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The Scorpion King: Aufstieg des Akkadiers im Gamezone-Test


1 Bilder The Scorpion King: Aufstieg des Akkadiers im Gamezone-Test

Der Fluch der misslungenen Filmlizenz

Bei einem Actionfilm, in dem eine muskelbepackte "Ein-Mann-Armee" sich durch Unmengen an Feinden prügelt, ist es natürlich sehr naheliegend ein Beat'em'up draus zu machen. So ist es auch bei "The Scorpion King" geschehen und man findet sich in diesem Spiel die meiste Zeit umzingelt von Feinden wieder, die nur darauf warten von uns mit geschickten Schlagen ins Jenseits geschickt zu werden. Wir schlüpfen in die Rolle des Mathayus, dem besten Kämpfer vom Stamme der Akkadier, im Film und auch im Spiel gespielt von Dwayne "The Rock" Johnson. Man hat die Bewegungen des Wrestlingstars ganz gut hinbekommen, er schlägt und tritt sich sehr realistisch durch die Gegend.

Um nicht nur Fäuste sprechen zu lassen, hat man auch ein paar Waffen in das Spiel integriert, es gibt nach und nach immer besseres Kriegsgerät, unter anderem auch Äxte, Schwerter und zum Schutz auch ein paar Schilde. Ein guter Akkadier kann sich aber auch ohne Waffen bestens verteidigen, dazu haben wir zwei unterschiedliche Angriffe, einen schnellen mit weniger Schmackes und einen langsamen bei dem auch dickere Gegner ins Wanken geraten. Ein zusätzlicher Spezialangriff ist besonders in brenzligen Situationen wirksam und schleudert die Gegner erst mal von uns weg und fügt ihnen dabei auch noch großen Schaden zu. Klar, dass man sich nicht ständig mit Spezialangriffen durch die Gegend prügeln kann, dazu braucht man nämlich "Stamina" welches nicht unbegrenzt zur Verfügung steht. Werfen kann man die Feinde auch, die geschieht einfach durch Druck beider Aktionsknöpfe gleichzeitig.

Das war's dann aber auch schon mit der "großen" Abwechslung, das Spiel basiert eigentlich nur aus massenhafter, nicht enden wollender Prügelei. Die unterschiedlichen Schlag- und Wurftechniken hat man sehr schnell drauf, es langt aber auch wenn man nur die passenden Knöpfe wie wild bearbeitet, die Gegner fallen schon irgendwann um. Diese Gegner sehen übrigens meist völlig identisch aus, nur die Farbe der Kleidung sorgt manchmal für Abwechslung. Das Design der Level ist ebenfalls nicht sonderlich anspruchsvoll, man kann zwar mit fast allen Gegenständen interagieren (sie kaputt machen), dieses Feature ist aber auch bitter nötig um nicht auch noch die Level so langweilig wie das Gameplay aussehen zu lassen.

Die Hintergrundmusik ist bei Filmumsetzungen oft noch ein Highlight, nur bei Scorpion King hat man leider das seltsame Gefühl, als würde der Hintergrundsound irgendwie festhängen und ständig in einer Schleife laufen.

  • - GreenAcid"-"
  • Es scheint wirklich eine Art Fluch zu sein, der auf Spielen liegt, die eine Filmlizenz haben: Nur eine Handvoll hat es bisher geschafft, das Flair und die Spannung eines großen Kinofilms auch im Spiel wiederzuspiegeln. Leider viel zu oft wird das große Budget für die Lizenz investiert, das Geld scheint dann beim Beginn der eigentlichen Produktion des Spiels wohl öfters schon ausgegangen zu sein, worauf die Spieler mit relativ lieblos zusammengeschusterten Spielen enttäuscht werden. Ich geb´s ja zu, ich mag solche hirnlosen Prügelspiele irgendwie schon, so hat mir zum Beispiel der Vergleichstitel "Blade 2" schon ganz gut gefallen. Bei Scorpion King kommt aber einfach zu schnell die unausweichliche Langweile auf, bei mir sogar schon im anfänglichen Tutorial! Später im Spiel ändert sich daran leider nicht mehr viel, die Level und vor allem die Gegner wirken einfach öde, da hilft auch kein gut animierter "Rock" weiter, welcher diesem Spiel sogar seine Stimme geliehen hat. Ganz klar ein Titel der nur für echte Fans geeignet ist.
The Scorpion King: Aufstieg des Akkadiers (PS2)
  • Singleplayer
  • 5,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 5/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 4/10 
Pro & Contra
The Rock! The Rock! The Rock!
langweiliges Gameplay
öde Grafik
schlechte Musik
stellenweise sogar ziemlich frustig
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