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WarCraft 3: Reign of Chaos im Gamezone-Test


1 Bilder WarCraft 3: Reign of Chaos im Gamezone-Test [Quelle: Blizzard]

Blizzard's neues Meisterstück!

Generationen nach Ende des zweiten Krieges zwischen Orcs und Menschen besucht der Spieler in Warcraft III: Reign of Chaos wieder die von Krieg zerrüttete Welt Azeroth. Der Frieden im Land ist ein zerbrechliches Gut und steht kurz davor zerschlagen zu werden. Die dunkle Macht ist nach Tausenden von Jahren zurückgekehrt, um ihre schändlichen Pläne in die Tat umzusetzen. Nachdem man im Prolog die Abreise der Orcs in das entfernte Land Kalimdor miterlebt, geht es mit der Kampagne der Menschen weiter, in der man die Geschichte des jungen Prinzen Arthas erlebt. Mehr wollen wir nicht verraten, aber soviel sei gesagt: Alle Kampagnen sind durch eine unglaublich packende Story verbunden, in der die Rückkehr der dunklen Legion die Hauptrolle spielt. Zwischensequenzen, die direkt in der 3D-Grafik ablaufen, erzählen die Geschichte nach, vor und während der Missionen weiter.

Grafisch bringt Warcraft 3 zeitgemäße 3D-Darstellung, die aber hauptsächlich durch die Vielzahl der Details glänzt. So gibt es an Küsten eine schön gemachte Brandung, Bäume bewegen sich im Wind und jede Figur auf dem Bildschirm, einschließlich Schweinen und Schafen, haben toll gemachte Portraits in 3D bekommen, die beim Anklicken in der Statusleiste erscheinen. Zaubersprüche sind ebenfalls grafisch eindrucksvoll inszeniert, bei viel Kampfgetümmel kommt der PC dabei aber gerne mal ins stottern. Für absolut flüssige Darstellung wäre schon eine Grafikkarte der neueren Generation anzuraten. Die Kamera kann kurzzeitig gedreht, oder auch per Mausrad gehoben und gesenkt werden, die meiste Zeit wird man diese Funktionen aber überhaupt nicht nutzen, da man ja immer die größtmögliche Übersicht haben will. Es wird schon manchmal recht hektisch was das Scrollen angeht, da die Übersicht in der weitesten Ansicht doch relativ gering ist. Die Entwickler haben aber das Gameplay und auch die Missionen darauf angepasst, dass einen das relativ klein geratene Sichtfenster beim Spielen fast nicht stört.

Die Einzelspieler-Missionen sind wirklich sehr abwechslungsreich und bieten jedes mal neue Entdeckungen. Gerade wenn man von den Gebäuden und Einheiten der aktuellen Rasse genug hat, beginnt eine neue Kampagne in der man noch mal alles neu Entdecken kann. Die Missionsziele sind in Quests eingeteilt, oft findet man auf der Karte noch einen Bonusquest, der das Erreichen des Hauptziels etwas einfacher macht in dem er als Belohnung ein paar besonders gute Einheiten oder Gegenstände springen lässt. Um so länger man an einer Kampagne spielt um so stärkere Einheiten hat man zur Verfügung, wie aus alten Warcraft's bekannt, kann man zusätzlich durch das Erforschen von Upgrades viele Eigenschaften der Einheiten verbessern. Im Kampf ist es außerdem möglich einen besonderen Status zu erlangen, wie z.B. Vergiftung, Verlangsamung, Lähmung und viele mehr. Dies wird durch entsprechende Symbole über den Einheiten angezeigt.

Völlig neu und auch ein interessanter Schritt in Richtung Rollenspiel sind die Helden: In allen Missionen steht einer oder auch mehrere dieser Anführer mit an der Front. Die Helden können durch das Erkämpfen von Erfahrungspunkten in Leveln aufsteigen, haben meist mächtige Zaubersprüche zur Verfügung und können weitere und stärkere Sprüche durch das Erreichen eines neuen Levels erlernen. Zusätzlich haben die Helden sechs Inventory-Slots, in die gefundene Gegenstände abgelegt werden können. Diese reichen vom simplen Mana- oder Heiltrank bis hin zum legendären Krafthandschuh, der unsere Angriffsstärke gleich um einige Punkte aufwertet solange er sich im Gepäck befindet. Hier wurde nicht gespart, es gibt eine Unmenge an Gegenständen zu entdecken, oft finden sich in abgelegeneren Bereichen der Karte ein paar extra dicke Gegner die gerne einen der begehrten Gegenstände fallen lassen wenn sie besiegt wurden.

