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Top Gun - Combat Zones im Gamezone-Test

Sicher könnt ihr euch noch an Tom Cruise erinnern, wie er in heroischer Weise mit seiner amerikanischen Tomcat die freie Welt verteidigt, oder so ähnlich. Schon damals wurde die Top-Gun Lizenz in einem 8Bit-Game umgesetzt, noch in Vektorgrafik und mit gar üblem Gameplay.

1 Bilder Top Gun - Combat Zones im Gamezone-Test

Inzwischen sind fast 20 Jahre ins Land gegangen, die Konflikte aus Top-Gun gehören schon längst der Vergangenheit an und auch in der Flugzeugtechnik hat sich inzwischen einiges getan. Trotz alledem hat man sich bei Titus dazu durchgerungen den alten Schinken noch einmal aus der Versenkung zu holen und neu aufzulegen.

Um es gleich vorwegzunehmen, bis auf den Titel selbst und die Flugzeuge scheint dieses Game absolut keinen Bezug zum Film zu haben. Weder die originale Titelmelodie begegnet uns im Game, die Synchronstimmen gehören irgendjemanden aber nicht den bekannten Schauspielern und die Einsätze sind, wenn man es gut meint, etwas an den Film angelehnt. Trotzdem handelt es sich dabei um einen gut gelungenen Titel der alles bietet was man von ihm erwartet. Um allerdings erst einmal voll ins Geschehen einsteigen zu können, müssen wir eine Flugschule absolvieren, die erst die richtigen Missionen freischaltet. Schon dort merkt man den relativ hoch angesiedelten Schwierigkeitsgrad, denn die Waffensysteme möglichst sparsam und effektiv einzusetzen ist nicht so leicht wie es sich anhört. Das die ersten "richtigen" Einsätze plötzlich wieder wesentlich leichter sind als die Flugschule, nimmt man gerne als gegeben hin und freut sich zwecks des Weiterkommens. Um es trotzdem auch den Newbies nicht zu schwer zu machen, kann man die Steuerung auf "Leicht" schalten, was zwar einige Manöver wie den Looping oder die Rolle unmöglich macht, aber dafür mit wesentlich gutmütigerem Flugverhalten belohnt.
Zur Motivationssteigerung werden im Laufe des Games weitere Flugzeuge freigeschaltet, selbstverständlich alle mit ihren speziellen Eigenschaften und ganz eigenem Handling sowie verschieden großem Fassungsvermögen für die diversen Waffensysteme.

Die Grafik erreicht mittleres PS2-Niveau und zeigt nicht unbedingt welche Power in dieser Konsole steckt. Außerhalb der Missionsziele sind die Welten meist flach und immer gleich texturiert. Die Zielobjekte hingegen bestehen aus richtigen 3D-Models, die aus der Luft noch ganz angenehm aussehen, von Nahem allerdings ihren einfachen Charakter offenbaren. So kann man es noch hinnehmen, dass ein Tank lediglich aus einer runden Dose mit Aufschrift besteht, das aber die Panzer oder Flugabwehrgeschütze ähnlich ärmlich erstellt wurden, zieht die grafische Wertung natürlich entsprechend nach Unten. Positiv muss man ihr zugute halten, dass das gesamte Geschehen recht flott und ohne Geschwindigkeitseinbruch über den Schirm flimmert.

Die Steuerung ist in beiden verfügbaren Modi sehr gut gelungen, egal ob man die "Leichte" für die Newbies oder die "Normale" wählt, immer spricht sie schnell an und führt auch zum gewünschten Ziel. Zusätzlich kann man sie umkonfigurieren, ja nachdem ob man den Nachbrenner lieber mit den Schultertasten oder dem rechten Stick steuert, die jeweils frei werdende Option wird daraufhin mit dem Seitenruder belegt. Zum Bedienen der Waffensysteme benötigt man die vier Aktionsknöpfe, mit denen man die Primäre (MG) und die Sekundäre (Rakete) Waffe abfeuern kann, die Waffensysteme wechseln sowie die Zielautomatik der Fernlenkraketen auf das nächste Ziel zu schalten. So bleibt nur noch eine Schultertaste übrig, auf die man das Ausweichmanöver gelegt hat, um anfliegenden Raketen zu entkommen. Allerdings konnte ich nicht feststellen ob irgendwann im Spiel auch Täuschkörper zum Einsatz kommen, was wahrscheinlich nicht der Fall ist, da sie weder in der Flugschule noch im Handbuch erwähnt werden.

Das Gameplay gestaltet sich so wie schon aus ähnlichen Titeln bekannt. Vor jedem Einsatz steht das Briefing in dem die Einsatzziele erläutert werden. Dort geht es immer darum, ein oder mehrere Feindziele am Boden oder in der Luft zu zerstören oder eben eigene Einheiten zu schützen. Meist sind die Missionen dabei in mehrere Abschnitte unterteilt, von denen der Nächste immer erst dann zugänglich wird wenn wir die Vorbedingungen erfüllt haben. Über die Anzahl der Missionen kann man sich dabei nicht beschweren, noch dazu wo sie weder kurz noch besonders leicht sind.

Die Soundkulisse enttäuscht in erster Linie wegen dem totalen fehlen bekannter Melodien, die man von einem Titel mit solch einem Namen erwartet hätte. Ersatzweise bekommt man belanglosen Rock geboten der im allgemeinen Kampfgetümmel schon mal untergeht. Besser gelungen ist die Geräuschkulisse, die mit einem scharfen Nachbrenner, spezifischen Raketengeräuschen und einem hämmernden Maschinengewehr daherkommt. Im Ganzen gesehen also auch für den Ton nur eine durchschnittliche Wertung.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Top Gun" ist ein gut gelungenes Game mit angenehmen Umfang und forderndem Gameplay, welches sich allerdings immer wieder wiederholt und grafisch keine Berge versetzen kann. Leider scheint der Name "Top Gun" nur benutzt worden zu sein um das Produkt attraktiver zu gestalten, denn das Game selbst hat überhaupt nichts mit dem bekannten Namen zu tun. Auch die Story nimmt keinerlei Bezug auf Begebenheiten aus dem Film oder deren Darsteller. Er scheint wirklich nur als Aufhänger benutzt worden zu sein. Trotzdem kann man das Game als gelungen bezeichnen und Anhänger diverser Flugspiele werden sicher trotzdem ihren Spaß daran haben.
Top Gun - Combat Zones (PS2)
  • Singleplayer
  • 6,5 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 6/10 
    Sound 5/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 7/10 
Pro & Contra
Viele Missionen
gelungene Steuerung.
Kein Bezug zum "Top Gun" Film, nicht einmal die originale Titelmelodie
Lizenz langsam doch etwas angestaubt.
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