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Tomb Raider 3: Adventures of Lara Croft - Endlich wieder überzeugend - Leser-Test von CharLu


1 Bilder Tomb Raider 3: Adventures of Lara Croft - Endlich wieder überzeugend - Leser-Test von CharLu
Jahrmillionen ist es her, das ein großer Meteorit in der Antarktis einschlug ... Damals noch eine warme Klimazone. Im Laufe der Evolution entdeckte ein Stamm Polynesier dieses Gebiet für sich und vor allem verehrten sie den Krater, den der Meteorit geschaffen hatte, denn von ihm gingen unerklärliche Kräfte aus. Letztlich sorgten aber Katastrophen dafür, das die Menschen flüchten mussten und das Leben erstarb.
Heute wird das Gebiet erneut erforscht... von einer Firma namens „RX-Tech“. Ungewöhnliche Messergebnisse aus dem Bereich des Kraters haben das Interesse der Geologen geweckt. Darüber hinaus wird eine Leiche entdeckt! Es ist die Leiche eines Matrosen, bei dem sich heraus stellt, dass er zur Besatzung der „Beagle“ gehörte; dem Forschungsschiff, mit dem einst Charles Darwin um die Weltmeere segelte. Außerdem barg man ein Tagebuch, was seitens der Forschungsgesellschaft mit großen Interesse gelesen wurde. Man beginnt, die Fahrten und Missionen des Darwin zu verfolgen, und die beschränken sich nicht nur auf die Arktis, sondern um den ganzen Erdball ...
Und hier kommt die Heldin Lara Croft ins Spiel, in ihrem neuen Abenteuer „Tomb Raider 3 – Adventures of Lara Croft“. Zu Beginn des Spiels befindet sich Lara in Indien und sucht nach einem sagenumwobenen Infada-Artefakt. Ohne das Lara die Herkunft dieses Artefakts kennt, weiß sie doch, das es eine große Macht besitzen soll und schon lange verehrt wird. Sehr schnell findet sie heraus, das sie ihr Weg in neue Abenteuer und Entdeckungen führen wird, die letztlich in der Arktis enden werden, dem Ursprung des Artefakts, das sie in Indien gefunden hat. Bis sie allerdings in die Arktis gelangt, heißt es erst einmal wieder die Welt bereisen. Hier zeigt sich gleich eine – wie ich finde – gute Neuerung! Nachdem die Level in Indien abgeschlossen sind, kann Lara „frei wählen“, an welcher Stätte sie beginnt ihrem Ziel ein Stück näher zu kommen! Dargestellt wird diese Auswahlmöglichkeit in Form einer Weltkugel! Zu den Auswahlmöglichkeiten gehören u.a. die Stadt London, eine Insel im Pazifik oder aber die Wüste Nevada mit ihrer geheimen Militärbasis „Area 51“. Man sollte jetzt aber nicht davon ausgehen, daß die o.g. Beispiele einzelne Level sind. Vielmehr handelt es sich hierbei um die Hauptbereiche, die sich dann entsprechend gliedern.
Was die Aufgaben von Lara betrifft, so begegnet einem hier wieder das bereits bekannte Spielprinzip! Dennoch hat man einige gute Neuerungen eingefügt, die dem Gameplay zu Gute kommen. Die bekannten Bewegungen, die Lara in Teil 1 und 2 ausführen konnte, wurden erweitert und stellen sich als sehr hilfreich dar. Mittlerweile hat sie gelernt zu kriechen, einen Schnellspurt (für brenzlige Situationen) einzulegen oder aber sich über Eck zu hangeln. Auch hat man die Möglichkeit, sich mit fahrbaren Untersätzen fortzubewegen, erweitert. In Teil 2 waren die Strecken noch vorgegeben – gewissermaßen –, nun kann sie sich z.B. mit einem Quad Bike oder aber dem Unterwasserjet frei bewegen und das Gefährt so lange benutzen, wie es einem selbst notwendig erscheint. Ansprechen sollte man auch ihr „Waffenarsenal“, welches man gleichfalls erweitert hat. Neben den üblichen Schussgeräten (Pistolen, Pumpgun, usw.) stehen ihr jetzt auch eine Panzerfaust, die Desert Eagle oder ein Raketenwerfer zur Verfügung. Das großzügig Waffenarsenal wird Lara auch dieses Mal wieder mehr als nur brauchen. Gegner stehen an der Tagesordnung und stellen sich vilefältig dar! Angefangen von kreisenden Adlern und bösartig zischenden Klapperschlagen in der Wüste, über Ganoven in England, bis hin zu Haien, die ihr in der Unterwassermission begegnen. Und natürlich wird sie den zu Beginn genannten Herrschaften der Firma RX-Tech in der Arktis begegnen, die sich - wie man sich denken kann - nicht über ihr Eintreffen freuen.
