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Vampire Night im Gamezone-Test


1 Bilder Vampire Night im Gamezone-Test

Wenn Namco und Sega gemeinsam einen Lightgun-Shooter entwickeln, dann darf man zurecht ein Meisterwerk erwarten, schließlich handelt es sich bei den Beiden um absolute Profis im Arcade-Sektor die schon einiges an Erfahrung mit solchen Shootern gemacht haben. Entsprechend aufgeregt schließen wir die GunCon2 Pistole an die PS2 an und starten das Spiel. Wir werden empfangen von einem bombastisch untermalten Video welches uns gleich mal zeigt wer hier gut und wer die Bösen sind. In unserem Falle handelt es sich dabei um Vampire, Werwölfe und Mutanten, die ein unschuldiges Dorf heimsuchen. Damit ist die Aufgabenstellung klar, Vampire und Werwölfe müssen abgeschossen und Mutanten von ihren Parasiten befreit werden damit die befallenen Menschen wieder frei sind. So zieht sich das Gameplay durch das gesamte Spiel, mit dem kleinen Unterschied, dass man im Laufe des Games diverse neue Waffen kaufen kann. Um der ganzen Sache noch etwas Gefühl mitzugeben, begleitet uns ab dem ersten Kapitel ein junges Mädchen, welches herzzerreisend um Hilfe rufen kann und dies auch bei jeder Gelegenheit tut. Da kann das Auge des Spielers schon tropfen, wenn das Mädchen von einem Vampir in die Mangel genommen wird und um sein Leben schreit während man versucht nur den Vampir zu erwischen und nicht das Kind zu verletzen.

Das Gameplay präsentiert uns im Grunde nur Altbekanntes. Entweder mit der GunCon, der GunCon2 oder dem DualShock-Controller hat man nichts anderes zu tun als die Vampire und Werwölfe abzuschießen bevor sie einen erreichen und die Bewohner von den Parasiten zu befreien, damit sie sich nicht auch noch in Vampire verwandeln. Am Ende jedes Kapitels erwartet uns dann natürlich ein besonders starker Endgegner der uns beibringt wie man einmal die Sekunde nachlädt. Mit etwas Übung schafft man so das komplette Game in unter einer Stunde durchzuspielen, besonders zu Zweit fallen die Gegner schneller um als man schauen kann. Bleibt die Frage, ob man es überhaupt länger aushält die Knarre vors Gesicht zu halten. Trotzdem haben die Entwickler noch etwas Abwechslung ins Game programmiert, indem sie "Vampire Night" eine Trainings-Area spendierten, welche voller Minigames ist in denen man diverse Zielübungen ausführen kann.
So reiht sich "Vampire Night" leider etwas unter "The House of the Dead 2" oder "Time Crisis II" ein, da jegliche Innovationen fehlen und eigentlich nur die Arcade-Version 1:1 auf die Playstation2 konvertiert wurde. Von einer Zusammenarbeit zwischen Sega und Namco hätte man eigentlich etwas mehr erwartet. Was das Game aber nicht abwerten soll, denn bis auf die manchmal etwas eckigen Charaktere und dem in manchen Leveln auftauchenden Texturflimmern stellt "Vampire Night" einen soliden Lightgun-Shooter dar.

Die Grafik hinterlässt einen gemischten Eindruck. Teilweise wird das Auge mit Details und Effekten überschüttet, ganz ohne Geschwindigkeitsverlust oder grafischer Tricks, dann aber begegnen einem immer wieder recht magere Level die an bestimmten Stellen noch dazu stark flimmern. Auch die Gegner sehen mitunter etwas eckig aus und bewegen sich auch nicht besonders real, was dem Spielspaß aber nicht beschneidet, viel zu schnell bewegt man sich von Szene zu Szene.

Der Sound gibt sich ebenfalls sehr zwiespältig. In den Menüs und dem Intro, genauso wie in den Zwischensequenzen wurde eine orchestrale Beschallung gewählt wie direkt aus den beliebten B-Movies des Horror-Genres. Im Spiel selbst allerdings vernimmt man bis auf die Schussgeräusche und dem auf Dauer ziemlich nervenden "Reload!" nur noch die Sounds der Angreifer, mehr dringt nicht aus den Lautsprechern.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Vampire Night" ist ein solider Lightgun-Shooter mit etwas zu kurzem Gameplay für eine Konsolenversion. Leider hat Namco und Sega nicht das maximal Mögliche aus dem Genre herausgeholt, so dass man das Game nur denen uneingeschränkt empfehlen kann die noch nicht im Besitz eines ähnlichen Spiels oder generell den Lightgun-Shootern zugetan sind.
Vampire Night (PS2)
  • Singleplayer
  • 7 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 6/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 6/10 
Pro & Contra
Flottes Gameplay
schneller Einstieg
in Kombination mit GunCon2 erhältlich
Kurze Story und teilweise Pixelflimmern Kommt nicht an "The House of the Dead 2" oder "Time Crisis II" heran
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