Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Vanishing Point: Freischalt-Overkill - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Vanishing Point: Freischalt-Overkill - Leser-Test von HALLofGAME
Wie ein vernünftiges Racing-Game auszusehen hat, darüber läßt sich trefflich streiten. Braucht ein guter Racer zum Beispiel eine Story? Nun bei Codemasters scheint man aktuell genau dieser Meinung zu sein, wie anders ließe sich erklären, daß das sicherlich auch spielerisch überzeugende DTM Racedriver demnächst mit einem aufwendigen Storypart in den Handel kommen wird. Die britischen Kollegen von Clockwork Games sahen die Sache dagegen vor nicht allzu langer Zeit völlig anders. In einem Rennspiel geht es um Rennen und sonst um nichts meinten sie und verkündeten deshalb im Booklet zu ihrem Rennspiel Vanishing Point fast schon stolz den Verzicht auf alles, was auch nur im entferntesten nach Story riecht! Dabei kommt ausgerechnet dieses Racing-Game so seltsam daher, daß es eigentlich dringend ein paar erklärende Worte (oder eben eine sinnvolle Story) verdient hätte!

Kernstück des Ganzen ist der Hauptmodus Turnier, in dem man mit einem der anfänglich nur drei frei verfügbaren Fahrzeugen im Feld der besten vierzig Fahrer antritt und in einem dreistufigen (aus jeweils zwei bis drei Strecken bestehenden ) Turnier um den Sieg kämpft. Wow , mag man da denken, vierzig Autos und das in Zeiten in denen immer noch jeder mindestens jeder zweite Hersteller zumindest im Splitscreen-Mode alle KI-gesteuerten Boliden vom Bildschirm verschwinden läßt? Nun, um es kurz zu machen: Es hört sich besser an, als es ist! Denn wer jetzt an Massenstarts wie bei den NASCAR-Games oder in Demolition-Racer gedacht hat, findet tatsächlich etwas vor, das wenn überhaupt wesentlich eher an Acclaims Burnout erinnert, wenn auch ohne Gegen- oder Querverkehr.

Grundsätzlich startet ihr bei Vanishing Point, das ist übrigens jener Punkt am Horizont, auf den man immer zufährt, den man aber nie erreicht (und den man in diesem Spiel trotz des Namens dummerweise nicht mal wirklich sehen kann) nämlich mittels fliegendem Start alleine ins Rennen und zwar mitten in den fließenden Verkehr hinein! Auf den verschiedenen Strecken machen Euch normale, nicht weiter wichtige Verkehrsteilnehmer das Leben schwer und natürlich die Renngegner. Die kann man lediglich durch ein kleines gelbes Symbol über dem Auto erkennen und im Endeffekt ist das auch völlig egal, denn letztlich fahren auch sie jedes Rennen alleine vor sich hin. Das einzige, was sie von den normalen Verkehrsteilnehmern unterscheidet, ist ihre erhöhte Rempelfreudigkeit, für den Fall das man ihnen zu nahe kommt. Seltsamerweise erfährt man in jedem Rennen zwar grundsätzlich immer wieder was über die aktuelle Platzierungen, die an sich umfangreiche Gegnerschar bleibt dabei aber an sich nichts als eine anonyme Masse! Mit einer, wenn auch ziemlich seltsamen Ausnahme allerdings: Der Sieger (oder sagen wir besser der potentielle Sieger, vor dem Eingreifen des Spielers) ist offenbar immer schon im Ziel. Anders geht es nicht, schließlich wird uns schon beim Start jedesmal die von uns benötigte Siegeszeit angezeigt! Freundlicherweise orientiert sich darüber hinaus unser stets unsichtbarer, weil immer schon im Ziel angekommener Rivale um Platz Eins übrigens auch an unserer ganz persönlichen Fahrzeugwahl! Wählt man ein langsameres Fahrzeug, fällt automatisch auch die vorgelegte Zeit schwächer aus und umgekehrt!

e_gz_ArticlePage_Default