Eine nette Abwechslung, die man im dritten Teil eingefügt hat: Lara wechselt ihre Gaderobe - je nach Anforderung und Aufenthaltsort! So schlüpft sie für die Unterwasserwelt in ein Swim-Suit oder aber aber sie trägt für die Londoner Erforschung einen schwarzen Catsuite - eben ja nicht auffallen. Logisch dann natürlich auch, das sie sich entsprechend "einmottet", wenn sie die Arktis besucht.
Darüber hinaus ist man dem doch bewährten Prinzip der Rätsel treu geblieben! So hat Lara z.B. leider das Pech "in der Wüste Nevade gefangen genommen zu werden" und hat nur die Chance zu flüchten, wenn sie sich Freunde im Gefängnis sucht! Somit ist eher Taktik und dann auch Schnelligkeit gefragt ...
Natürlich bedient sich Tomb Raider 3 in Sachen einzusammelnder Goodies nach bekanntem Schema! Medi-Packs, Munition oder auch Magnesiumfackeln werden ausreichend gefunden.
Interessant bei diesem dritten Teil (mein Empfinden): man hat wieder "mehr Wert" auf Sprungkombinationen gelegt hat. Allein in der Wüste wäre sie ohne ihre Sprungfähigkeit aufgeschmissen... Aber nicht nur dies: nur in weiterer Kombination mit den neuen Fähigkeiten ist sie wirklich in der Lage, jedes Hinderniss zu überwinden. Ein gutes Augenmaß und Timing sind hier gute Helfer...
Aber nicht nur die neuen spielerischen Möglichkeiten fallen einem ins Auge, auch die Grafik! Endlich – so schien es - hatte man sich bei Core Design Gedanken gemacht und die Grafik überarbeitet! Das Flimmern wurde reduziert und die Gesamtdarstellung zeigt sich weniger „pixelig“. Mir persönlich angenehm aufgefallen ist die Tatsache, das Lara nicht mehr in jedem Felsblock ihren Kopf rein stecken kann ;). Außerdem hat man wieder wert auf Licht- und Schattenspiele gelegt, sowie eine doch recht realistisch gelungene Wasserdarstellung hin bekommen oder aber sich verändernde Wetterbedingungen berücksichtig. Toll gelungen ist auch die Nachtdarstellung der Stadt London.. oder aber auch die Wüste Nevadas mit ihrem Hitzeflimmern.
Erwähnen sollte man auch die wieder toll gelungene Musikhinterlegung! Auch im dritten Teil gibt es viele Stellen, an denen der Sound hinweisgebend ist .. oder aber als Untermalung für spannende, informative oder einfach nur schöne Zwischensequenzen dient. Und gesamt gesehen ist er einfach nur ein Ohrenschmaus!
Abschließend bleibt noch zu sagen, daß man das Speicherprinzip aus dem zweiten Teil beibehalten hat. An jeder beliebigen Stelle kann abgespeichert werden, so daß schwierige Passagen nicht wirklich zum Frust werden.

Mein Fazit: Meiner Meinung nach konnte Tomb Raider 3 das erfüllen, was man sich eigentlich schon für den 2.ten Teil gewünscht hatte. Die Grafik als auch das Gameplay wurden meines Erachtens erheblich verbessert. Darüber hinaus hat man sich auch Gedanken über den Schwierigkeitsgrad gemacht und diesen – gegenüber dem 2.ten Teil – wieder „normalisiert“. Es gibt zwar nach wie vor kackige Rätsel und widerspenstige Gegner, aber alles in allem machbar und zwar ohne Frustfaktor. Tomb Raider 3 gehört zu den Games, die ich guten Gewissens empfehlen kann und die einen auch eine ganze Weile beschäftigen werden :)... Und wer ohnehin schon die ersten beiden Teile hat, sollte seine Sammlung mit Teil 3 in jedem Fall erweitern!!

Negative Aspekte:
eigentlich nichts :)

Positive Aspekte:
überarbeitete Grafik, gutes Gameplay

Infos zur Spielzeit:
CharLu hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    CharLu
  • 8.8%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 8/10
    Steuerung: 9/10
    Sound: 9/10
    Atmosphäre: 9/10
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