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Toxic Grind im Gamezone-Test


1 Bilder Toxic Grind im Gamezone-Test

Wir schreiben das Jahr 2086 und BMX fahren ist illegal. Doch um die Massen zu unterhalten hat man eine TV-Show aufgezogen, in der die restlichen Biker nicht nur um den Sieg sondern gleich um ihr Leben kämpfen. Nur der Sieger von "Toxic Grind" darf das Areal lebend verlassen, die Anderen bezahlen den höchsten Preis. In der Praxis funktioniert dies anhand einer implantierten Giftspritze, die den Biker langsam aber sicher umbringt. Freilich handelt es sich dabei nur um ein Zeitlimit, und von der erwähnten Show bekommt man im Game selbst nur wenig mit, welches sich auf den ersten Blick gibt wie die bekannten Genrevertreter, trotz der abgefahrenen Hintergrundgeschichte. Es existiert ein Modus genannt "Toxic Grind", hinter dem sich natürlich der Story-Mode versteckt, den Arcade-Mode zum anspielen der freigeschalteten Areale, und den "Pro-Circuit, der sich kaum vom Arcade unterscheidet.

Leider legt das Game in der Praxis eine sehr seltsame Physik an den Tag, die sich keinesfalls mit Tony Hawk, Matt Hoffman oder ähnlichen vergleichen kann. Mit ihr ist es fast unmöglich einen "flüssigen Lauf" hinzulegen, da sich der Biker verhält als wäre er nicht von dieser Welt. Besonders beim Grinden gibt er sich sehr unrealistisch, indem man das Bike gegen alle Gesetze der Schwerkraft bewegen kann, aus dem Stand nach oben Rutschen kann oder selbst mit quer stehendem Rad in der Pipe landen ohne hinzufallen. Dafür stürzt der Biker schon bei kleinen Vorsprüngen über die er einfach drüberrollen sollte. Dazu gesellt sich ein Beschleunigungsverhalten ganz besonderer Sorte, welches immer das Gefühl hinterlässt als würden unsichtbare Schlammpfützen existieren, die den Biker auf wundervolle Wiese abbremsen, obwohl er auf glattem Betonboden fährt. Einige Sekunden später hingegen kann man an gleicher Stelle voll beschleunigen. In einem Satz ausgedrückt: Der Biker macht nicht immer was er eigentlich soll. Dafür funktionieren die diversen Sprünge ganz gut, denn ohne Bodenkontakt scheint sich der Biker ganz normal zu verhalten und die erlernten Moves sind ohne Probleme anzuwenden. Lustigerweise stellt eines der einzusammelnden Goodies einen Magneten dar, der ein balancefreies Grinden ermöglichst, was eigentlich total unnötig ist, denn das Grinden funktioniert so einfach, dass man dafür wirklich keine Hilfe benötigt.

Die grafische Präsentation gibt sich, zur Story passend, recht abgefahren. Die Menüstruktur stellt eine Mischung aus rostigem Blech und rauschendem Fernsehschirm dar, was recht Endzeitmäßig aussieht, dafür sehen die Areale fast etwas zu sauber aus, trotz ihrer teilweise futuristischen Gestaltung. Im Grunde kann man sich auch nicht über die Details beschweren, die eigentlich in Ausreichender Anzahl vorhanden sind, trotzdem wirken die Areale allesamt recht klinisch und künstlich, fast so wie aus einem schlechten Editor entsprungen. Ehrlicherweise muss man aber hinzufügen, dass sie sich trotzdem ganz gut spielen und viele Trickmöglichkeiten bieten.

Die Soundkulisse ist zwar vorhanden, wirkt aber genauso unausgereift wie der ganze Rest des Games. Die Geräusche verdienen kaum einer Erwähnung, so belanglos und flach sind sie realisiert worden, und die rockige Hintergrundmusik schafft es irgendwie auch nicht Begeisterung aufkommen zu lassen. Dafür ist sie Standardmäßig schon so leise eingestellt, dass sie kam jemanden auf die Nerven gehen kann.

Die Steuerung wäre eigentlich ganz gut gelungen, würde der Biker sich auch immer so verhalten wie man es wünscht. So ist "Toxic Grind" aber mitunter recht frustrierend, wenn man eindeutig wegen einem Mangel an der Engine schon wieder eine der Area-Aufgaben nicht erfüllen konnte. Will man tatsächlich mehr sehen als die zwei zu Beginn schon freigeschalteten Areale, darf man sich ganz schon an die Steuerung gewöhnen. Danach ist man wahrscheinlich nicht mehr in der Lage ein anderes Biking-Game zu spielen.

  • Peter Grubmair"-"
  • Wer ein motivierendes Biking-Game sucht sollte sich lieber bei der Konkurrenz umsehen, wie z.B. "Dave Mirra Freestyle BMX 2", denn "Toxic Grind" stellt einen rundherum durchschnittlichen Titel dar, der auch nicht wegen seiner Story begeistern kann, von der man im Game selbst eh kaum etwas mitbekommt. Sicherlich ist auch diese seltsame Physik mit entsprechend Übung in den Griff zu bekommen, die Frage lautet nur, warum man sich das antun soll, wo es doch wesentlich Besseres gibt? Damit kann man den Titel eigentlich nur den Sammlern oder absoluten Sportfreaks empfehlen, die einfach jeden Titel brauchen.
Toxic Grind (XB)
  • Singleplayer
  • 3,7 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 5/10 
    Sound 3/10 
    Steuerung 4/10 
    Gameplay 3/10 
Pro & Contra
Ausreichend viele Areale für längeren Spielspaß
Unausgereifte Physik
steril wirkende Areale
die Story geht im flachen Gameplay unter
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