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Vanishing Point im Gamezone-Test


1 Bilder Vanishing Point im Gamezone-Test

"Vanishing Point" hält die erste Überraschung bereit wenn man das Game überhaupt noch nicht gestartet hat. Der einführende Satz Handbuch beginnt mit der Frage nach der Hintergrundgeschichte, welche dort damit beantwortet wird, dass es keine gibt. Doch die Enttäuschung über die fehlende Story verfliegt schnell, wenn man sich mit der Funktionsvielfalt auseinandersetzt.

Von den insgesamt 32 verfügbaren Autos, die übrigens alle eine Lizenz besitzen und somit auch so aussehen wie wir es von der Strasse kennen, haben wir Anfangs nur zwei Stück zur Auswahl. Um an mehr Autos zu kommen gibt es zu jedem Wagen eine dreistufige Meisterschaft. Diese besteht aus zwei Strecken zu zwei Runden, gefolgt von drei Strecken zu zwei Runden und wird beendet mit drei Strecken zu drei Runden. Dabei steigt der Schwierigkeitsgrad ganz gewaltig an. Sind die ersten beiden Tourniere noch mit etwas Übung zu schaffen, so muss man das dritte Tournier schon fehlerfrei durchfahren, ansonsten hat man gegen die vom Computer vorgelegten Bestzeiten keine Chance. Neben den Autos gibt es in den Tournieren auch noch weitere Strecken, die CWG-Rally, die Tuning-Werkstatt und Ähnliches zu gewinnen. Da für jedes Auto eine eigene Meisterschaft existiert bleibt die Motivation weiter zu spielen recht lange erhalten.
Neben der Meisterschaft gibt es noch die ebenfalls sehr gelungene "Stunt-Rally", in der man die verschiedensten Aufgaben zu erfüllen hat. Dabei reicht das Spektrum von Slalomkursen über Sprungschanzen bis hin zum Ballonzerplatzen. Für das absolvieren der Tests bekommt man eine bestimmte Anzahl an Punkten, die man für die weiteren Tests benötigt. Selbstverständlich gibt es auch das Einzelrennen zum Üben und das Zeitfahren mit Gegenverkehr.
Besonders viel Mühe hat sich Acclaim mit dem Multiplayer-Part von "Vanishing Point" gegeben. Zwar kann die Online-Funktionalität kein Echtzeit-Rennen gegen andere Teilnehmer bieten, hier werden nur die Bestzeiten downgeloadet die es dann zu schlagen gilt, dafür sind die restlichen Modi wirklich gut gelungen. Mit gerade mal zwei Joypads ist es möglich ein Spiel für bis zu acht Gamer zu starten. Diese treten dann z.B. im KO-Modus per Splitscreen immer paarweise gegeneinander an. Der Verlierer scheidet aus und macht dem nächsten Herausforderer Platz. Ähnlich funktioniert die Liga, die dann der Spieler gewinnt der am Ende die meisten Punkte zusammen hat. Ähnlich verhält sich der Modi "Der Sieger fährt weiter", welcher praktisch kein Ende hat, da der Gewinner ständig von neuen Herausforderern auf die Probe gestellt wird, bis er eben ausscheidet.

Das Gameplay von "Vanishing Point" weiß dank der interessanten Singleplayer-Modes sowie der ausgereiften Multiplayer-Funktionalität voll zu überzeugen. Zwar wird gerne die empfindliche Steuerung kritisiert, die man aber mit etwas Übung schnell in den Griff bekommt. Hier empfiehlt es sich generell die Standard-Einstellung der Lenkung von "Träge" zumindest auf "Normal" zu schalten. Besonders bei der Verwendung eines Lenkrades empfiehlt sich dieses.

Der Grafik sieht man die Herkunft der Playstation deutlich an. Zwar gibt es keine wandernden Texturen, PopUps oder gar im Zickzack dem Horizont entgegenlaufenden Straßenbegrenzungen, dafür wirkt die Umgebung etwas detailarm, trotz der praktisch in allen Strecken vorkommenden animierten Objekte, wie Flugzeuge, Züge oder Windkraftwerke. So wirkt die Spielwelt zwar nicht schlecht aber auch nicht unbedingt gut. Dafür läuft das gesamte Game, egal in welchem Modi, absolut Ruckelfrei und flüssig.

Die Soundkulisse hingegen kann wieder begeistern. Jedes Auto besitzt einen eigenen Motorsound, aus der Umgebung erreicht uns der Klang des überholenden Zuges und zur Stimmung trägt der sehr schmissige GOA Soundtrack sein Übriges bei.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Vanishing Point" ist ein erstaunlich ausgereiftes Racing-Game für den Dreamcast. Die große Anzahl der vorhandenen Tourniere sowie der ausgereifte Multiplayer-Part sorgen dafür, dass dieser Racer nicht so schnell im Regal verstaubt. Besonders zu dem inzwischen recht günstigen Anschaffungspreis begeht man sicher keinen Fehlkauf und es bleiben evtl. ein paar €uro für ein Lenkrad über.
Vanishing Point (DC)
  • Singleplayer
  • 8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 9/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 9/10 
Pro & Contra
Toller Multiplayer-Part
viele Autos und Rennstrecken
hohe Langzeitmotivation.
Umgebungsgrafik etwas detailarm
kein richtiger Online-Modus.
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