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VMX Racing: Moto-Cross-Chaos - Leser-Test von pineline


1 Bilder VMX Racing: Moto-Cross-Chaos - Leser-Test von pineline
Jetzt erzähle ich Euch ein bisschen über ein Videospiel aus meinem Lieblingsgenre, nämlich dem der sogenannten Funsportarten. In "VMX Racing" geht es allerdings nicht um Wasserski, Skateboarding, Snowboarding oder ein übliches Rennspiel, sondern um Motocross. Ihr dürft also in diesem Spiel für die Playstation, welches sich einer meiner beiden Brüder 1999 gekauft hatte, auf extrem hügeligen und schlammigen Rennkursen mit Euren Motobikes um die Wette rasen. Insgesamt stehen Euch vier verschiedene Rennställe zur Verfügung, die natürlich über unterschiedliche Motorräder verfügen. Da Ihr anscheinend besonders talentiert zu sein scheint, reißen sich die Ställe um Euch und schließlich macht Ihr Euch mit einem Motobike der 125ccm-Klasse vertraut, ehe Ihr Euch später in die 250er-Klasse wagt. Auf den ersten Blick unterschieden sich die vier Bikes im Hinblick auf das Handling, die Höchstgeschwindigkeit und die Beschleunigung meiner Meinung nach nicht besonders, was sich später auch bestätigte und so konnte es für mich mit dem Team Tsunami dann auch losgehen.

Am Anfang testete ich meine (mehr oder weniger guten) Fahrkünste in den Einzelrennen, doch schon nach sehr kurzer Zeit langweilten mich diese und ich startete den Saisonmodus. Insgesamt sechs Strecken gibt es dann zunächst zu bewältigen und ich ging mit sieben anderen Konkurrenten dann im jeden Rennen gleichzeitig an den Start. Das Ganze wird dann doch deutlich dadurch erschwert, dass es mir nicht möglich war, zwischendurch einmal zu speichern. Mag dies noch ganz okay sein, um auch langfristig zu motivieren, nämlich um konstant gute Leistungen auf allen sechs Rennstecken erbringen zu müssen, war es für mich aber eher nervig, da ich nicht immer Lust und auch nicht die Zeit hatte, alle Kurse hintereinander zu fahren. Das hat mir zwar weniger gefallen, ganz so schlimm fand ich dies aber dann doch nicht, da die Rennlänge mit sechs Kursen ja noch halbwegs überschaubar war.

Auf den gewohnt sehr hügeligen Strecken rast und springt Ihr naturgemäß, was das Zeug hält. Dabei vollbringt Ihr das gesamte Rennen über sehr oft äußerst waghalsige Stunts, die leider öfters nicht gut für mich ausgingen. Was mir auffiel war, dass anscheinend weniger das fahrerische Können auf der Strecke allgemein gefragt war, sondern fast nur das sichere "Stehen" eines solchen riskanten Sprungs. Landet Ihr diesen nämlich nicht sauber, habt Ihr kaum noch eine Chance, ganz vorne zu landen. Das Gleiche gilt für den Fall, dass Ihr ein gegnerisches Motorrad auch nur ganz leicht touchiert, denn dann werdet Ihr fast immer sehr weit zurückgeworfen, die CPU-Fahrer hingegen diese kleinen Zwischenfälle dann doch oft erstaunlich gut wegstecken können. Das hat mir natürlich überhaupt nicht gefallen und ist richtig unfair, was auch zu unvermeidlichen Frustsituationen führte.

Ein gefühlvoller Umgang mit Gas, Bremse und Lenkung sind leider dann doch nicht besonders gefragt, ich hatte mir im Vorfeld gerade hiervon deutlich mehr versprochen. Die Sprünge sehen dabei am Anfang noch halbwegs spektakulär aus, doch schon nach sehr kurzer Zeit, fingen sie an, mich zu langweilen. Die Rennen finden entweder im Stadion statt, wo es sehr eng ist oder in der freien Natur, jedoch boten mir beide Varianten einfach nicht genügend Abwechslung. Zwar gibt es einige Sprungschanzen, große Hügel, 180-Grad-Kurven und raffinierte S-Kombinationen gerade im Stadion, doch etwas mehr reizten mich dann doch die Rennen im Freien, wo es deutlich weniger scharfe Kurven gibt, alles auch etwas überschaubarer ist und auch deutlich mehr Speed erreicht wird. Befindet Ihr Euch gerade nicht auf festem Untergrund, habt Ihr die Möglichkeit, kleine Kunststücke in der Luft zu vollbringen, ich fand diese aber wenig spektakulär und eigentlich sogar sinnlos. Der einzige Sinn liegt dann vielleicht noch darin, sich eine besonders gelungene Passage in der Wiederholung nach dem Rennen anschauen zu können, na gut.

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