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USA Raser im Gamezone-Test

Seit den 50ern organisiert ein geheimer Club illegale Rennen quer durch Amerika. Was damals mit einem kleinen Kreis ausgesuchter Fahrer begann, hat sich heute schon fast zu einem Massensport entwickelt. Aus allen Teilen der USA kommen die privaten Fahrer zusammen um sich zu messen, wobei nur die sechs Besten wirklich am Rennen teilnehmen dürfen.

1 Bilder USA Raser im Gamezone-Test

Du bist einer der erlauchten Raser welche die Staaten unsicher machen. Beweise mit fairen und unfairen Mitteln, dass Du Dich behaupten kannst. Wobei Du Dich nicht nur gegen die Konkurrenz durchsetzen musst, sondern auch gegen die Highway-Patrol, welche das wilde Treiben nicht besonders gerne sieht und alles unternimmt um es zu unterbinden.

Damit beherbergt dieses Rennspiel eine schon seit "Need for Speed" bekannte Spielidee ohne jegliche Innovation. Dies ist jedoch nicht abwertend gedacht, denn eine gute Umsetzung einer bekannten Idee ist immer noch besser als eine schlechte Umsetzung zu einer ausgefallenen Idee. Die Rennen gestalten sich immer nach dem gleichen Prinzip: Wir treten gegen drei andere Fahrer an und versuchen als Erster über die Ziellinie zu gelangen indem wir alle auf der Strecke befindlichen Reparatur-, Turbo und Dollar-Icons einsammeln und uns dabei möglichst nicht von den wirklich brutalen Gegnern von der Piste stoßen zu lassen. Kommt es doch zu einem Unfall, wechselt das Game in eine Zeitlupenansicht, damit man alle Einzelheiten genießen kann. Auf die Dauer nervt das allerdings ungemein, schließlich befindet man sich mitten in einem Rennen in dem es auf jede Sekunde ankommt. Diesen Umstand kennen passionierte Rennspieler ja schon aus diversen anderen Games. Hinzu gesellt sich die wirklich unfaire Polizei, welche ohne Rücksicht auf Verluste die Teilnehmer von der Piste rammt und sie am liebsten am Randstreifen festnagelt.
Mit den auf der Piste eingesammelten Dollars können wir nach dem Rennen den Wagen reparieren, Nitro für den Turbo kaufen oder den Tuningshop bemühen, was ziemlich ins Geld geht.

Das Gameplay ist nichts für Weicheier, wenn mir der Ausdruck erlaubt ist. Wer eine niedrig angesiedelte Frustschwelle hat wird sich alle paar Meter über die unfairen Mitstreiter ärgern, die es perfekt beherrschen einem immer gegen die Fahrtrichtung zu drehen. Wirklich hart sind aber erst die Sprüche der Konkurrenz, die einen schon mal als Hurensohn bezeichnen, was sicher nicht jedermanns Sache ist.

Die Pisten haben allesamt mit regulären Strassen nur noch wenig gemein. Meist geht es über Stock und Stein an den lustigsten Schauplätzen vorbei. Da die Strecken oft recht schmal und gespickt mit Hindernissen sind, muss man schon eine gehörige Portion Feingefühl entwickeln um mit der nicht ganz ausgereiften Lenkung auf der Strasse zu bleiben und nicht schon wieder auf dem Dach zu landen.

Die Steuerung und die Physik sind zwar eindeutig der Arcade-Schublade zuzuordnen, sie geben sich allerdings nicht besonders Benutzerfreundlich. Alle Wagen übersteuern extrem und haben sie einmal den Bodenkontakt verloren, was ständig passiert, ist es nur noch schwer möglich sie wieder unter Kontrolle zu bringen.

Die Soundkulisse scheint wett machen zu wollen was die Steuerung nicht erreichte. Neben den vielen Umgebungsgeräuschen sorgt vor allem der jeweils lokale Radiosender für Unterhaltung. Dies geschieht übrigens komplett in Deutsch und stellt alleine schon fast einen Kaufgrund dar, denn das was die Moderatoren da abziehen traut sich kaum ein echter Radiosender. Da werden die Anrufer nach Strich und Faden an der Nase herumgeführt um ihnen dann zur Belohnung den Titel "Idiot des Tages" zu verleihen. Da könnte man manchmal fast vergessen sich mitten in einem Rennen zu befinden.

  • Peter Grubmair"-"
  • "USA Racer" präsentiert sich etwas durchwachsen. Die Steuerung und die Physik hätte ruhig etwas mehr Realitätsnähe vertragen damit die Frustschwelle nicht so tief liegen würde, das Gameplay allerdings und vor allem die Soundkulisse wissen zu begeistern. Die abwechslungsreichen Pisten tragen ihren Teil dazu bei "USA Racer" in die gehobenere Klasse der Funracer zu hieven. Wer also die Geduld mitbringt sich mit der empfindlichen Lenkung anzufreunden, der wird mit diesem Rennspiel seinen Spaß haben.
USA Raser (PS2)
  • Singleplayer
  • 7 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 6/10 
    Gameplay 7/10 
Pro & Contra
Sehr unterschiedliche Strecken
ungemein lustige Radiosender (in deutscher Sprache)
Überempfindliche Lenkung und sehr sprungfreudige Autos
Teilweise extrem markige Sprüche die wohl kaum für 6 jährige Ohren geeignet sind
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