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Tomb Raider: The Prophecy im Gamezone-Test


1 Bilder Tomb Raider: The Prophecy im Gamezone-Test

Noch bevor der groß angekündigte sechste Teil der Tomb Raider Saga für den PC und die Playstation2 erscheint können wir uns mit Nintendos Handheld die Wartezeit verkürzen. Mit dem Titel "Tomb Raider - The Prophecy" nämlich dürfen wir bereits ein weiteres Abenteuer mit Lara Croft erleben. Dabei ist es Core-Design wirklich gelungen das Action-Adventure gut spielbar auf die kleine Maschine zu portieren.

Das Spiel präsentiert sich in einer pseudo 3D-Ansicht, welche uns das Geschehen von schräg Oben zeigt aus immer demselben Winkel. Im Mittelpunkt des Schirms befindet sich immer unsere Hauptdarstellerin während der Untergrund in entsprechende Richtung scrollt. Wie zu erwarten ist Lara in der Lage in alle Richtungen zu springen, sich an Seilen oder Felskanten entlang zuhangeln sowie ihre Waffen zu benutzen. Einzusammeln gibt es diverse Medipacks, Waffenupdates und die ganz wichtigen Schlüssel.

Das Gameplay besteht im Grunde immer aus dem gleichen Mechanismus, nämlich den nächsten Schlüssel zu finden um die nächste Türe öffnen zu können. Dazwischen gibt es ab und zu auch andere Gegenstände an ihren vorbestimmten Ort zu bringen. Worin allerdings genau die Lösung jedes Levels besteht, das herauszufinden ist die Aufgabe des Spielers. Dazwischen hat sich Lara mit den wilden Wölfen herumzuschlagen, die der Abenteurerin schneller den Garaus machen als man glauben mag, und sich die kurz eingeblendeten Lösungswege zu merken, die beim erreichen bestimmter Stellen abgefahren werden und dem Spieler bei der Orientierung helfen sollen. Wie bei den bisherigen Tomb Raider Spielen muss man ebenfalls immer ein Auge auf die Gesundheitsanzeige haben, denn sinkt sie in den Keller, stirbt Lara. Ebenso schnell geht es bei einem zu weiten Sprung, der Lara sofort das Leben kostet und den Spieler zwingt den Level von Vorne zu beginnen. Speicherpunkte oder Ähnliches gibt es nicht, dafür erhält man am Ende jedes Levels ein Passwort. Diese aber sind so einfach gehalten, dass man sie sich nicht zu notieren braucht. Noch dazu merkt sich das Programm das letzte Passwort, so dass man jederzeit einen neuen Versuch starten kann ebenfalls ohne sich das PW zu merken. Lediglich nach dem Ausschalten des GBA ist das PW einzutippen.

Die gebotene Grafik gibt sich ebenfalls leicht monoton, so wie das Gameplay. Oft sieht eine Wand der Katakomben aus wie die andere und auch die Farbunterschiede zwischen Wand und Boden sind auf dem Display nur schwer zu unterscheiden, so dass man schon ab und zu die arme Lara ins Leere laufen lässt. Besonders in den späteren Level, welche im Umfang bestätig zunehmen, besteht schon die Gefahr sich gerne zu verlaufen und unnötige Wege zurückzulegen. Wahre Lara-Fans kann das natürlich nicht abschrecken, macht es doch einen Teil des typischen Tomb Raider Feelings aus, ungeübtere Spieler kann dies allerdings schon etwas frustrieren. Um dem entgegenzuwirken gibt sich das Game aber viel Mühe den Spieler nicht im Regen stehen zu lassen, indem vorgefertigte Kamerafahrten den weiteren Weg anzeigen oder versteckte Medipacks angezeigt werden.

Die Soundkulisse steht dem ganzen Game etwas nach, besonders deswegen weil im ganzen Spiel keine Musik verwendet wird, außer im Startmenü. Während des Games hört man meist ein leises Säuseln im Hintergrund, Laras freches "Hepp" beim Überklettern einer Kante sowie dem Jaulen der Wölfe wenn sie von Lara niedergestreckt werden. Dazu gesellen sich noch diverse Umweltgeräusche, wie das kratzen sich öffnender Steintüren oder das zischen der Feuerfallen. Trotz der fehlenden Musik erkennt man schon an den Geräuschen mit welchem Game man es zu tun hat, besonders Lara's Stimme besitzt natürlich einen unglaublichen Wiedererkennungswert.

  • Peter Grubmair"-"
  • Auch wenn sich das Game etwas Monoton gibt, da man doch die meiste Zeit damit beschäftigt ist den nächsten Schlüssel oder Schalter zu suchen, macht es erstaunlich viel Spaß zu spielen. Schon alleine der Fakt, dass man Lara in der Hosentasche in die U-Bahn mitnehmen kann, ist etwas Besonderes. Durch die immer größer werdenden Areale steigt auch der Schwierigkeitsgrad bestätig an, so dass auch geübtere Spieler gefordert werden ohne die Gelegenheitsspieler zu verprellen. Denn Lara erlaubt wie eh und je ein schnelles Spiel genauso wie ein langsames Vorantasten, was ein Indiz für die gute Umsetzung des Spielprinzips ist. Auch beinhaltet das Game erwartungsgemäß viele und große Level, so dass man schon einiges an Zeit investieren muss bis man das Ende der Geschichte erleben darf. Dieses bleibt einem dann allerdings umso tiefer in Erinnerung.
Tomb Raider: The Prophecy (GBA)
  • Singleplayer
  • 7,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 8/10 
Pro & Contra
Spielprinzip wunderbar auf den Handheld übertragen
angenehm lange Spielzeit
Mitunter etwas monotones Gameplay
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