Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Vagrant Story: Ein echtes Meisterwerk - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Vagrant Story: Ein echtes Meisterwerk - Leser-Test von HALLofGAME
Der Körper ist nichts weiter als das Gefäss der Seele. Die Seele ist der Tyrann und der Körper die Marionette. Aber dem Körper ist das ewige Leben nicht gewährt. Um also nicht zu Staub zu verfallen, muss er sich eines anderen Fleisches bedienen. Aus diesem Grund betrügt, erniedrigt und tötet die Seele.
Willkommen in der Vagrant Story...

Nach einem hervorragenden, leider viel zu kurzen Renderintro startet Ihr als Ashley Lionet in das international hochgelobte, vielleicht spektakulärste Squaresoft-Abenteuer. Ashley ist Riskbreaker der VRF, der Valentia Ritter des Friedens, einer Spezialeinheit für schwierigste Missionen. Nachdem die Mellenkamp-Sekte das Fürstenhaus Bardoba überfallen hat, führt ihn sein Einsatz eben dorthin. Sehr schnell trifft er hier auf Sydney Losstarot, das Oberhaupt des Mellenkamp-Kultes. Ashley schießt dem Verschwörer mit der Armbrust mitten ins Herz. Doch statt zu sterben, jagt dieser einen Drachen auf Ashley und flieht. Nicht ohne den Riskbreaker vorher auf eine verhängnisvolle Spur zu locken. So macht Ashley Lionet sich auf den Weg nach Le Monde, jener sagenumwobenen 2000 jährigen Stadt die nur durch ein gefährliches unterirdisches Labyrinth betreten werden kann, da sie seit einem Vierteljahrhundert versunken ist. Und damit stolpert Ashley, von Erinnerungslücken aus seiner eigenen dunklen Vergangenheit geplagt, hinein in ein Geflecht aus Mord, Verrat und Intrigen, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint.

Doch was erwartet den Spieler auf Ashleys Suche nach der Wahrheit? Eine Art Medievil Gear Solid? Immerhin bewirbt Squaresoft das Spiel offen als Action-Adventure und auch die Fachpresse schwärmte angesichts dieses Gamez von der möglichen Versöhnung von Action-Fans und RPG-Anhängern. In der Tat beginnt das Abenteuer äußerst einsteigerfreundlich, schnell hat auch der unerfahrenste Spieler die ersten der ca. 100 verschiedenen Gegnern besiegt. Ja, das Ganze wirkt sogar ein wenig wie ein Hack'n Slay mit Rätseleinlagen (die sich leider ausschließlich auf relativ simple Kistenverschiebereien beschränken). Doch sehr schnell wird der Action-Adventure gestählten Hau-Drauf-Fraktion dann klar, daß die Zeit der leichten Siege nicht mehr als die Aufwärmphase war. Und zwar die Aufwärmphase zu einem in Wahrheit hochkomplexen Rollenspiel der etwas anderen Art! Zwar gilt es nicht, RPG-like eine Party zu formen und zu entwickeln, dennoch versteckt sich hinterm Hack 'n Slay- Gewand ein wahres Fest für Statistiker: Kombiniert 90 verschiedene "Klingen", das Spektrum reicht vom einfachen Dolch über Ninjaschwert und Dreizack bis hin zur Armbrust, mit mehr als 30 möglichen Griffen und powert das Ganze mit über 45 verschiedenen Edelsteinen auf. Wer hier alle denkbaren Kombinationen ausprobieren will, der kann sich zeitlich schon fast von der PS2 verabschieden und vermutlich nahtlos zur PS3 wechseln! Ganz so weit muß man es ja nicht treiben, angesichts der verschiedensten Attribute der umfangreichen Gegnerschar (Drachen, Ogre, Golems, Orks, Gespenster, Gargoyles, Goblins, bis hin zu irdischen Gegnern wie Soldaten und Rittern) führt aber letztlich kein Weg an der Waffenkunde vorbei. Sie ist vielleicht der wesentlichste Schlüssel zum Sieg! Hinzu kommen noch 50 erlernbare Angriffs-, Heil- und Hilfszauber, 40 Breaktechniken und knapp 30 Kampf- und Verteidigungsabilities mit vielversprechenden Namen wie Lebensfunke und Wundschnerz für deren effektive Anwendung einige Geschicklichkeit gefragt ist.

e_gz_ArticlePage_Default