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Tom Clancy's Splinter Cell: Konkurrenz für Solid Snake - Leser-Test von buckshot


1 Bilder Tom Clancy's Splinter Cell: Konkurrenz für Solid Snake - Leser-Test von buckshot
Mit jeder Menge Vorschußlorbeeren bedacht, erscheint Ubi Softs Antwort auf Metal Gear Solid Ende November nun endlich für die Xbox. Basierend auf der Grundlage der Tom Clancy Romane, schlüpft der Spieler in die Rolle des Stealth-Action Helden Sam Fisher um dem internationalen Terrorismus den Kampf anzusagen.

Der Geheimdienstagent aus der amerikanischen NSA-Unterorganisation "Third Echolon" ist darauf trainiert und spezialisiert in politisch besonders brisanten Operationen zum Einsatz zu kommen. Als virtueller Topspion erhält man Zugang zur höchsten Kommandoebene nationaler Sicherheit, die es den verdeckt arbeitenden Agenten erlaubt alles zu tun, was dem Schutz des Landes dienlich ist. Insgesamt 14, durchwegs abwechslungsreiche, Missionen führen Sam Fisher von Georgien bis nach Birma an so gut wie jeden Konfliktherd der Erde. Doch Splinter Cell ist nichts für skrupellose Rambotypen mit nervösem Finger am Abzug. Vielmehr kommt es beim infiltrieren von Hochsicherheitstrakten, Geiselbefreiungen, Sabotageaktionen und Zerschlagen von terroristischen Organisationen auf eine Menge Hirnschmalz an. Um die Aufträge möglichst unerkannt durchführen zu können steht dem Spieler ein breites Repertoire an High Tech Ausrüstung zu Verfügung. Vom Nachtsichtgerät über lasergesteuerte Richtmikrofone bis hin zu Infrarotbrillen oder Elektroschockern greifen die Entwickler tief in die Trickkiste. Beim Anblick des multifunktionalen FN 2000 Sturmgewehrs dürfte selbst James Bond vor Neid erblassen. Neben tödlichen Projektilen lässt sich die Waffe alternativ auch mit Betäubungsmunition oder sogar Mini Überwachungskameras bestücken, die an Wände geschossen weit entfernte Bereiche überwachen können. Dank der verblüffend realistisch programmierten künstlichen Intelligenz der Computergegner will jede Aktion vorab genauestens überlegt sein. Je leiser und unauffälliger man sich bewegt desto größer die Chance das Missionsziel unbeschadet zu erreichen. Das rechts unten am Bildschirm eingeblendete Stealth Meter gibt stets Aufschluss darüber wie geschickt Sam Fisher gerade agiert. Tritt der Agent versehentlich auf Glasscherben oder verrät er sich durch einen Schattenwurf, schlägt die feindliche Übermacht umgehend Alarm. Unterschiedliche Lösungswege im Missionsdesign sorgen für reichlich Langzeitmotivation, fest vorgegebene Strategien gibt es nicht. Im Gegenteil man darf seiner taktischen Experimentierfreude freien Lauf lassen. Die reichlich komplexe Steuerung beinhaltet zwar eine Vielzahl von Aktionsmöglichkeiten, verlangt dafür aber auch reichlich Eingewöhnungszeit und Übung ab, bis sie in Fleisch und Blut übergehen mag. Wobei erwähnt sei, dass der Schwierigkeitsgrad insgesamt äußerst happig gewählt wurde. Bis die apokalyptische Bedrohung von der Erde abgewendet werden kann, gehen gut und gerne 30 Spielstunden ins Land. Doch ist man von Splinter Cell erst mal in den Bann gezogen, fällt es doppelt so schwer das Joypad wieder bei Seite zu legen. Grund dafür sicherlich nicht zuletzt die filmreife Spielgrafik. Basierend auf der aktuellen Unreal-Engine bewegen sich Pflanzen, Jalousien oder Fahnen absolut realistisch im Luftzug. Lichtquellen sorgen für grandiose Schattenwürfe die direkten Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen. Trotz dem immensen Optikoverkill läuft das Geschehen stets flüssig mit 30 Bildern pro Sekunde und leistet sich keinerlei Ruckeleinlagen oder Popups. Darf sich Splinter Cell nun als der Metal Gear Solid Killer feiern lassen? Gewiss hat das Spiel einige Ähnlichkeiten mit Konami's Megahit, genauer betrachtet kann man die Titel aber nicht wirklich miteinander vergleichen. Dafür sind Atmosphäre, Spielgeschehen und Realitätsgrad zu unterschiedlich. Auf jeden Fall gelingt Ubi Soft mit diesem Spionagethriller ein ganz großer Wurf, wie ihn sich Microsoft im Hinblick für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft, nicht besser hätte wünschen können. Splinter Cell hat definitiv das Zeug zum Systemseller, während GameCube und Playstation 2 Agenten auf eine Umsetzungen leider noch bis 2003 warten müssen.

Negative Aspekte:
so gut wie nix

Positive Aspekte:
Grafik, Realismus

Infos zur Spielzeit:
buckshot hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    buckshot
  • 8.5%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 9.3/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 9/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 8/10
    Atmosphäre: 9/10
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