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WTA Tour Tennis im Gamezone-Test


1 Bilder WTA Tour Tennis im Gamezone-Test
Mit "WTA Tour Tennis" versucht Konami an den etablierten Tennisgames zu kratzen. Zur Auswahl stehen uns dabei die gesamte Riege der weiblichen Tennisstars. Von Martina Hingis, Lindsay Davenport, Monica Seles, Anke Huber, Jelena Dokic über Sabine Appelmans, womit bei weitem noch nicht alle genannt sind. Im Spiel allerdings sehen die Damen alle ziemlich gleich aus, wobei besonders der aufgeblasene Kopf auf den untersetzten Körpern unerwarteten Spaß in das Spiel einbringt. Weniger Spaß hingegen beschert das Gameplay, da es ziemlich mager ausgefallen ist. Außer einem Freundschaftsspiel und der zehn Jahres Meisterschaft gibt es nur noch die Möglichkeit mit dem Trainer zu trainieren. Mehr gibt es nicht.
Zum schnellen Einstieg sollte man das Freundschaftsspiel wählen, welches man nach Auswahl der gewünschten Spielerin sofort beginnen kann. Sehr Einsteigerfreundlich gestaltet sich die Umsetzung der Angabe, die in manch anderem Tennisspiel schon einmal zur Geduldsprobe ausarten kann, welche man entweder manuell timen muss oder dies der Automatik überlasst, indem man die Dreieckstaste benutzt, welche im Spiel dann für die Spezialschläge zuständig ist. So sind alle vier Knöpfe mit verschiedenen Schlägen belegt, von flach und schnell bis hin zum langsamen Schweber. All zu viel Technik kommt im Spiel allerdings nicht zum tragen, man kann sich des Gefühls nicht erwehren, dass sogar Mario-Tennis eine ausgereiftere Physik innehat. Da kann man sich anstrengen was man will, das Spiel dümpelt einfach so vor sich hin.
Die Meisterschaft verspricht da schon mehr Spielspaß, ist es mit ihr doch möglich die eigene Spielerin beginnend mit dem 16ten Lebensjahr regelrecht aufzubauen. Allerdings hat Konami auch dies nur halbherzig umgesetzt, denn der ganze Spaß beschränkt sich auf das Blättern durch knallbunte und unübersichtliche Terminkalender und Trainingstabellen, unterbrochen von maximal 20 Tournieren pro virtuellem Jahr.

Die grafische Präsentation von "WTA Tour Tennis" ist gelungen wenn auch nicht überragend. Die Kamerapositionen sind gut ausgewählt, erzeugen aber im Spiel den Eindruck eines seltsam kurzen Tennisplatzes, was zwar gut zu den kurzen Körpern der Spielerinnen passt, trotzdem aber perspektivisch nicht ganz richtig erscheint.

Die Soundkulisse könnte vom CenterCourt selbst stammen. Alle Geräusche entsprechen dem Original und wurden dezent eingesetzt. Die Stilrichtung der Hintergrundmusik bewegt sich irgendwo zwischen Kaffeehaus-Jazz und Bahnhofsmusik und nervt mitunter nicht schlecht, was aber mehr mit dem persönlichen Empfinden zu tun hat als mit der generellen Qualität des Sounds.

"WTA Tour Tennis" ist ein recht flach gehaltenes Sportspiel. Weder die Physik noch die Schlagtechnik stellt etwas besonderes dar, ganz im Gegenteil. Zwar gibt es keine größeren Kritikpunkte an diesem Sportspiel, allerdings auch keinerlei Innovationen oder besondere Funktionen. Gerade das Gameplay ist besonders mager und kann kaum lange begeistern. So kann man "WTA Tour Tennis" nur eingeschränkt empfehlen, all den Spielern die ein handfestes und innovationsfreies Tennisgame suchen. Wer höhere Ansprüche stellt findet eigentlich für jedes System ein ausgereifteres Tennis.

WTA Tour Tennis (PS2)
  • Singleplayer
  • 6 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 6/10 
    Sound 6/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 5/10 
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