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Tiger Woods PGA Tour 2002 im Gamezone-Test


1 Bilder Tiger Woods PGA Tour 2002 im Gamezone-Test

Tiger Woods ist in der Welt des Golf kein Unbekannter mehr. Wäre es anders, gäbe es wohl keine Golfsimulation mit seinem Namen. Denn das mit den berühmten Namen ist immer so eine Sache, oft werden sie nur benutzt um einem mittelmäßigen Produkt einen hochwertigen und bekannten Titel zu verpassen.

Beim ersten Blick auf "Tiger Woods PGA Tour 2002" scheint sich diese alte Weisheit zu bewahrheiten, denn im Hauptmenü gibt es gerade mal einen Punkt um das Spiel zu starten, was wir auch gleich machen, um daraufhin in einem einführenden Training zu landen welches grafisch schon sehr armselig aussieht. Manche Golfsimulation die bereits über zehn Jahre auf dem Buckel hat sieht besser aus.
Dafür hat es die Schlagtechnik in sich, welche uns von einem Sprecher aus dem Off wunderbar erklärt wird. Wir lernen neben den Power- und Weitenschlägen wie ein Punch oder Flop auszuführen ist und wie man den Ball schließlich ins Loch puttet. Dabei werden wir keine Sekunde alleine gelassen, sondern bekommen ständig hilfreiche Anweisungen und Anzeigen wie wir den zu erzielenden Schlag ausführen sollen. Nach diesem ersten, wirklich sehr gut gemachten, Training erhalten wir zur Belohnung eine PGA-Tour Card in Bronze, Silber oder Gold, je nach erbrachter Leistung. Die größte Belohnung allerdings dürften die frei geschalteten Spielmodi sein, welche unsere Bedenken am Anfang völlig zerstreuen. Von nun an stehen uns viele neue Modi zur Auswahl. Wir können uns direkt mit Tiger Woods im sogenannten Tiger-Challenge messen, können mit einem Freund oder einer Freundin ein Speed-Golf Match austragen oder an einer der zahlreichen Missions-Turniere teilnehmen, welche uns hohe Preisgelder versprechen. An den verfügbaren Spielmodi gibt es also nichts auszusetzen.

Anders sieht es da schon mit der Grafik aus, denn die Kurse sind alle recht detailarm gestaltet. Wie bereits erwähnt gibt es über zehn Jahre alte Golfsims die besser aus der Wäsche kucken.

Etwas besser gibt sich da schon die Soundkulisse, die nicht nur aus den Schlaggeräuschen besteht sondern auch das Publikum mit einbezieht, welches lautstark jubelt oder stöhnt, selbst wenn man es weit und breit nicht sieht. Bisschen seltsam wirkt es schon, wenn die Masse brüllt während man sich ganz alleine auf weiter Flur befindet, trotzdem tut das dem Spaß keinen Abbruch. Apropos Spaß: Es lohnt sich durchaus dem Sprecher ein Ohr zu leihen, denn was dieser im Laufe des Spiels so von sich gibt ist wirklich bemerkenswert. Besonders wenn er beginnt die schlechten Schläge des Spielers zu kommentieren. Leider beherrscht er nur die englische Sprache, selbst wenn das Spiel auf Deutsch geschaltet ist.

Die Steuerung bedient sich eines neuen Systems und ist nur Anfangs etwas ungewohnt. Hat man sich eingearbeitet lernt man das System aus Analogstick und Schultertasten allerdings schnell zu schätzen, arbeitet es doch genauer als in vielen anderen Games dieses Genres.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Tiger Woods PGA Tour 2002" ist eine angenehme Golfsimulation mit innovativem Schlagsystem und viel Abwechslung, allerdings auch mit deutlichen Schwächen bei der Grafik. Wer also mehr Gewicht auf den Simulationsaspekt legt und sich von der einfachen Grafik nicht abschrecken lässt, der erhält eine solide Golfsimulation die für einige Zeit zu beschäftigen weiß.
Tiger Woods PGA Tour 2002 (PS2)
  • Singleplayer
  • 7 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 5/10 
    Sound 6/10 
    Steuerung 9/10 
    Gameplay 8/10 
Pro & Contra
Innovatives Schlagsystem
viele verschiedene Turniere
Detailarme Grafik
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