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The Getaway: GTA Killer oder nicht? - Leser-Test von buckshot


1 Bilder The Getaway: GTA Killer oder nicht? - Leser-Test von buckshot
Nach gut zweijähriger Entwicklungszeit steht The Getaway rechtzeitig zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft in die Läden. Mit einer Mischung aus filmreifer Handlung, knallharter Action und reichlich Vorschußlorbeeren in Sachen spektakulärer Grafik bedacht, geht der Action-Hit in die Vollen.

Bereits die Introsequenz saugt den Spieler förmlich in die Londoner Unterwelt. Ein Schuss reißt den ehemals berüchtigten Kleinkriminellen Mark Hammond aus dem Schlaf. Das Opfer, seine Frau, liegt getroffen am Boden! Jede Hilfe kommt zu spät. Zu allem Übel wurde auch sein Sohn entführt. Aufgrund Fingerabdrücken und dubioser Zeugen am Tatort, steht Mark schnell unter dringendem Mordverdacht. Er selbst vermutet den gefürchteten Paten der Londoner Unterwelt, Charlie Jolson, hinter der Tat. Auf der Flucht vor der Polizei gilt es den Gangsterboss ausfindig zu machen, um seinen Sohn zu befreien und die eigene Unschuld zu beweisen. Genau an dieser Stelle treten Sie auf den Plan. Zündschlüssel eingesteckt, die Verbrecherjagd nimmt ihren Lauf.

Sony's ehrgeizige Programmierer wollen insgesamt rund 50 Quadratkilometer der britischen Hauptstadt, mit einem Straßennetz von über 150 Kilometern Länge, ins Spiel integriert haben. Die Detailverliebtheit zwischen Hide Park und East End sucht dabei ihres Gleichen. Nicht nur die weltberühmten Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise Trafalgar Square, St. Paul's Kathedral oder Big Ben, wurden penibel genau nachkonstruiert, nein jede Straßenlaterne, Fish & Chips Imbiss oder Parkbank scheint exakt übernommen. Schade, dass für eine gemütliche Sightseeingtour keine Zeit bleibt. Orientierungssinn, bei Linksverkehr im verwinkelten Straßenlabyrinth, wäre dringend von Nöten. Auf eine eingeblendete Übersichtskarte muss verzichtet werden.

Ähnlich vergleichbaren Titeln, allen voran GTA III, wird der Großteil des Spielgeschehens mit wilden Verfolgungsjagden verbracht. Als Vehikel stehen dazu rund 50 verschiedene Wagenmodelle zur Auswahl, die allesamt mit einem realistischen Schadensmodell aufwarten können. Karambolagen verbeulen nicht nur die Karosserie der Automobile, sondern wirken sich unmittelbar auf deren Fahrverhalten aus. Der Fuhrpark reicht von den typischen Londoner Black Cabs und roten Doppeldecker Bussen über Seat Ibiza, Ford Capri, Range Rover bis hin zu Luxus-Limousinen der Marken Aston Martin oder Bentley. Zu Fuß lassen sich während der Rushhour hartnäckige Verfolger lässig abhängen oder aber stilgerechte Etablissements wie Bars, schummrige Hinterhöfe, Striplokale... betreten. Hier wird der Spieler, während seiner Ermittlungen, immer tiefer in die Story verwickelt und gerät ins Kreuzfeuer jamaikanischer Straßenbanden oder asiatischer Triaden.

Der Handlungsspielraum verspricht nahezu unbegrenzte Interaktion. So beschränkt sich das Gameplay nicht nur auf wilde Verfolgungsjagden, Fluchtaktionen oder Schusswechsel. Umherlaufende Passanten werden als Geiseln genommen, um sie als lebendiges Schutzschild zu missbrauchen. Andere Situationen wiederum erfordern das lautlose Infiltrieren von Lagerhallen und Verstecken, um unbehelligt an wichtige Informationen zu gelangen. Was Sie auch anstellen, alles scheint möglich und wirkt sich umgehend auf's Geschehen am Bildschirm aus.

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