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Wave Race: Blue Storm - Realistische Wellen - Leser-Test von Jonin


1 Bilder Wave Race: Blue Storm - Realistische Wellen - Leser-Test von Jonin
Schon auf dem N64 versetzte die realitätsnahe Wasserphysik von Wave Race 64 die Spieler ins Staunen. Diesen Erfolg will Nintendo mit dem Nachfolger Wave Race: Blue Storm wiederholen.

Um sich mit der Steuerung vertraut zu machen, sollte man zunächst das Tutorial absovlieren. Anschließend kann man sich im Meisterschafts-Modus versuchen, der sehr gut gelungen ist. Zunächst entscheidet man sich für einen von acht Fahrern, wobei die vier davon aus dem ersten Teil bekannt sind. Lobenswert sind die unterschiedlichen Eigenschaften der Fahrer. Jeder steuert sich völlig anders: Der korpulente David Mariner kann beispielsweise hohe Geschwindigkeiten erreichen, ist aber nicht sehr wendig. Ricky Winterborn dagegen eignet sich hervorragend für Stunts, verzeiht Unfalle auch schneller, da er eine rasche Beschleunigung hat, die maximale Endgeschwindigkeit ist aber eher gering. Positiv ist auch, dass alle acht Fahrer einen anderen Kommentator haben, der euch während dem Rennen auf dem Laufenden hält. Je nach Schwierigkeitsgrad dauert die Meisterschaft unterschiedlich viele (Spiel-)Tage. Per Zufallsgenerator wird das Wetter für jeden Tag bestimmt. Welche Strecke an diesem Tag gefahren wird, bleibt dem Spieler überlassen. Das macht nicht nur jede Meisterschaft zu einem einzigartigem Erlebnis, sondert bringt auch noch etwas Strategie ins Spiel. Die Computergegner fahren relativ intelligent, im höchsten Schwierigkeitsgrad wird man auch ziemlich gefordert.

Neben dem Meisterschafts-Modus kann man im Zeitfahren noch gegen die Uhr antreten oder im Stunt-Modus auf Punktejagd gehen. Im Mehrspielermodus treten bis zu vier Spieler im Splitscreen gegeneinander an, entweder im normalen Rennen oder im Stunt-Modus. Um die Strecken kennenzulernen, kann man im Free-Roam ohne Zeit- oder Gegnerdruck herumfahren.

Ein Kritikpunkt ist die mit sieben (plus ein Trainingskurs) geringe Streckenanzahl. Zudem basieren viele Strecken noch auf denen des Vorgängers, einige wurden fast 1: 1 übernommen. Andererseits sind die Strecken sehr abwechslungsreich, keine gleicht der anderen. Die Streckenführung ändert sich auch durch den gewählten Schwierigkeitsgrad: So fährt man einen Kurs schon mal in entgegengesetzte Richtung oder muss ganz andere Wege einschlagen.

Sehr gut gelungen ist das Wettersystem. Gewitter ist nicht gleich Gewitter - das hängt auch vom Kurs ab. Noch interessanter wird es, wenn das Wetter während des Rennens umschlägt. Erfolgte der Start bei Sonnenschein, so kämpft man in der letzten Runde bei Gewitter mit dreimeterhohen Wellen. Zudem lassen starke Regenfälle bei einigen Kursen auch den Wasserpegel steigen, was manchmal neue Wege eröffnet oder bestehende unpassierbar macht.

Obwohl die Wassereffekte atemberaubend sind, kann die Grafik nicht immer überzeugen. Am Streckenrand wurden partiell arg lieblose Details hingeklatscht, die die sonst thematisch recht schönen Kurse verschlechtern. Während dem Spielen sört das aber nicht, weil man sowieso nicht allzu viel Zeit hat, den Streckenrand zu begutachten. Deswegen fallen nur die hübschen Spiegelungen auf der Wasserobefläche auf, die wirklich gut gelungen sind.
Der Sound ist sicherlich nicht überragend, aber durchaus in Ordnung. Die englische Sprachausgabe ist immer gut verständlich. Auch die Steuerung kann überzeugen. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ermöglicht sie die perfekte Kontrolle, wobei es sehr stark vom gewählten Fahrer abhängt, wie einfach er sich steuern lässt. Auch die zahlreichen Stunts sind mit etwas Übung ganz gut hinzukriegen, den richtigen Fahrer vorausgesetzt.

Wave Race: Blue Storm kann wirklich überzeugen. Dank der hervorragenden Wasserdarstellungen und der einfach zu erlernenden Steuerung motiviert das Spiel, jeden Highscore zu knacken und jede Bestzeit zu unterbieten. Schade nur, dass der Spieler aufgrund der geringen Streckenzahl kaum für diese Mühen belohnt wird.

Negative Aspekte:
Geringe Streckenanzahl

Positive Aspekte:
Faszinierende Wassereffekte

Infos zur Spielzeit:
Jonin hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Jonin
  • 8.2%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 7.0/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 8/10
    Steuerung: 9/10
    Sound: 7/10
    Atmosphäre: 9/10
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