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Vandell - Knight of the Tortured Souls im Gamezone-Test


1 Bilder Vandell - Knight of the Tortured Souls im Gamezone-Test

Wir schreiben das Jahr 2289. Mega-City LA Herida 5 platzt aus allen Nähten. Die Strassen sind verdreckt und bevölkert vom Mob, die Luft kann man kaum atmen und der Regen hat schon seit Jahren nicht mehr aufgehört. In dieser Stadt lebt Vandell, ein resignierter Detektiv der eigentlich nie wieder seinem Job nachgehen wollte. Doch der Mord an seiner jungen Frau reißt ihn aus seiner Lethargie und zwingt ihn zu handeln. Einzig seine Fähigkeit die Gedanken der Menschen lesen zu können, hilft ihm dabei seine Depressionen zu überwinden und eine mysteriöse Mordserie aufzuklären.

Bei Vandell handelt es sich um ein klassisches Point&Klick Adventure im Endzeit-Look. Gesteuert wird ausschließlich mit der Maus und erfreulicher Weise erfolgen alle Gespräche in gut synchronisiertem Deutsch. Das Interface stellt einem alle erwarteten Features zur Verfügung, wie das Inventar und einer Möglichkeit alle schon besuchten Orte direkt anspringen zu können. Dafür besitzt Vandell nur eine Schrittgeschwindigkeit, bei der er zwar so richtig zeigen kann wie cool er ist, die aber nicht unbedingt wegen ihrer Geschwindigkeit glänzt. Der in so einem Spiel sehr wichtige Mauscursor ist in Form von vier kreuzförmig angeordneten Pfeilen ausgeführt, die bei einem verwendbarem Objekt rot aufleuchten. (Achtung Spoiler!) Das kleinste zu findende Objekt ist übrigens ein nur wenige Pixel großer Stein, durch die Größe des Cursors bedingt aber findet man ihn trotzdem sehr leicht, da die Pfeile nicht auf pixelgenaues Positionieren bestehen.

Die Grafiker haben bei Vandell wirklich ganze Arbeit geleistet. Die dustere Atmosphäre wurde schön eingefangen und schafft es, zusammen mit der ebenfalls sehr stimmigen Soundkulisse, das gewünschte Spielgefühl zu erzeugen. Die Fähigkeit Vandell's Gedanken zu lesen ist sehr wichtig und sollte praktisch bei allen Charakteren angewandt werden, unterscheidet sich in der Praxis allerdings kaum von der Funktion des Sprechens. Die Charaktere wurden schön animiert, besitzen nur einen etwas mechanischen und nicht all zu schnellen Gang. Die schönen Lichteffekte, wie das Flackern der Kerze am Fenster, spiegeln sich leider nicht in den Figuren wieder, ansonsten jedoch sorgen gerade sie für die einzigen "Lichtblicke" in der recht düsteren
Atmosphäre.

Die Soundkulisse zieht den Spieler geschickt ins Spielgeschehen hinein, indem sie die Metropole nie still sein lässt, immer rumort und bumpert im Hintergrund, während die Schritte der Charaktere an den rostigen Wänden widerhallen. Die deutschen Synchronstimmen sind gut ins Geschehen mit eingemischt, auch wenn die Sprecher/innen etwas emotionslos klingen.

Die Rätsel sind durch die Bank nicht einfach und erfordern oft mehrere aufeinanderfolgende Schritte, dafür sind sie durchaus nachvollziehbar und logisch. Erschwert werden sie eher durch das vorkommen vieler ähnlicher Gegenstände. Was wirklich enttäuscht ist die kurze Spielzeit, als geübter Spieler kommt man tatsächlich in zwei Stunden in den Genuss der kompletten Geschichte. Selbst als Gelegenheitsspieler wird man sicher nicht länger als fünf Stunden brauchen, da es vielleicht drei Stellen gibt an denen man wirklich etwas probieren und überlegen muss, der Rest flutscht einem recht schnell von der Hand. So erlebt man leider nur eine recht kurze Geschichte und bewegt sich auch nicht auf besonders vielen Schauplätzen umher, was wegen der wirklich schönen Präsentation und der tadellos funktionierenden Engine richtig schade ist. Deswegen für das Gameplay, welches eigentlich mehr verdient hätte, nur fünf Punkte.

  • Peter Grubmair"-"
  • Vandell ist ein klassisches Klick&Point Adventure mit durchschnittlichem Schwierigkeitsgrad und leider viel zu kurzer Spielzeit. Die Grafik und die Soundkulisse sind gut gelungen und verleihen dem Spiel den gewünschten Endzeit-Flair. Auch das verwendete Interface weiß zu gefallen, indem es sich angenehm im Hintergrund hält, gleichzeitig aber sehr intuitiv zu Bedienen ist. Wirklich schade, dass man schon nach so kurzer Zeit das Ende der Geschichte erlebt, hier wäre sicher mehr d´rin gewesen.
Vandell - Knight of the Tortured Souls (PC)
  • Singleplayer
  • 6 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 6/10 
    Steuerung 6/10 
    Gameplay 5/10 
Pro & Contra
Stimmige Präsentation
Sehr kurze Spielzeit
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