euch die Meisterschaft zu lang und ihr wollt nur kurz Spielen, könnt ihr auch eine einzelne Rally bestreiten. Allerdinsg könnt ihr hier zunächst nur aus den ersten vier Rallys der Meisterschaft auswählen, weitere werden durch das erfolgreiche Beenden der jeweiligen Rally im Meisterschaftsmodus (Schwierigkeitsstufe: Normal oder Schwer) freigeschaltet.

Zeitrennen und Zweispielermodus erklären sich ja von selbst, so dass ich nicht weiter darauf eingehen werde.
Wer meint, er könnte es mit den besten Spielern Europas aufnehmen, der kann an der WRC Challenge teilnehmen, die Sony im Januar auf http: www. wrc. com veranstaltet.

Technik:
Auch wenn sie die Konsole sicher noch nicht ausreizt, ist die Grafik von World Rally Championship gelungen. Die Szenarien scrollen flüssig an euch vorbei, die Strecken und Fahrzeuge sehen ordentlich aus, auch wenn manchmal ein wenig mehr Abwechslung schön gewesen wäre. Bei weit entfernten Bergzügen kann man in manchen Situationen einen Grafikaufbau wahrnehmen, was einem während des Spielens aber wohl kaum auffallen wird. Besonders schön sind die Lichteffekte, wie zum Beispiel bei einer Nachtfahrt der Scheinwerferkegel oder am Abend die Lensflares der untergehenden Sonne. Vor einer Rally wird die Gegend und Ausschnitte aus der Gegend selbst in einem kurzen Video gezeigt. Ein Video mit Rallyszenen dient auch als Vorspann des ganzen Spiels.
Musikalisch hat sich Sony ein paar Tracks von Künstlern wie „Garbage“ und „Feeder“ lizensiert, welche als Untermalung der Replays dienen. Während des eigentlichen Rennens sind nur Soundeffekte zu hören, die sich je nach Kameraperspektive deutlich unterscheiden.

Axels Meinung:
Im Vergleich zum Rohrkrepierer Paris-Dakar Rally erscheint WRC wie ein Rennspielgott. Doch nimmt man zum Vergleich Colin McRae Rally 2 oder 3, merkt man, dass noch einiges mehr aus der Thematik zu holen gewesen wäre. So überzeugt zum Beispiel die Fahrphysik der Boliden nicht so sehr, zum Beispiel driften sie auch bei hohen Geschwindigkeiten nur selten aus den Kurven. Etwas seltsam ist auch das Schadensystem: Manchmal reicht es, nur mal etwas zu schnell mit der Fahrzeugseite gegen eine Leitplanke zu rutschen, um alle fünf möglichen Schäden auszulösen, dafür kommt ihr nach einem Überschlag oder einem Abflug über eine Klippe ungeschoren davon. Ich will jetzt aber nicht den Eindruck vermitteln, dass WRC ein schlechtes Spiel sei, nein ganz im Gegenteil: Das Fahren macht Spaß, die Grafik ist gelungen und die große Zahl an Strecken fesselt euch für längere Zeit an den Bildschirm.

Negative Aspekte:
seltsames Schadensystem, nicht überzeugende Fahrphysik

Positive Aspekte:
ganz gute Grafik mit tollen Lens-Flare Effekten, viele strecken

Infos zur Spielzeit:
axelkothe hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    axelkothe
  • 7.5%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 8.8/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 8/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 7/10
    Atmosphäre: 7/10
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