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Vampire Night: Der Vampirjäger - Leser-Test von Ultraschall


1 Bilder Vampire Night: Der Vampirjäger - Leser-Test von Ultraschall
Leider gibt es auf der Playstation 2 nicht sehr viele Auswahl, wenn es um gute Lightgun-Shooter geht. Das mag zwar unterschiedliche Gründe haben, aber ich finde diese Tatsache nicht so zufriedenstellend. Zum Glück gibt es einen neuen Vertretter des Generes, der vor kurzem auf dem deutschen Markt herraus kam. Es handelt sich dabei um Namco's edel Ligtgun-Shooter "Vampire Night", der in einem abgedrehten Umfeld verpackt worden ist.

In "Vampire Night" schlüpft ihr in die Rolle zweier Vampirjäger, die nicht, wie üblich, mit Weihwasser, Kreuzen oder Knoblauch ausgerüstet sind. Es hätte auch wenig Sinn gehabt, der Vampirmeute mit einem Holzpflock auf die Pelle zu rücken, da ihr sonst sehr schnell euer kostbares Bildschirmleben als Werwolf-Futter beendet hättet. Vielmehr brauchte es da harte und schnelle Munition, um dem Anstrum von Blutsaugern, die euch Fürst Auguste entgegen schickt, stand zu halten.
Ihr habt nun in diesem Lightgun-Shooter-Spiel, entweder alleine oder zu zweit, die Aufgabe als Vampirjäger nach Snowy Mountain zu ziehen, um dort der lokalen Plage an Vampiren ein Ende zu setzten.
Die Steuerung ist dabei sehr simpel gestrickt, denn hier gehts wircklich nur um Schießen, Nachladen und weiterschießen. Dabei ist der Standartcontroller der Playstation 2 aber kaum zu gebrauchen. Ihr sollte, wenn möglich, eine Lightgun anschliessen, um besser auf eure blutsaugende Gegnerschaft schießen zu können.
Wer natürlich einen Freund mit einer zweiten Lightgun hat, der kann bei "Vampire Night" auch zu zweit auf die Hatz nach Vampiren gehen.
Die automatisch gesteuerte Egoperspektive, die euch durch dunkle Wälder und verwinkelte Schlossgänge führt, bleibt kaum eine Sekunde lang still stehen, um euch eine kleine Pause zu gönnen.
Dabei fühlt man ausserhalb des Bildschirms richtig mit, wie euer furchtloser Held springt, sprintet oder plötzlich eine Kehrtwendung ausführt, um der Gegenerschaft herr zu werden. Euer Blick wandert eigentlich immer in furchtvoller Erwartung umher, um von plötzlichen Angriffen nicht überrascht zu werden. Dabei trägt diese Dynamik eine Menge zu dieser gelungenen Spielautmatenumsetzung bei.
Die Monster selbst kommen aus verschiedenen Richtungen auf euch zu und es ist schon manchesmal unglaublich auf welche abgedrehten Ideen Namco dabei gekommen ist. Es kann dabei passieren, dass sich diese fiesen Biester genau vor euch aus dem Boden graben, oder sich geflügelte Unholde, aus den Lüften herraus, auf euch stürtzen. Die Abwechslung kennt dabei wircklich keine Grenzen und auch die Animationen sind dabei nicht von schlechten Eltern.
Zwischen dem eigentlichen Spiel wird die Story durch ansehnliche Zwischensequenzen unterbrochen, die euch auf Oberschergen des Hauptvampires treffen lassen, die euch dannach in einem Levelentkampf mit verheerenden Spezialangriffen bombardieren.
Da leider jeder Schwachpunkt dieser Gegner von Anfang an bekannt ist, bieten diese Art von Duellen nur eintönige Ballerorgien, indenen es eigentlich nur auf die Ausdauer eures Zeigefingers ankommt.
Leider muss ich hier einwenden, dass die Begegnungen mit den normalen blutgiereigen Gegener zu beginn des Spiels und der verschiedenen Kapiteln wesentlich mehr Spass macht. Zudem habt ihr hier auch die Möglichkeit etliche Durchgänge zu geheimen Passagen des Spiels zu finden.
Diese Abzweigungen verhelfen dem Spiel, dass nur über eine sehr kurze Story verfügt, um den nötigen Wiederspielwert. Zudem verfügt "Vampire Night" noch über eine Art Rollenspielsystem, dass mich an diesem Spiel am meisten gefesselt hat. Hier habt ihr die Möglichkeit im Verlaufe des Spiels Belohnungen zu sammeln, wenn ihr Zusatsaufgaben erledigt habt. Auch das Zerschießen von Objekt, wie Kisten oder Vasen, werfen hier Bonusobjekte ab, die aus magischen Gegenständen oder Silbermünzen bestehen können.
Gegen diese Silbermünzen könnt ihr später Waffen oder Ausrüstungsgegenstände erwerben, die ihr während des Spiels frei durchschalten könnt. Dabei sollte man aber immer darauf achten die richtige Waffe zu benutzen, denn mit einer Schrottflinte ist es nicht gerade passend, einem Dorfbewohner einen Werwolf-Parasiten vom Rücken zu schießen.
Natürlich könnt ihr solche Situationen, wie die mit dem Werwolf-Parasiten, auch im Übungsmodus trainieren, dabei liefert eine Art Galerie die wichtigsten Infos über eure Feinde und über die verschiedenen Orte des Spiels.

Abgesehen von den schlechtgesprochenen Dialogen ist "Vampire Night" wircklich effektvoll und packend dargestellt worden. Auch die Kamerafahrten während des Spiel wurden hervorragend in Sceene gesetzt, denn sie werden begleitet von Schneeflocken, die euch umtanzen und von Blitzen, die vom Himmel herniederfahren.
Soundeffekte und Musik passen hervorragend in dieses Game, ohne auf die Nerven zu gehen.

Fazit:

Da es nicht viele Lightgun-Shooter für die schwarze Perle von Sony gibt, kann man bei Namco's "Vampire Night" bedenkenlos zugreifen. Den einzigen negativen Punkt, den ich gefunden habe, ist die zu kurze Spieldauer. Die Story ist wircklich so fesselnd, dass man das Game bereits nach wenigen Stunden durchgespielt hat.

Negative Aspekte:
zu kurze Spieldauer

Positive Aspekte:
Tolle grafische Effekte

Infos zur Spielzeit:
Ultraschall hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Ultraschall
  • 7.5%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 7.0/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 8/10
    Steuerung: 7/10
    Sound: 8/10
    Atmosphäre: 7/10
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