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VIP im Gamezone-Test


1 Bilder VIP im Gamezone-Test
Man nehme eine durchschnittliche amerikanische Seifenoper, kombiniere die Schauspieler mit abgeschauten Elementen aus japanischen Rollenspielen und gebe dem Ganzen einen wichtigen Namen, fertig ist ein Game das die Welt nicht braucht. So geschehen mit "V.I.P." nach der gleichnamigen TV-Serie aus dem Hause ubisoft. Vor kurzem erschien dieses Spiel, ziemlich unbeachtet von der Öffentlichkeit, bereits auf der PSOne, wo es wahrscheinlich deswegen nicht besonders negativ auffiel, da man das flache Gameplay auf die in die Jahre gekommene Konsole schieben konnte. Die Portierung auf den PC geschah praktisch 1:1, nicht ein neues Feature wurde hinzugefügt, lediglich die Grafik wird hochauflösender dargestellt.

Doch worum geht es eigentlich in "V.I.P."? Wie in der TV-Serie schlüpfen wir abwechselnd in die Rolle von Pamela Anderson oder ihrer Freundin, welche per Telefonanruf die verschiedensten Aufträge für ihr Detektivbüro entgegennehmen. So beginnt das Spiel mit einer Intro-Sequenz in der ein aufgeregter Doktor um Hilfe ruft, da er von einer Gruppe bewaffneter Männer vor seinem Haus bedroht wird. Da Augenblicklich nur die beiden Damen im Büro anwesend sind und die Sache eilt, entschließen sie sich ihr alleine auf den Grund zu gehen. Kaum aus dem Haus 'raus begegnen uns auch schon die ersten bösen Buben, welche per Quick-Time-Event besiegt werden wollen. In der Praxis bedeutet dies zwei bis vier aufleuchtende Symbole, welche für das Steuerkreuz und die Buttons stehen, die dann möglichst schnell in der richtigen Reihenfolge gedrückt werden wollen. Gelingt uns dies, vermöbelt Pam die Buben mit ihrer Handtasche oder mit Fußtritten, wenn nicht, steckt Pam ein und verliert etwas von ihrer Energie. Das setzt sich eine Weile so fort bis wir zum ersten Schuss-Event kommen, in dem wir einfach per Fadenkreuz die Gegner abzuschießen haben. Dabei kommt es auf genaues Zielen nicht an, einfach ungefähr in die richtige Richtung leuchten, die Kugeln suchen sich ihren Weg von ganz alleine. Nach dieser spannenden Zwischeneinlage folgt wieder ein Quick-Time-Event, auf den wieder ein Schuss-Event folgt, und so weiter und so fort...
Für jede erfolgreiche Aktion bekommt man eine bestimmte Anzahl Punkte gutgeschrieben, mit denen man dann in der Fotogalerie neue Bilder von Pam kaufen kann, oder in der Filmgalerie die Videos die man eh schon im Spiel gesehen hat.

"V.I.P." ist ein durch und durch langweiliges Spiel mit viel zu niedrigem Schwierigkeitsgrad. Es stellt keinerlei Problem dar das Game einfach mal so nebenher zu spielen, während man z.B. Telefoniert oder den PC repariert, denn die Quick-Time-Events lassen einem dermaßen viel Zeit, dass keinerlei Spannung entsteht. Mal ganz davon abgesehen, dass das Prinzip der QTEs, ebenso wie die Galerien, ganz frech geklaut wurden. Auch technisch ist die PC-Version nicht ausgereift. So ließ sich "V.I.P." auf zwei von drei Testinstallationen nach dem ersten Beenden nicht mehr starten und weigerte sich ebenfalls hartnäckig sich wieder deinstallieren zu lassen. Erst nach dem Löschen des gesamten Unterverzeichnisses und einer neuen Installation startete das Game freundlicherweise wieder.
Zusammengefasst kann man also sagen, dass "V.I.P." nicht einmal Fans der Serie zu empfehlen ist, da ubisoft alles daran gesetzt hat wirklich jeden aufkommenden Spielspaß im Keime zu ersticken.

VIP (PC)
  • Singleplayer
  • 3 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 5/10 
    Sound 3/10 
    Steuerung 5/10 
    Gameplay 1/10 
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