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Wipeout 64: Das geht ja schnell! - Leser-Test von Rpgmaniac-No1


1 Bilder Wipeout 64: Das geht ja schnell! - Leser-Test von Rpgmaniac-No1
Für die N64 Version kreierte man bei Psygnosis insgesamt sieben komplett neuen Strecken. Interessanterweise ähnelt diese optisch trotzt allem recht stark den Playstation Originalen, das heisst der ursprüngliche Grafikstil wurde auch bei N64 Version beibehalten. Neben den typischen vier Gleitertypen die man anfangs noch nicht wählen kann, bietet Wipeout 64 auch weitergehend die bekannten Extrawaffen. Die gegnerische Fahrzeuge können mit einer zielsuchenden Rakete oder einen Dreierpack an normalen Raketen beschossen werden, ein Elektronik störendes Geschoß bremst sie für kurze Zeit deutlich ab. Optisch besonders spektakulär ist der Quake Disruptor, der eine Schockwelle durch die gesamte Fahrbahn jagt und dabei sämtliche Gleiter rapide abbremst. Wer vor allem darauf aus ist, seine Widersacher gleich komplett von der Strecke zu fegen, wird mit der neuen Schnellfeuerkanone glücklich werden. Diese ersetzt das tödliche, aber langsame Supergeschoss aus Wipeout 2097 und ist durch die gewaltige Feuerkraft und die lange Schussdauer für noch wesentlich mehr Zerstörung gut. Nicht selten schaltet man bei einem Angriff gleich mehrere Gegner aus. Natürlich machen auch die Gegner Gebrauch von den Waffen, die ähnlich wie bei Super Maro Kart bei entsprechenden Punkten aufgesammelt werden können, welche über die gesamten Strecken verteilt sind. In der Defensive bietet sich daher vor allem der Schutzschild an, der den eigenen Gleiter vor gegnerischen Raketen, und vielen anderen Angriffen schützt. Leider kann man, während dieser aktiviert ist, nicht auf eigene Extras zugreifen. Wer sich von hinten bedrängt fühlt, kann auf verschiede Typen von Minen zurückgreifen. Weiterhin bietet Wipeout 64 das extra Arsenal einen Turbo Boost und einen zeitlich begrenzten Autopiloten. Besonders bei den irrsinnigen Geschwindigkeiten in den höheren Spielstufen lernt man diesen sehr zu schätzen. Als etwas problematisch erweist sich da lediglich die Handhabung, denn ist die Zeit erstmal abgelaufen, übernimmt der Spieler die Kontrolle über den Gleiter. Was in der Regel alles andere als optimal ist. Herzstück von Wipeout 64 ist der Challenge Modus, bei dem man der Reihe nach mehrere Rennen fährt und dabei jeweils eine Mindestplatzierung belegen muss. Ist man erfolgreich, bekommt man Zugang zur nächsthöhere Challenge Klasse, in der die Sache dann entsprechend schwieriger wird. Wer sich jede Strecke einzeln vornehmen will, kann dies im Single Race Modus tun. Vor den Einzelrennen bestimmt man jeweils die Rennklasse, die sich deutlich auf die Geschwindigkeit des Spielablaufs auswirkt. Auch die Gegner stellen dabei im Endeffekt eine größere Herausforderung dar, haben diese doch keine Anpassungsprobleme bei den höheren Geschwindigkeiten. Spätestens in der Phantom Klasse muss man die Strecken wie die eigene Westentasche kennen und den Gleiter perfekt beherrschen, wenn man noch eine Chance haben will. Auch gibt es in den höheren Klassen einige komplett neue Waffen. Der Einsatz der Luftbremsen wird angesichts der Geschwindigkeit in schärferen Kurven absolut unerlässlich und man ist für jedes Autopilot Extra dankbar, das einem eine kurze Verschnaufpause gewährt. Weiterhin erwähnenswert ist noch der neue Weapons Mode, in dem nicht eine gute Platzierung, sondern eine gute Abschlussquote über den Sieg oder Niederlage entscheidet. Grafisch erreicht Wipeout 64 zwar wieder die hohe Frame Rate und noch die durchschnittliche Sichtweite, kann aber dennoch überzeugen. Die Strecken sind ordentlich ausgeschmückt, die grafischen Effekte können gefallen und die vor allem in höheren Rennklassen atemberaubende Geschwindigkeit wird durch die stets flüssige Grafik gut rübergebracht. Der Multiplayer Modus ist ebenfalls gut gelungen. Im Zwei Player Splitscreen sind kaum grafische Einbußen zu verzeichnen, die Frame Rate bleibt erfreulich hoch und selbst CPU Gegner tummeln sich auf der Strecke. Tritt man allerdings mit drei oder vier Spielern an, bietet sich ein gänzlich anderes Bild, denn die Randbebauung der Strecken fällt komplett weg und außer den vier Gleitern findet sich auch niemand auf den Kursen. Zwar ist das Spiel durch diese grafischen Sparmaßnahmen noch flüssig und daher hervorragend spielbar, doch durch die fehlenden Streckendetails fällt die Orientierung auf den Kursen teilweise ziemlich schwer. In allen Spielmodi ist der Grafikaufbau recht unsauber, denn die Streckenobjekte tauchen teilweise sehr plötzlich auf und es gibt keinen Fading Effekt. Einige Spieler dürften sich immerhin darüber freuen, daß weit und breit kein Nebel zu sehen ist. Interessant sind übrigens die Entpackzeiten bei Zugriff auf eine neue Strecke. Sie betragen mehrere Sekunden und lassen nicht unbedingt Modul Feeling aufkommen, stören aber im Endeffekt kaum. Wipeout 64 bietet ohne Zweifel ein geniales Spielgefühl mit einem ausgereiften Gameplay.

Negative Aspekte:
Nicht so gute Grafik bei 4 Player Modus

Positive Aspekte:
Viele Strecken

Infos zur Spielzeit:
Rpgmaniac-No1 hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 5/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 7/10
    Atmosphäre: 8/10
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