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Terranigma: Rock The World - Leser-Test von RAMS-es


1 Bilder Terranigma: Rock The World - Leser-Test von RAMS-es
Wenn es ein Action-Adventure auf Nintendos 16-Biter gibt, das mit The Legend of Zelda – A Link To The Past konkurrieren kann, dann ist es definitiv TERRANIGMA von dem Ehrenwerten Kamui Fujiwara (SEIKEN DENSETSU 2 bzw. SECRET OF MANA ist einfach etwas schlechter und CHRONO TRIGGER gehört für mich in eine andere Kategorie). Das Spiel wurde von Enix und Quintet 1995 unter dem Titel Tenchi Souzou in Japan veröffentlicht und wurde von Nintendo in deutscher Übersetzung auch in Deutschland angeboten, deswegen dürften relativ viele Gamer das Spiel zumindest kennen.

TERRANIGMA bietet alles was man sich von einem Action-Adventure erwartet. Eine spannende Story, eine Menge Aufgaben und viele Rätsel erwarten einen. Zudem wird die Entstehung unsere Erde in vereinfachter Form nachgespielt. Man kann schon viele Elemente aus SIM EARTH und ähnlichen Spielen, wie zum Beispiel Gaia Gensouki entdecken.

Wie bereits angedeutet, ist zu Beginn des Spiel die Erde nicht existent. Denn im Krieg der Mächte wure alles Leben auf der Erde ausgelöscht und die Kontinente versanken im Meer (die Bibel läßt grüßen). Lediglich in einer riesigen Höhle unter der Erde existiert noch ein kleines Dorf. Von hier stammt unser Held, der wegen seiner Neugier alle Dorfbewohner mit Ausnahme des Dorfältesten einfriert. Dieser alte Mann schickt dann auch sofort den Tunichtgut los die fünf Türme, die in der Unterwelt verstreut stehen zu untersuchen und zu meistern. Dadurch werden schon einmal die fünf Kontinente wieder erschaffen und die Dorfbewohner enteist. Man sollte aber auch noch die geheimen Kontinente wieder befreien, ansonsten flutscht das Spiel nachher nicht ganz so flüssig. Danach geht es ab in die Oberwelt, wo man durch die Überwindung diverser Endgegner und das Lösen von Aufgaben zuerst die Pflanzen, dann die Tiere und zuletzt die Menschen wiederbelebt. Ist dies erst einmal geschafft, beginnt sich die Geschichte erst richtig zu entfalten. So darf man im späteren Verlauf seine eigene Stadt gründen und ausbauen. Auch die Romanze mit der Dorfschönheit aus der Unterwelt will noch erzählt werden.

Bei all diesen Herausforderungen geht es aber nicht nur um rüdes Kloppen mit immer neueren Waffen, sondern neben dem Lösen zahlreicher Rätsel muß auch manche Geschicklichkeitseinlage bewältigt werden. So zum Beispiel wenn man ein Löwenkind retten muß. Auch hat jede Tat Auswirkungen auf den späteren Verlauf. Der später ausgewachsene Löwe hilft einem dann aus einer mißlichen Lage. In den einzelnen Action Spielabschnitten kann man oft am Anfang, an einem sogenannten Save Point speichern. Das Modul kann bis zu drei Spielstände verwalten. Besonders gut gelungen ist das Inventar. Alle Gegenstände und sonstige Informationen werden in einer magischen Box verwaltet, in die der Held schlüpfen kann um so die Waffe zu wechseln oder ein paar Heilkräuter zu sich zu nehmen.

Technisch ist TERRANGIMA eine wahre Perle. Die Grafik ist bunt und schön gezeichnet. Die Gegner sind nicht nur zahl- sondern auch abwechslungsreich. Die Animation der eigenen Spielfigur sowie der übrigen Sprites ist flüssig und läßt keine Wünsche offen. Auch in den einzelnen Spielabschnitte kreucht und fleucht es, das es eine Schau ist. Die Zwischensequenzen die geboten werden sucht man bei anderen Spielen für das Super Famicom vergeblich. Die musikalische Untermalung reicht von getragenen Weisen bis zu orchestralen Stücken. Am besten haben mir aber die Latino Rhythmen in Südamerika gefallen. Die Sound Effekte klingen klar und passend aus dem Lautsprecher.

Enix und Quintet haben mit TERRANIGMA ein Schwergewicht in Sachen Action-Adventure geschaffen. Das Game Design kommt zwar nicht ganz an den König aus dem Hause Nintendo heran, dazu fehlt einfach etwas mehr Bewegungsfreiheit und ein etwas flexiblerer Ablauf, aber gröberer Schnitzer sind sehr selten. Einer hat sich aber doch hineingeschlichen. Während der Einblendung diverser Meldungen, wie zum Beispiel dem Erreichen eines neuen Levels, ist man kurze Zeit gelähmt und kann keine Aktionen ausführen, das Spiel läuft aber weiter. Im Kampfgetümmel kann so etwas schon ordentlich nerven. Der ansteigenden Schwierigkeitsgrad dagegen ist perfekt justiert, so daß keine Frustration oder Langeweile aufkommen will.

TERRANIGMA ist ein Must-Have für jeden Super NES Besitzer, aber auch alle anderen sollte sich die Anschaffung (inklusive Konsole) überlegen. Denn das Spiel bietet mehr als genug Spielspaß um die monetären Auslagen wieder wettzumachen.

TERRANIGMASuper Famicom
Enix / Quintet20. 10. 1995
Action-Adventure1 Player
Original Titel: Tenchi Souzou
Text by AJM/FTL of RAMS-es

Negative Aspekte:
Hänger im Kampf

Positive Aspekte:
Nette Box

Infos zur Spielzeit:
RAMS-es hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    RAMS-es
  • 8.2%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 9/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 8/10
    Atmosphäre: 8/10
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