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Virtua Racing Deluxe 32X: Das beste 32X-Spiel - Leser-Test von Andy1977


1 Bilder Virtua Racing Deluxe 32X: Das beste 32X-Spiel - Leser-Test von Andy1977
Als Virtua Racing für das Mega Drive erschien, scheute ich mich zunächst vor dem Kauf. Schließlich kostete es dank 3D-Zusatzchip stolze 199 DM. Irgendwann raffte ich mich doch auf und war begeistert: Trotz relativ simpler Polgyongrafik (als verwöhnter PC-Spieler war ich etwas mehr gewohnt), gefiel mir dessen Geschwindigkeitsgefühl und auch das Streckendesign. Kurz danach hatte ich die Gelegenheit, ein gebrauchtes und zu jener Zeit aktuelles 32X kaufen zu können, für die Hälfte des Neupreises. Glücklicherweise konnte ich mein Virtua Racing in die bessere und umfangreichere Deluxe Version umtauschen. Diese war sogar billiger. Ich bedanke mich nochmal nachträglich bei dem Karstadt-Verkäufer, der mir sogar die exakte Preisdifferenz zurück gab.

Für die, die es nicht wissen: Das 32X ist ein kleines Zusatzgerät für das Mega-Drive. Ausgelegt ist es auf leicht verbesserten Sound und vor allem schnelle 3D-Grafik. Letztere konnte aber nur ohne Texturen vernünftig realisiert werden, was die Qualität des Gerätes schmälerte. Zudem erschien innerhalb eines Jahres die Playstation und der Saturn: Zuerst in Japan, dann in Amerika und zum Schluß in Europa. Somit war das Gerät auch dank seines immens hohen Preises von 400 DM zum Scheitern verurteilt.

Nun zum Spiel: Virtua Racing Deluxe ist ein Rennspiel. Die Urversion konnte als Automat in der Spielhalle begeistern, dank eines hervorragenden Streckendesigns und der fabelhaften Grafik. Jene Version besaß drei Strecken, auf denen man mit Formel 1/Indy-Car ähnlichen Rennautos Rennen fahren konnte. Die normale Mega Drive Version ist eine sehr akurate und beeindruckende Umsetzung gewesen, welche ohne des Zusatzchips nie in dieser Qualität möglich gewesen wäre.
Die Deluxe-Version besitzt all diese Vorzüge, sowie zusätzlich zwei weitere Strecken und zwei weitere Autotypen: Stockcar und Prototype. Ersterer ist schwerer und langsamer als die Formel 1-Wagen, letzterer ist sehr schnell und mehr für Profi-Fahrer geeignet.

Am Anfang war das Hauptmenü: Dort können Sie entweder ein Rennen gegen bis zu 15 Gegner in fünf Runden fahren, Ihre Fähigkeiten im Time Attack-Modus trainieren oder im Versus Modus einen menschlichen Mitspieler heraus fordern. Danach wählen Sie Autotyp und Strecke aus. Zudem können Sie mit manueller Gangschaltung oder per Automatik fahren, wobei letzteres für Rekorde ungeeignet ist. Die manuelle Gangschaltung ist nicht nur exakter, Sie können auch ein paar km/h Endgeschwindigkeit mehr heraus fahren.

Das Spielgeschehen können Sie aus vier verschiedenen Perspektiven betrachten: Die Fahrerperspektive mag realistisch sein, ist aber extrem unübersichtlich. Mich persönlich hat dies sehr geärgert, da ich die meisten Rennspiele aus der eben jener Sicht spiele. Bei den anderen Perspektiven handelt es sich um Außenansichten: Eine nahe am Auto, eine etwas weiter von diesem entfernt und eine fast aus der Vogelperspektive. Letztere ist zwar am übersichtlichsten, jedoch wird Ihnen die Sicht bei Tunnelfahrten total versperrt, da der Tunnel nicht ausgeblendet wird. Zudem wirkt alles sehr klein und das Fahrgefühl ist nicht besonders gut.

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