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This Is Football 2003: Der Hingucker - Leser-Test von photographiker


1 Bilder This Is Football 2003: Der Hingucker - Leser-Test von photographiker
Warum neigen wir eigentlich immer dazu die Titel miteinander zuvergleichen? Während der eine Produzent auf die Simulation achtet, legt ein anderer mehr Wert auf Action. Ein widerum anderer sucht nach einer Mischung von beiden. Letzteres traf auf „This is Football 2002” zu, wobei dieser Titel eben durch diese Vergleiche nicht ganz so gute Noten bekam. Warum eigentlich? Schließlich gibt es Reviews, Berichte von Usern die ihre Erfahrung an andere Spieler weiter geben, somit sollte niemand enttäuscht sein - für jeden Geschmack ist das richtige Spiel am Markt.
Noch vor dem Anpfiff von „This is Football 2003“ sei euch gesagt, dass dieser Titel erneut zwischen den Vergleichs-Kandidaten (wenn ihr es so wollt) „FIFA“ und „Pro Evolution Soccer“ landet.

Gleich zu Beginn möchte ich den neuen KARRIERE-Modus nennen, welcher es mir ganz besonders angetan hat. So übernehmt ihr eine junge Schulmanschaft, welche ihr nach eigenen Wünschen selbst zusammen stellen könnt. Es können neue Spieler aufgenommen werden und deine Laufbahn beginnt auf „holbrigen“ Fussballplätzen. Die Einstellmöglichkeiten unterstreichen dabei deine persönliche Note, beginnend bei den Spielernamen bis hin zu den eigenen Trikots lässt sich alles modifizieren. Die ausführlichen Spieler- und Teamstatistiken machen dir die Entscheidung im Taktikbereich sehr leicht, denn selbiger lässt dir bezüglich Formation und Aufstellung freie Wahl.
Dieser Modus ist nur der Anfang der gebotenen Langzeitmotivation - der Umfang der spielbaren Wettbewerbe aus meiner Sicht selbstverständlich. Im Saison-Modus stehen 15 Landesligen, wobei die erste- und zweite Bundesliga ein logisches Muss darstellen, und 24 Divisionen zur Auswahl – Spielertransfers inklusive. Dennoch müsst ihr auf die originalen Wappen und Vereins-Namen verzichten. Dank der FIFpro-Lizenz stehen euch wenigstens die originalen Spielernamen zur Verfügung. Diesbezüglich hat sich also zum Vorgänger nichts getan. Die Kenner wird dies, dank der umfangreichen Modifikationsmöglichkeiten, herzlich wenig stören. Wie bereits oben erwähnt, lassen sich Namen, Trikots und vieles mehr an die eigenen Bedürfnisse anpassen.
Bevor ich vom Thema abkomme, möchte ich die vier möglichen Schwierigkeitsgrade sowie die internationalen Wettbewerbe nennen. Zu letzteren gehören Kontinental-Cups (Asien-, Afrika-Cup und weitere) und, ebenfalls selbsverständlich die Austragung von Welt- und Europa-Meisterschaften.

Interessant sind auch die Verbesserungen bezüglich der Steuerung, welche nun unterschiedliche Varianten von Dribblings, Pässen und Flanken ermöglicht. Dabei möchte ich erwähnt wissen, das dieser Titel keinesfalls einer Simulation nahe kommt. Man sollte immer auswägen, „was will ich und was erwarte ich von einem Spiel“. Der Gelegenheits-Spieler dürfte sich auch nicht an der Tatsache stören, das der Ball scheinbar schwebt statt straff sich dem Ziel zu nähern. Die sogenannte Ballphysik hat sich zwar zum Vorgänger minimal verbessert, doch wird man den Eindruck des „leichten“ Balls nicht los. Darüber hinaus habe ich den Eindruck, das die Schwierigkeitsstufen das gesamte Spiel beeinflußen, nicht jedoch – wie man eigentlich annehmen darf, die Gegenspieler einfach besser werden. Hat man hier geschummelt, um den Eindruck einer anderen Spielstufe zu verstärken?
Apropos Spieler, auch die KI hat zum Vorgänger gewaltig zugelegt – wobei anzuraten ist, die verschiedenen Verhaltensweisen, in Verbindung der eingestellten Taktik, der Spieler auszutesten. Ein klares „Defensiv“ bewirkt zum Beispiel, dass die Spieler scheinbar in der eigenen Hälfte „kleben“ bleiben. Um das zu verhindern sollte man sich mit den Verhaltensweisen (Statistiken) eingehend beschäftigen und wie ein Trainer handeln. Ganz anders sieht es bei den Gegnern aus, denn diese stehen eigentlich immer an der richtigen Stelle und gehen auch ordentlich in die Beine. Und wieder komme ich auf eben genanntes zurück, Training ist der halbe Sieg – denn der Gegner will ausgespielt werden, womit wir wieder bei der Ballphysik angekommen sind. Der Ball lässt sich nicht wirklich leicht führen, er scheint manchmal am Fuss zu kleben.

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