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The Revenge of Shinobi: Killer-Application - Leser-Test von Andy1977


1 Bilder The Revenge of Shinobi: Killer-Application - Leser-Test von Andy1977
Shinobi gilt als eine der beliebtesten Sega-Spieleserien unter den Fans der Kultfirma. Spielfeeling und Design sind meist sehr gut gemacht, zudem erschien der erste Teil weit bevor Sega mit dem Maskottchen Sonic einen neuen Vorzeigetitel präsentierte. Revenge of Shinobi gilt als unumstrittenes Highlight der Serie, die leider nach der Saturn-Zeit nicht mehr fort gesetzt wurde.
Die Story ist kurz und praktisch unwichtig: Die Organisation Neo Zeed will die Welt erobern, ermordert Ihren Meister und entführt zudem eine (Ihre?) Frau. Sie wollen weitere Schandtaten verhindern, sich gegen Neo Zeed stellen und diese vernichten.
Stilecht, wie ein Ninja gekleidet, laufen, springen und schlagen Sie sich durch acht Levels, jeweils in zwei Akte plus Endgegner eingeteilt. Die Szenarien reichen dabei von klassischen, japanischen Bauten, über militärische Anlagen bis hin zu Großstädten japanischer und amerikanischer Bauart. Die Levels scheinen keinen direkten Zusammenhang zu haben, sind aber schön abwechslungsreich gestaltet.
Sie können aber nicht nur springen und mit Ihrem Schwert um sich schlagen: Sie können Wurfsterne sammeln und werfen. Per getimten Doppelsprung können Sie sogar mehrere Wurfsteine in einem Umkreis von 90° zugleich auf die Gegnerscharen los lassen. Zudem gibt es vier Ninja-Magien, von der Sie pro Level eine nutzen können: Eine Blitzmagie, eine Feuermagie, eine Magie um besser und höher springen zu können und eine Magie, sich selbst zu sprengen. Letzteres tut dem Gegner besonders weh, kostet Sie aber auch ein Leben.
Übrigens sterben Sie nicht gleich, wenn Sie vom Gegner verletzt werden: Sie besitzen einen kleinen Energiebalken. Erst wenn dieser leer ist, verlieren Sie eines Ihrer Leben. Die Lebensanzahl wird durch den Schwierigkeitsgrad bestimmt, von einfach (10 Leben) bis extrem schwer (1 Leben).
Soweit nichts aufregend neues, was Revenge of Shinobi (oder Super Shinobi im japanischen Original) so einzigartig macht, ist Grafik, Design und vor allem der Soundtrack. Die Grafik ist stilvoll und sehr gut gezeichnet. Die Animationen mögen nicht perfekt sein, aber das Spiel ist schließlich schon über 10 Jahre alt. Mich stören vielmehr ein paar der Hintergrundgrafiken, die in einigen Levels mir zu blaß oder leer wirken. Kann es schlecht beschreiben, aber irgendwas fehlt mir da. Technisch gesehen gibt es gar nichts an dem Spiel auszusetzen, ruckeln tut das Spiel kaum und Endgegner sind schön groß geraten.
Die Musik hat Yuzo Koshiro 'über Nacht' berühmt gemacht, so heißt es für viele. Vorher Mitarbeiter bei Falcom (u.A. auch für Teile des grandiosen Y's Book I&II Soundtracks verantwortlich), war er dort nur einer unter vielen. Bei Revenge of Shinobi steht sein Name und sein Copyright über die Musik sogar im Vorspann. Dies zurecht, denn es gab vorher nie einen so guten Soundtrack im klassischen Pop-Stil. Selbst aus heutiger Sicht wirkt die Musik sehr gut, obwohl man mehr gewöhnt ist als Mega-Drive Synthesizer. Die Sound-Effekte sind nicht so gut gelungen, gehen aber eh in der Brillanz der Musik unter und fallen somit auch nicht negativ ins Gewicht.
Das Design ist sehr gut und durchgestylt wie der Rest vom Spiel. Schwer, aber nie unfair lautet die Devise. Mir persönlich haben nur die militärisch angehauchten Levels nicht so gut gefallen, aber das ist Geschmackssache.
Was mich aber wirklich gestört hat, ist der schon erwähnte Doppelsprung. Das Timing, in dem man den Sprungknopf zweimal betätigen muss, ist mir etwas zu streng gewählt. Deshalb auch nur eine '8' bei der Bedienung, obwohl das restliche Spielfeeling hervorragend ist.

Alles in allem ist Revenge of Shinobi ein Spiel, dessen Alter man zwar ansieht, aber spielerisch und musikalisch immer noch etwas drauf hat. Bitte beachten Sie, dass die Wertung aus der Sicht von 1989 gewählt wurde. Sie auf heutige Zeiten umzurechnen wäre unfair. Bei der Spielzeit bin ich mir übrigens unsicher, ob ich bis zu 10 Stunden oder länger gespielt habe. Habe die geringere Zeit angegeben, da das Spiel an sich nicht so umfangreich ist.

Negative Aspekte:
Sound-Effekte gehen etwas unter, Steuerung nicht perfekt, manche Hintergrundgrafiken wirken zu leer.

Positive Aspekte:
Die Musik und das Level-Design, sowie Spielgefühl.

Infos zur Spielzeit:
Andy1977 hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Andy1977
  • 8.8%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 8/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 10/10
    Atmosphäre: 9/10
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