Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Tokyo Highway Challenge 2: Nicht für jedermann - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Tokyo Highway Challenge 2: Nicht für jedermann - Leser-Test von HALLofGAME
Nachts über die Tokioter Stadtautobahn rasen und einen Gegner nach dem anderen versägen: Was japanische Zocker derart verzückt, dass sie keinen Gedanken an die eklatante Streckenarmut eines Tokio Highway Challenge verschwenden, hat es hierzulande schwer.

Kein Wunder also, dass dieser Titel eines der ersten DC-Games war, dass regelmässig per Sonderangebot verramscht wurde. Jetzt wagt sich Entwickler Genki ein zweites Mal auf die Piste. Hat der ungewöhnliche Racer diesmal genug unter der Haube, um die hiesigen Käufer zu überzeugen?

Herzstück von "Tokyo Highway Challenge 2" ist auch diesmal wieder der sogenannte Quest Mode. Daneben finden sich im Menü noch Quick Race, Time Attack, Free Run und die Rubrik Website. Diese dürft Ihr allerdings sofort wieder vergessen, was in unserer Testversion noch so vielversprechend aussah, findet leider schon im Booklet der Verkaufsversion gar keine Erwähnung mehr!

In der Quest startet Ihr als Nobody und versucht Euch in illegalen Strassenrennen im wahrsten Sinne des Wortes einen Namen zu machen (der wird Euch nämlich immer wieder neu von der Konkurrenz gegeben). Doch kein Rennen ohne fahrbaren Untersatz und so haben die Entwickler von Genki vor das Rennvergnügen erstmal den Autokauf gesetzt. Und der ist ernüchternd! Denn mehr als 15000 Credits gestehen die Entwickler einem Nobody nicht zu und das ist fast so, als spendiert Euch Eure Oma zu Weihnachten coole dreissig Mark zum Videospielekauf! Im Klartext: Für solche Summen gibts fast nur Schrott!

So teilt sich der Wagenpark von THC2 in drei verschiedene Klassen, A, B und C und bevor Ihr mal einen Flitzer der Katogorie A in die Finger bekommt, vergeht viel, sehr viel Zeit. Da stört es auch nicht, dass von den weit über hundert theoretisch erwerbbaren Fahrzeugen zu Beginn keine zwei Dutzend zur Verfügung stehen. Die übrigen Wagen müssen erst durch Rennsiege einer nach dem anderen freigeschaltet werden. Wie gehabt versorgen Euch Siege darüberhinaus auch mit dem nötigen Kleingeld für Eure zukünftigen Einkäufe.

"Kleingeld" darf man hier übrigens getrost wörtlich nehmen, denn angesichts hoher Preise und niedriger Siegprämien kommt lange Zeit kein Zweitwagenkauf (obwohl Altfahrzeuge auch zu Geld gemacht werden dürfen), sondern lediglich der Griff ins Tuning Regal in Frage. Das ist allerdings prall gefüllt, denn Tuning Parts gibts reichlich. Vom Motortuning über die Aerodynamik bis hin zur Gewichtsreduktion dürfen alle Register gezogen werden, damit Ihr auf der Piste nicht den Anschluss verliert, das Ganze natürlich meist in mehreren kostspieligen Ausbaustufen.

Wer den Vorgänger kennt, weiss was spielerisch folgt: Ihr cruised mit Eurer mehr oder weniger aufgebohrten Karre über die nächtliche Stadtautobahn und sucht Euch mit Hilfe einer kleinen, links unten eingeblendeten Streckenkarte Eure potentiellen Opfer aus. In Reichweite blinkt Ihr sie nun an und fordert sie damit zum Duell auf. Handelt es sich nicht gerade um den Boss einer Gang, deren Mitglieder Ihr noch nicht besiegt habt und seid Ihr auch nicht unwürdig schwach motorisiert, dann werden sich die so provozierten Fahrer (über 300) üblicherweise kein zweites Mal zum Tanz bitten lassen.

e_gz_ArticlePage_Default