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Ultima IX: Ascension - Gebt dem Spiel eine Chance! - Leser-Test von Andy1977


1 Bilder Ultima IX: Ascension - Gebt dem Spiel eine Chance! - Leser-Test von Andy1977
Das wird mein subjektivster Bericht: Ich weiß, dass das Spiel extrem umstritten ist, da Bug verseucht und zur damaligen Zeit nur mit Voodoo-Karten vernünftig spielbar. Insofern hat die Kritik von Gamezone auch recht, das Gamplay dementsprechend abzuwerten.

Ich habe das Spiel damals brandneu gekauft und mit der ersten Patch-Version durchgespielt. Auf einem Pentium II mit 350 Mhz und einer Voodoo 2 Karte und ich habe keine Minute bereut. Mein Traum von einem 3D-Ultima ist wahr geworden und dass es sich um ein Action/Rollenspiel handelt hat mich erst recht nicht gestört.

Kommen wir zu den Fakten: Die Serie brauchte einen Abschluß. Der Guardian, Bösewicht aus den Ultima-Teilen 7-1, 7-2, 8, sowie Ultima Underworld 2, scheint nun Britannia nach und nach zu beherrschen. Während der Abwesenheit des Avatars in Teil 8, stiegen acht riesige Säulen aus der Erde hervor und beeinflußen nun die positiven Tugenden der Menschen auf negative Art und Weise.
Für Nicht-Ultima Kenner: Das Land besteht aus acht Hauptstädten, jede einzelne steht unter dem Zeichen einer Tugend: Ehrlichkeit, Mitleid, Mut, Gerechtigkeit, Selbstaufopferung, Ehre, Geistlichkeit und Demut. All diese Tugenden wurden verkehrt.
Der Avatar, gerade frisch aus Pagan zurück gekehrt (siehe Ultima 8), wird vom Regenten Lord British wieder einmal um Hilfe gebeten. Klar, das der Guardian hinter der Sache steckt. Im Laufe des Spieles lernt man auch den Hintergrund über die Herkunft des Guardians kennen lernen. Hier sei erwähnt, dass dies auch die Storystärke des Spieles ist: Der Abschluß der Serie und die Idee dahinter ist meines Erachtens gelungen (wenn auch recht simpel).

Das Spiel selbst erinnert an eine Mischung aus Ultima 7, Ultima 8 und Zelda: Occarina of Time. Die Spielwelt ist zwar nicht so detailliert und so umfangreich, wie beim glorreichen siebten Teil (der mir übrigens zu kompliziert und zu komplex war, weshalb ich ihn bis heute nicht richtig gespielt habe), ist aber im 3D-Bereich in Punkto Abwechslung ungeschlagen. Das ist auch der größte Pluspunkt des ganzen Spieles: Kein Fleckchen Erde sieht aus wie das andere. Allein die acht Städte sind vollkommen unterschiedlich gestaltet, sowohl vom Aufbau als auch von der Grafik her. Zudem nutzt die Welt den Faktor 3D richtig aus, man hat nie das Gefühl auf einer platten Welt rumzulaufen, die nur in 3D dargestellt wird. Selbst neuere Spielwelten wie in Gothic sind mir zu monoton und zu abwechslungsarm. Weitere Details, wie der Tag/Nacht-Modus, sind ebenfalls eindrucksvoll gestaltet. Es werden sogar die verschiedenen Mond-Phasen berücksichtigt: Nachts ist es sehr finster, wenn kein Mond scheint, während Sie bei Vollmond bestimmt kein Zauberlicht brauchen, um genug sehen zu können. Nur schade, dass man nicht den Tag/Nacht-Rythmus der einzelnen Stadt-Bewohner in einer 3D-Welt realisieren konnte: Die meisten halten sich zu jedem Zeitpunkt am selben Ort auf.

Weiterer Pluspunkt von Ultima 9: Das Dungeon-Design ist hervorragend. Insgesamt gibt es acht Dungeons, jede führt zum Untergrund unter einer der Säulen. Auch hier gleicht kein Dungeon dem anderen, selbst die Herausforderungen oder Rätsel, die zu lösen sind, sind unterschiedlich gewichtet. So gibt es Dungeons, die Labyrinthartig aufgebaut sind, andere freiflächiger mit mehr Gegnern und wieder andere besitzen mehr Schalter-Rätsel. Wohlgemerkt: Rätsel-Niveau und Schwierigkeitsgrad sind nicht besonders hoch, was aber dank des stattlichen Umfanges des Spieles nicht weiter tragisch ist.

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