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Wing Commander: Der 3D-Raumkampf-Simulator - Der Space-Sim Klassiker - Leser-Test von Andy1977


1 Bilder Wing Commander: Der 3D-Raumkampf-Simulator - Der Space-Sim Klassiker - Leser-Test von Andy1977 [Quelle: Gog.com ]
Man könnte ketzerisch behaupten, Wing Commander sei der Anfang vom Ende. Wing Commander hat in Punkto Präsentation und Atmosphäre einen Standard gesetzt, der jedoch viele zukünftige Projekte das Spiel-Design gekostet haben dürfte. Aber vielleicht hat Wing Commander auch dafür gesorgt, dass die Branche neue Fans gefunden hat. Dank der Filmartigen erzählweise der Hintergrundstory und der direkten Verbindung mit den eigentlichen Action-Szenen konnten viel mehr Anfänger sich mit Wing Commander anfreunden, als mit einem abstrakten Ballerspiel oder einem actionlosen Adventure.

Wing Commander ist ein Science-Fiction Action/Simulations-Mix. Sie fliegen mit bewaffneten Raumschiffen durch Sektoren im Weltraum und erledigen verschiedene Missionsarten. Zwischen den einzelnen Missionen landen Sie auf der Tigers Claw (einem Raumkreuzer) und können mit anderen Piloten reden, an einem Simulator üben oder dem nächsten Einsatzplan lauschen.

Die Story, ein Markenzeichen der Wing Commander-Serie, ist im ersten Teil vergleichsweise simpel gestrickt. Es war aber schon außergewöhnlich genug, dass es überhaupt eine in einem Spiel gab, welches weder Adventure noch Rollenspiel-Elemente enthält: Es herrscht ein gewaltiger Krieg zwischen den Menschen und den Kilrathi. Die Kilrathi sehen aus wie Tiger auf zwei Beinen, deren Intelligenz und Mentalität ein wenig mit den Klingonen aus der Star Trek-Serie verglichen werden kann. Sie sind nicht dumm, aber impulsiver und drastischer als die menschliche Rasse.

Sie schlüpfen in die Rolle des frisch von der Akademie kommenden Piloten Christopher Blair und sollen im Kampf gegen die Kilrathi Ihren Beitrag leisten. Dabei lernen Sie wie schon gesagt auch Ihre Kollegen im Gespräch kennen lernen, darunter der alte Haudegen Paladin und der Draufgänger Maniac. Besonders letzterer hat im Laufe der Serie zahlreiche Fans dazu gewonnen.

In den ersten Missionen geht es noch recht einfach zur Sache: Sie steigen in ein Ihr Schiff und fliegen ein paar Navigationspunkte ab. Zwischendurch werden Sie von Schiffen der Kilrathi angegriffen und sollten sich gegen diese zur Wehr setzen. Spätere Missionsziele beinhalten das Eskortieren von Frachtern, die Abholung von anderen Schiffen oder sogar die Verteidigung der Tigers Claw. Solange Sie nur angreifen müssen, ist das Spiel noch recht einfach. Sobald Sie aber etwas beschützen müssen, wird es deutlich schwerer.

Die erste Innovation des Spieles: Es existiert ein sogenannter Missionsbaum. Sie fliegen nicht von einer Mission zur nächsten, sondern je nach Erfolg wird die Tigers Claw in andere Sektoren geschickt und beeinflußt auf jeweils andere Art und Weise den Verlauf des Krieges. Wenn Sie also das Spiel einmal durch haben, können Sie durch besseres oder schlechteres absolvieren bestimmter Missionen einen anderen Spielablauf erzwingen. So schön sich das Konzept anhört, es gibt einen Haken: Die meisten Spieler wollen gewinnen. D.h. wenn eine Mission schief geht und Sie noch leben, wird ein alter Spielstand geladen anstatt sich einem anderen Zweig des Missionsbaumes zu widmen.

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