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The Italian Job im Gamezone-Test


1 Bilder The Italian Job im Gamezone-Test
1969 erschien in Großbritannien der Gangsterfilm "The Italian Job". In den folgenden 30 Jahren entwickelte sich der Streifen zum absoluten Kult-Hit auf der Insel. Hauptdarsteller und Dreh- und Angelpunkt des Filmes ist Charlie Croker, welcher frisch aus dem Gefängnis entlassen nichts anderes im Schilde führt als vor den Augen der Mafia und der Polizei 4 Millionen Dollar abzustauben. Dies kann er natürlich nicht alleine bewerkstelligen, so dass er erst einmal eine Schar Ganoven um sich sammeln muss.

Der Schwerpunkt von "The Italian Job" liegt bei dem Storymodus. Mission für Mission arbeitet man sich so in das Ganovengeschäft ein. Bestimmte Leute sind an diversen Orten zu treffen, Zuhälter sind die leichten Damen hinterher zu fahren oder Wertransporter wollen in vorgegebener Zeit abgefangen werden. Dabei stehen uns die verschiedensten Autos zur Verfügung, von einem kleinen MiniCooper, welcher kaum etwas wegstecken kann, bis hin zu Geländewägen und LKWs die dann schon wesentlich besser taugen um die Strassen leer zu fegen. Freilich freut das die lokale Polizei überhaupt nicht welche auch sofort die Verfolgung aufnimmt. Mit so einer Begleitung allerdings lässt sich keine zwielichtige Gestalt mehr blicken, es gilt also erst einmal die Freunde in Grün abzuschütteln bevor der Auftrag zuende geführt werden kann.

Im Spiel selbst kommt man sich vor wie in einer Mischung aus "Crazy Taxy", "GT3" und "Wreckless", wobei "The Italian Job" einen ganz eigenen Charm versprüht, der very British rüber kommt, was nicht nur an den in englisch gehaltenen Synchronstimmen liegt, die in astreinem Oxford Englisch sprechen, sondern auch an der ganzen Aufmachung des Games, welches streng im 70er Jahre Look gehalten wurde, inklusive der Hintergrundmusik. Allerdings werden die geübteren Spieler den Schwierigkeitsgrad kritisieren, denn der ist schon sehr niedrig angesiedelt. In Verbindung mit den gerade mal 16 Missionen hat man kein Problem das gesamte Game an einem Wochenende zu absolvieren. Um dem entgegen zu wirken beinhaltet das Game noch einen "Party-Mode", einen "Checkpoint-Mode" und einen "Zerstörer-Mode", welche sich eigentlich alle von selbst erklären. Hinter dem Party-Mode versteckt sich nur der Checkpoint-Mode, allerdings für bis zu acht Spieler, die nacheinander antreten den Highscore zu knacken.
Auf einen Multiplayer-Mode muss man ebenfalls nicht verzichten, an ihm können bis zu acht Spieler per lokalem Netzwerk teilnehmen.

Die Grafik von "The Italian Job" kann überzeugen und bietet keinen Anlass zur Kritik. Selbst auf einem PII mit 500 MHz läuft das Game angenehm Flüssig ohne die geringsten Slowdowns oder Grafikfehler. Etwas irritierend ist lediglich das verschwinden der Akteure durch verschlossene Türen, was aber eher eine Design- als eine Technikschwäche ist.

Der Sound gibt sich, wie bereits erwähnt, very British und sehr lustig, zumindest für deutsche Ohren. Irgendwie wartet man ständig darauf Steve Austin irgendwo um die Ecke biegen zu sehen. Allerdings besteht die Gefahr, dass einem die Stücke ziemlich bald auf die Nerven gehen, insofern man nicht einen besonders dicken Draht zu englischer Musik aus den späten 60ern besitzt.

Die Steuerung der Autos ist sehr arcadelastig und hat mit einer Simulation nicht viel gemein. Dies birgt den Vorteil in sich, dass man selbst mit einem Joypad oder sogar der Tastatur sehr gut durch die Strassen navigieren kann. Trotzdem besitzen die verschiedenen Fahrzeugtypen alle ein eigenes Fahrverhalten, was sich natürlich direkt auf die zu erfüllende Mission auswirkt. So wird ein relativ einfacher Auftrag ziemlich schwer, wenn man nur einen schwächlichen MiniCooper erhält, der schon nach drei Frontalzusammenstössen Schrott ist.

"The Italian Job" ist eine gelungene Mischung aus bekannten Spielprinzipien, welche technisch sauber umgesetzt wurde. Freunde solcher missionsgestützter Funracer werden sicher nicht enttäuscht sein, denn in "The Italian Job" steckt mehr Fun drinnen als man im ersten Augenblick vermuten möchte. Leider ist die Anzahl der Missionen etwas gering geraten und der Schwierigkeitsgrad zu niedrig angesiedelt um für wirklichen Langzeitspaß zu sorgen.

The Italian Job (PC)
  • Singleplayer
  • 7,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 7/10 
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