Login
Passwort vergessen?
Registrieren

The Legend of Zelda: Ocarina of Time - Bestens Abenteuer! - Leser-Test von Dragon Warrior


1 Bilder The Legend of Zelda: Ocarina of Time - Bestens Abenteuer! - Leser-Test von Dragon Warrior
Mit diesem Review möchte ich noch mal das große Meisterwerk von Shigeru Miyamoto beschreiben, da das Spiel aus meiner Sicht nicht nur Technisch sondern auch Spielerisch die Zeit vorhergesehen hat. Seit Super Mario 64, wurde damals kein Spiel für das Nintendo 64 so vermisst, wie ein neuer Teil der Zelda Saga. Schon kurz nach dem Erscheinen des Nintedo64 sprach Shigeru Miyamoto davon, dass sich die 3D Versionen seiner beiden Lieblingskreationen, Mario und Zelda, inhaltlich immer stärker annähernd würden. Einerseits verständlich, angesichts der offensichtlichen Missions- und Suchaufträge in Mario 64, anderseits aber auch Anlass für verfrühte Kritik an Zelda wie: " Dann wird das ja das Gleiche"... Doch 1997 war alles anders und im April 1998 war es dann endlich soweit in Japan. The Legend of Zelda: Ocarina of Time präsentierte sich nur vom Feinsten und sorgte auf dem Videospielmarkt mehr als nur für Unruhe. Es war ein kompletter Durchbruch, nicht nur für die gesamte Videospiel Industrie.


Wie nicht anders zu erwarten, präsentiert sich das 64-Bit Zelda völlig in 3D, ganz ähnlich Super Mario 64. Allen Unkenrufen zum Trotz hören hier die Ähnlichkeiten mit dem Dickbauch Klempner auch schon auf. Keine niedlichen Knuddel Grafiken mehr! Zelda Ocarina of Time bietet, als noch damals radikalsten Schritt Nintendos, eine zwar Märchen-Geprägte Welt, doch die offensichtlich Pate stehenden, mittelalterlichen, europäischen Sagen wurden grafisch authentisch umgesetzt. Dunkel, realistisch, in grimmigen Farben, präsentiert sich eine Welt direkt aus den Märchen der Gebrüder Grimm. Echt jetzt ohne Scherze! Damit die Menschenwelt gar nicht erst ins Spiel kommt, wird von Anfang an klar, dass die Geschichte weiterhin im altbekannten Hyrule spielt. Dieses Mal gehen wir weit in der Zeit zurück und starten die Geschichte Links Jugend. Den ersten Teil des Spiels bestreitet ihr also als cirka acht Jahre alter, jugendlicher Link, im späteren Verlauf erlebt ihr Euren Elfenhelden aber auch als heißspornigen, 16jährigen Jüngling.

Das Spiel nimmt seinen Lauf, als der junge Link vom Volke der Kokiri in einem Stammesritual seine Schutzfee namens Navi zugeteilt bekommt. Allen Kokiri wird so eine Fee mit auf den Weg gegeben, um die Elfen ihrer Wahl vor allerlei Unbill zu bewahren und immer auf den rechten Weg zu lenken. Genau diese Funktion übernimmt Navi dann auch im Spiel. Die kleine Fee über Links Kopf beleuchtet allzu dunkle Höhlen, weist den Weg in unwegsame Gegenden, trägt für Link sogar Gegenstände und hilft beim vertrackten Einsatz der Magie. Mit dieser werdet ihr erst spät in Berührung kommen, denn wie viele andere Fähigkeiten, lernt Link die Nutzung der Magie erst als Halbstarker. Von denen es aber eigentlich nur drei im Spiel gibt. Und drei Magien um eure Pfeile mit Magie zu versehen. Andere Objekte, auf die sich das Alter auswirkt, sind Waffen. Als Junge benutzt Link zum Beispiel eine Schleuder und einen Bumerang, später jedoch Pfeil und Bogen und Fanghacken (Noch später sogar einen längeren Enterhacken! ) Vor allem Kämpfe fallen dem Achtjährigen natürlich schwerer, da er im Umgang mit dem Schwert nach nicht so gewandt ist und stattdessen nur den kleinen Kokiridolch benutzen kann. Also ein äußerst durchdachtes Spielkonzept welches im späteren Verlauf des Spiels sogar entscheidend für das Lösen der Rätsel ist. Endziel ist natürlich mal wieder die Tri-Force und wie in einem hinreißenden Intro-Film zu sehen ist, spielt Ganondorf die entscheidende Rolle des Bösen. Er entführt Anfang die noch junge Zelda und verwandelt sich im Verlauf des Spiels in mehreren Mutationen in ein Monster Ganon (Ganon dürfte auch aus Legend of Zelda 3 für SNES bekannt sein) Stilistisch erinnert Links Jugendzeit noch etwas an die alten Zelda Spiele, in der Zeit des älteren Link sind Grafik, Gegner und Umgebung jedoch viel düsterer und eindringlicher. Wie der Name schon vermuten lässt, spielt die Ocarina, eine magische Flöte, eine große Rolle im Spiel. Findet man die magischen Steine und legt sie in der Zitadelle der Zeit, kann Link die Melodie der Zeit spielen und zwischen verschiedenen Epochen hin und her warpen. Interessante dabei ist, dass noch mehr Veränderungen und Abläufe in der Vergangenheit, die Zukunft beeinflussen.


e_gz_ArticlePage_Default