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Virtua Tennis: Sega Professional Tennis im Gamezone-Test


1 Bilder Virtua Tennis: Sega Professional Tennis im Gamezone-Test
Auf dem Dreamcast hat sich "Virtua Tennis" ja schon längst als Referenz etabliert. Nun kommen auch PC Spieler in den Genuss eines der besten Tennisspiele überhaupt spielen zu können. Dabei liegt das Geheimnis des Erfolges von "Virtua Tennis" sicher nicht an der Nähe zur Realität, sondern an dem ausgeglichenen Gameplay, welches sich perfekt zwischen eines Simulation und einem Arcadegame ansiedelt. Obwohl es nur zwei Tasten für die verschiedenen Schläge gibt, kann man natürlich wesentlich mehr ausführen, indem man mit dem Steuerkreuz kombiniert, womit man den Ball, flach oder hoch halten kann bzw. schnell oder langsam über das Netz schweben lässt. Rookies können so sofort an einem Spiel teilnehmen, ohne gleich das Handbuch studieren zu müssen, aber auch die Profis werden noch ausreichend gefordert, da die Computergegner in den beiden hohen Schwierigkeitsgraden wirklich alles geben.
An Spielmodi bietet "Virtua Tennis" genau das was man erwartet. Zu Beginn stehen uns die sieben auf der Rückseite der Verpackung angekündigten Spieler zur Auswahl, zu denen sich im Laufe der Meisterschaft noch bis zu zehn weitere Spieler gesellen. Mit ihnen kann man in einem Einzelspiel seine Fertigkeiten trainieren um dann im Grand-Slam gegen die bekannten Größen anzutreten. Selbstverständlich gibt es diverse Beläge mit verschiedenen Eigenschaften, wie Sand, Rasen, Halle oder Hartplatz. Wem die Computergegner nicht genügen der kann mit der PC Version von "Virtua Tennis" auch online gehen, was ein ganz besonderer Spaß ist, aber auch per Splitscreen mit bis zu vier Spielern gleichzeitig an einem einzigen PC spielen. Hierbei sollte man allerdings die angegebene Mindestkonfiguration einhalten, die mit einem PII 500MHz angegeben wird, da man ansonsten mit ziemlichen Slowdowns in den Replay-Sequenzen rechnen muss, wohingegen das Spiel selbst kaum ins Stocken kommt. Für das Netzwerkspiel wird sogar mindestens ein 800MHz Rechner vorausgesetzt.

Das Gameplay ist im Grunde recht einfach aufgebaut und weiß gerade deswegen so zu überzeugen. Zwar ist so mancher Gag in das Game eingebaut, wie eine Art Bowlinggame auf dem Tennisplatz oder der Kampf gegen fünf Ballmaschinen, der Schwerpunkt aber liegt definitiv im Arcade und Meisterschafts-Mode. Hierin liegt allerdings die Gefahr begraben, dass Hardcore-Gamer spätestens nach der zweiten Meisterschaft die Motivation verlieren das Spiel noch einmal anzufassen, dafür macht es im Multiplayer-Mode, egal ob per LAN oder Splitscreen, immer wieder Spaß.

Die Grafik hat sich im Vergleich zur Dreamcast Version kaum geändert, ist aber wesentlich hochauflösender und damit klarer und schärfer geworden. Die ganzen Spielereien wie die Schatten der vorüberziehenden Wolken oder der aufgewirbelte Staub bei gestolperten Spielern wurden beibehalten und sorgen immer wieder für einen AHA-Effekt.

Die Soundkulisse wirkt etwas sparsam, obwohl die Ball- und Spielergeräusche wirklich realistisch klingen und auch das Publikum sich immer wieder zu Wort meldet, könnte ein unbedarfter Zuhörer meinen einem Tennismatch im TV beizuwohnen, welches ja auch immer wieder stillere Passagen beinhaltet. Anscheinend war dies den Entwicklern durchaus bewusst, weswegen sie die Background-Musik etwas aggressiver im Metal Bereich angesiedelt haben.

"Virtua Tennis" hat sich auf dem Dreamcast schon längst seine Lorbeeren verdient, nicht umsonst gilt es auf dieser Konsole als Referenzgame des Genres. Mit der neuen Portierung nun kommen auch PC-Spieler in den Genuss dieses wirklich ausgereiften Tennisgames. Wer also keine High-End Tennis-Simulation erwartet kann bedenkenlos zugreifen, genauso wie die Einsteiger in dieses Genre. Lediglich die wirklichen Cracks sollten erst ein Probespiel wagen ob "Virtua Tennis" ihren Ansprüchen genügt.

Virtua Tennis: Sega Professional Tennis (PC)
  • Singleplayer
  • 8,2 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 9/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 9/10 
    Gameplay 8/10 
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