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Total Immersion Racing: Durchschnittskost - Leser-Test von agony


1 Bilder Total Immersion Racing: Durchschnittskost - Leser-Test von agony
Auf Microsofts X-Box ist bereits eine Vielzahl an Rennsimulationen erhältlich. Total Immersion Racing versucht sich jedoch von der Konkurrenz abzuheben. Denn der Hersteller Racerworks bewirbt besonders die realistische Gegner-Intelligenz. Diese KI soll sich perfekt an menschlichen Gegnern orientieren und lässt so ein besonderes Fahrgefühl entstehen. Auf jede Spieleraktion folgt die passende und originalgetreue KI-Reaktion. Doch ob die virtuelle Gegner-Persönlichkeit dazu beiträgt, den Spielspaß zu erhöhen, soll dieses Spiel erst einmal beweisen.

Im Spielverlauf erhält man die Möglichkeit, insgesamt 18 Fahrzeuge steuern zu dürfen. Vom BMW M3 GTR über McLaren F1 GTR, Lister Storm, Audi R8 bis hin zum Bentley EXP Speed8 oder Vemac 320R stehen zu Beginn aber nicht alle Fahrzeuge zur Verfügung. Erst später darf man diese frei spielen, was für ein Autorennspiel nicht unüblich ist. Für fleißige Spieler ist es natürlich motivierend, da dann alle GT-Wagen zum Fahren bereit stehen.

Die 12 umfangreichen und nach originalen Vorbildern erstellten Rennstrecken bieten ausreichend Abwechslung, um zumindest theoretisch auch längere Zeit nicht ein und dieselbe Strecke befahren zu müssen. In drei Fahrzeugklassen darf man in z. B. Hockenheim, Monza, Silverstone oder Sebring auf das Gaspedal treten.

Im Hauptmenü hat man die Qual der Wahl. Ob man ein Einzelrennen, ein Zeitrennen eine Meisterschaft oder einen Mehrspielermodus wünscht, ist dabei natürlich dem Spieler überlassen. Die drei Schwierigkeitsgrade geben die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten gerecht einzuschätzen.
Hat man sich nun für ein Rennteam entschieden, kann es losgehen. Ist man im Verlauf erfolgreich, sammelt man Punkte, mit denen man z. B. neue Wagen zur Verfügung gestellt bekommt. Der Erfolg zeigt, ob man in der Weltrangliste stets einen Platz gewinnt und man irgendwann der Sieger sein wird.

Der Anfang ist schwer. Denn beginnt man mit einer niedrigen Rennwagenklasse, so bemerkt man schnell, dass man meist einen verdammt langsamen Wagen steuern muss. Erst nach Aufstieg in die nächsthöhere Klasse wird dem Spieler die Möglichkeit geboten, auch schnellere Wagen fahren zu dürfen.

Nach den ersten Runden fällt die besondere Gegner-KI auf. So sehen die Gegner im wahrsten Sinne des Wortes rot und können teilweise recht aggressiv reagieren. Doch auch ungewöhnlich abwechslungsreiche Handlungen können gefallen. So überholen sie, wenn sie es für richtig erachten oder fahren gelassener, wenn sie einen großen Vorsprung besitzen. Das eigene Fahrverhalten und die Benachteiligung der Gegner ist nicht unwichtig. So scheint sich die KI das schlechte Benehmen des Spielers zu merken und antwortet eventuell auch im weiteren Verlauf des Spieles darauf. Diese Idee ist durchaus motivierend und ungewöhnlich neu. So beobachtet man z. B. die Aggressionsanzeige der Gegner und überlegt, ob man gerade jetzt wirklich überholen sollte.


Grafik:

Einige Konkurrenztitel haben bewiesen, dass eindrucksvolle Grafik heutzutage dazu beiträgt, den Spieler zu fesseln. Bei Total Immersion Racing ist man aber bereits zu Beginn etwas enttäuscht. Das komplett fehlende Schadensmodell stört ungemein, welches doch etwas den Spielspaß trübt. Zwar können die dezenten Licht-und Reflexionseffekte gefallen, aber wirken für X-Box-Verhältnisse zu unspektakulär. Gelegentliche Popups und andere Unverständlichkeiten wie z. B. Bildflackern müssen nicht unbedingt sein. Zumindest absolut konstante Bildraten werden dem Spieler geboten, auch wenn sich 18 Fahrzeuge gleichzeitig auf dem Bildschirm tummeln, bemerkt man keine Slowdowns. Nett anzusehen sind auch die Regentropfen, die auf den Fensterscheiben zerplatzen. Racerworks hätte sich mit grafischen Details mehr beschäftigen müssen, dem Gameplay hätte es sicherlich nicht geschadet. Die Strecken sind zwar relativ umfangreich gestaltet und wirken besser als auf der PS2-Version, doch reicht dies nicht aus, um den Spieler zu faszinieren.


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