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War Train - Normandie 1944 im Gamezone-Test

Wir schreiben den 6. Juni 1944 - die Alliierten sind unter schweren Verlusten an der Normandieküste gelandet. Die Amerikaner und Engländer sind krampfhaft bemüht ihren Brückenkopf zu halten und weiter auszubauen, weitere Truppen an Land zu bringen und eine Schwachstelle im stählernen Verteidigungsgürtel des Feindes zu finden.

1 Bilder War Train - Normandie 1944 im Gamezone-Test

Wenn schon Remake, dann bitte richtig!

Gerade zu diesem Zeitpunkt gelingt es Steven Miller, einem amerikanischen Agenten, an Geheimdokumente von höchster Brisanz und kriegsentscheidender Tragweite heranzukommen. Es handelt sich um die Aufmarschpläne der deutschen Verteidigungsstellungen einerseits und Konstruktionspläne der neuen deutschen Geheimwaffe andererseits. Ein verheerender Schlag gegen das Dritte Reich, sollten die Dokumente den Alliierten Oberbefehlshabern in die Hände gelangen. Doch Miller wird entdeckt und es beginnt eine erbitterte Jagd auf ihn, für Nazi Deutschland geht es jetzt um alles. Es gelingt Miller einen Kriegszug zu kapern mit welchem er sich quer durch die Normandie schlagen muss, um an die rettenden Lienen der Verbündteten zu gelangen. Von einer handvoll französischer Résistance Kämpfer kann er etwas Schutz und Verpflegung erhoffen. Ihm bleibt schließlich nichts anders übrig als sich mit seinem Bordgeschütz alleine gegen die wie wild angreifenden Stukas, Kanonenboote, Panzer und Soldaten entgegenzustellen.

Soviel zur Story, welche das wohl aufwendigste Feature bei "War Train" darstellt. Die Entwickler haben sich zu diesem Spiel bei einem längst in Vergessenheit geratenen C64-Spiel namens "The Train" inspirieren lassen. Der große Unterschied zu diesem Klassiker besteht darin, dass alle strategischen Elemente nahezu vollständig entfernt wurden und es sich bei "War Train" eigentlich nur noch um einen schlechten Shooter im Stil von "Incoming" handelt. Gerade die Mischung aus Zug-Simulation, Shooter und Strategiespiel haben damals "The Train" zu einem wirklich gutem Spiel gemacht.

So finden wir uns nach dem Start des Spiel bereits im fahrenden Zug wieder und werden auch kurz danach von den ersten Flugzeugen angegriffen. Kein Problem, wir haben ja unsere dicke Boardkannone dabei, die sogar mit den später anrollenden Panzern fertig wird. Nebenbei kann man mit der rechten Maustaste die Zugsteuerung aufrufen, in der wir manuell ab und zu Dampf ablassen müssen, da ein wichtiges Ventil zur Druckregulierung in unserem Zug kaputt ist. Dies ist allerdings auch nur Anfangs nötig, danach kann man eigentlich die Zugsteuerung fast gänzlich außer Acht lassen und sich voll auf die Gegner konzentrieren. Die einzige Abwechslung, die einem sonst noch geboten wird sind die Bahnhöfe: Wie bereits beim C64-Orignal muss man hier den Zug verteidigen, solange er repariert und unsere Munition nachgeladen wird. Schade nur, daß hierbei alle Gegner einfach aus dem Nichts auftauchen und, sobald sie getroffen werden, einfach davonlaufen. Die Strecken zwischen den Bahnhöfen sind viel zu lang geraten und nach sehr kurzer Zeit werden die immer wiederkehrenden, selben Gegner äußerst langweilig.

Grafisch befinden wir uns mit "War Train" leider noch im finsterem Mittelalter: Bis auf die Explosionen der Flugzeuge und Panzer konnten wir beim besten Willen der Grafik nichts Gutes abgewinnen. Texturen sind mehr als verschwommen und Partikeleffekte bestehen aus fliegenden Vierecken. Die Screenshots auf der Homepage von Asylum Games haben auf jeden Fall nichts mit der Realität zu tun. Sound? Ja, ist vorhanden, das MG hört sich sogar ganz gut an. Ansonsten bekommt man noch ein tolles windähnliches Hintergrundgeräusch geboten...

  • - GreenAcid"-"
  • Wirklich sehr schade das Asylum Games dieses Remake so schlecht umgesetzt hat, man hätte einiges aus der guten alten Spielidee rausholen können. Das Spiel ist zwar relativ günstig, bei dem nahezu nicht vorhandenen Spielspass ist aber selbst dieser Preis noch zuviel verlangt.
War Train - Normandie 1944 (PC)
  • Singleplayer
  • 3,7 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 3/10 
    Sound 4/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 5/10 
Pro & Contra
Das Spiel stürzt nicht ab
Grafik, Sound, Gameplay - also fast alles
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