Eine wichtige Neuerung ist außerdem das "Upkeep": Ab einer bestimmten Menge von Einheiten auf dem Bildschirm, sinkt automatisch unser Einkommen aus der Goldmine. Ab ca. hundert Einheiten ist dann auch Schluss, mehr können nicht mehr trainiert werden, da das maximale Food-Limit erreicht ist. Durch das Upkeep bekommt das Spiel ein stärkeres strategisches Element, man ist gezwungen die Anzahl der Einheiten niedrig zu halten und erst bei einem Großangriff eine richtige Armee aufzubauen. Dies ist sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig, Angriffe mit hunderten von Kämpfern sind so nicht mehr möglich, es zählt nun vielmehr die geschickte Zusammenstellung von Kämpfern mit unterschiedlichen Angriffstechniken.

Warcraft 3 ist nicht nur spielerisch ein wahrer Genuss, nein die gesamte Präsentation des Spiels ist nahezu perfekt. Alleine das Menüsystem hätte schon einen Preis verdient, hier spielen sich in eindrucksvoller 3D-Grafik die jeweils passenden Szenen zur aktuellen Kampagne im Hintergrund ab. Da klickt man gerne noch ein bisschen durch die Gegend, bevor es mit dem eigentlichen Spiel losgeht. Aber auch die Interfaces der vier unterschiedlichen Rassen sind mit viel Liebe designed worden und erscheinen je nach gewählter Rasse völlig unterschiedlich. Zwischen den Kampagnen bekommt man manchmal auch ein gerendertes Video geboten, dass wie schon von den Diablo-Spielen gewohnt, absolut atemberaubende gerenderte Szenen bietet, die sogar an den "Final Fantasy" Kinofilm herankommen.

Wer nach der mindestens 30-40 Stunden langen Spielzeit der Einzelspieler-Missionen immer noch nicht genug hat, kann sich ins Battlenet wagen um dort auf sehr komfortable Weise seine Spielpartner zu finden und in vielen unterschiedlichen Maps gegen die besten Zocker der Welt anzutreten. Wer lieber Lust auf neue Missionen hat, kann mit dem toll gemachten Missionseditor eigene Maps erstellen und dank Scripting-Engine sogar komplett neue Abendteuer designen. Es ist also wirklich für eine sehr lange Spielzeit gesorgt, so viel Spiel bekommt man selten für sein Geld geboten.

  • - GreenAcid"-"
  • Das ist halt Blizzard: Perfektion bis ins letzte Detail. Warcraft 3 macht da keine Ausnahme, man merkt an jeder Stelle des Spiels wie viel Liebe die Entwickler in jeden einzelnen Pixel und jede Zeile Code gesteckt haben. Zum ersten mal in der Geschichte der Echtzeit-Strategiespiele wird das Kampfgeschehen auf dem Bildschirm in eine so spannende und epische Geschichte eingebettet. Die gewagte Paarung mit dem Rollenspiel-Genre ist geglückt und bringt eine ordentliche Portion Innovation in das Spiel. Die Spielbarkeit und Balance der einzelnen Rassen ist nahezu perfekt und die gelungene Grafik mit all ihren Details trägt ihren Teil dazu bei, den Spieler nächtelang an den Monitor zu fesseln. Bei einer Spielzeit von 30 - 40 Stunden hat man wirklich eine Menge Spaß und auch danach wartet noch das BattleNet oder selbst erstellte Missionen von anderen Spielern. Warcraft 3: Bereits jetzt ein Kultspiel und ein sicherer Megaseller.
WarCraft 3: Reign of Chaos (PC)
  • Singleplayer
  • 9,4 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 9/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 9/10 
    Gameplay 10/10 
Pro & Contra
sehr lange Spielzeit
geniale Missionen
packende Story
perfekte Mischung aus RPG und RTS
Die lange Wartezeit auf den nächsten Blizzard-Titel! :-)
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