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Terminator - Dawn of Fate im Gamezone-Test


1 Bilder Terminator - Dawn of Fate im Gamezone-Test

Wer die Terminator Filme kennt, und wer kennt sie nicht, der weiß mit wem er es zu tun hat, wenn vom Terminator die Rede ist. Nicht einfach mit einem menschenmordendem Roboter, sondern mit DEM Roboter schlechthin. Gebaut und konstruiert nur für einen Zweck, die Menschheit auszurotten, da ihr die Maschinen den Krieg erklärt haben.
Mit dem Titel "Terminator - Dawn of Fate" werden wir in die Lage versetzt, ins Jahr 2027 zurückzukehren und den Kampf gegen die Maschinen aufzunehmen. Dies geschieht in bekannter 3rd-Person-Shooter Art, in der wir in die Rollen der verschiedenen bekannten und unbekannten Akteure schlüpfen. Im Spiel empfangen werden wir von einem Intro das Appetit auf mehr macht. Nach diesem können wir uns endlich ins Geschehen stürzen und machen unsere ersten Erfahrungen mit der wirklich abenteuerlichen Kameraführung, die sich zur Aufgabe gemacht hat, den Spieler so weit als möglich zu desorientieren. Oft wechselt die Ansicht mehrmals zwischen verschieden postierten Kameras hin und her, obwohl man sich gerade mal einen Schritt bewegt hat. Dazu gesellt sich die lustige Art der Steuerung, die weder absolut noch direkt umgesetzt wurde, sondern von Beiden etwas hat. Das bedeutet in der Praxis, dass sich die Figur parallel zum Stick bewegt, solange sich die Ansicht nicht geändert hat, tut sie das aber, versucht sich die Steuerung der neuen Blickrichtung anzupassen, allerdings erst dann, wenn die Figur einmal stehen blieb. Geht man also z.B. Richtung Norden indem man den Stick nach Vorne drückt, so geht die Figur weiterhin diesen Weg auch wenn die Kamera inzwischen vor ihr steht, womit sie sich genau entgegengesetzt zum Stick bewegt. Lässt man den Stick nun los und drückt in erneut nach Vorne, dreht sich die Figur um und sie geht nach Süden zurück. Dieser Mechanismus sorgt dank der vielen Kamerawechsel für so manchen Schritt in die falsche Richtung. Besser wäre gewesen der Spieler kann selbst zwischen der absoluten oder der direkten Steuerart wechseln, das automatische umschalten nämlich ist nicht besonders gut gelungen. Besser kommt man da schon mit der Waffensteuerung zurecht, welche sich in zwei Bedienarten aufspaltet. Zum einen kann man mit der rechten Schultertaste einen Feind fixieren und mit der Feuertaste auslösen, und zum anderen kann man mit der linken Schultertaste in die 1st-Person Sicht umschalten und so wesentlich effektiver arbeiten, indem man den Terminatoren gleich den überlebenswichtigen Kopf abrasiert, was in der 3rd-Person Sicht nicht geht.

So arbeitet man sich die Level Zimmer für Zimmer und Gang für Gang vor, ohne je auf etwas wirklich Aufregendes zu stoßen. Zwar werden die gebotenen Gegner immer stärker, vor allem auch deswegen weil sie teilweise schon in unfairer Anzahl auftauchen, trotzdem scheint sich das Game nicht wirklich zu steigern. Irgendwann schleicht sich fast so etwas wie Routine ein, beim niedermetzeln der Terminatoren. Da helfen auch die Dialoge mit den anderen Personen nicht viel, welche die inzwischen schon ziemlich ausgelutschte Story um den Terminator erzählen. Dafür sind die zwischen den Leveln gebotenen Videosequenzen wirklich von aller erster Güte. Sie sind es in Wirklichkeit die einen veranlassen bis zum Ende durchzuhalten.

Die Grafik von "Terminator - Dawn of Fate" muss sich nicht verstecken, vermag es aber auch nicht so richtig Begeisterung aufkommen zu lassen, wenn man einmal von der hervorragenden Qualität der Zwischensequenzen absieht, die wirklich ein dickes Lob verdienen. Besonders negativ fallen im Spiel die Türen auf die sich nie öffnen. Davor stehend den Auslöser gedrückt beginnt sich die gesamte Welt um die eigene Achse zu drehen, woraufhin wir uns auf der anderen Seite der Türe wiederfinden. Solange noch eine Bedingung erfüllt werden muss, sind solche Türen mit einem blau leuchtendem Schimmer überzogen, der uns anzeigt, dass sie noch verschlossen ist. Keine besonders elegante Lösung.

Da versteht es die Soundkulisse schon mehr für Aktion zu sorgen, denn die Waffen klingen alle sehr unterschiedlich und aggressiv, die Umwelt gibt viele Sounds von sich, vom zischenden Gasrohr bis hin zu den vielen knisternden Lagerfeuern. In der deutschen Version scheint nur ein einziger, nicht besonders guter, Synchronsprecher den Figren seine Stimme geliehen zu haben. Da hätten die Entwickler lieber die US-Version nur Untertiteln sollen.

  • Peter Grubmair"-"
  • Im Gesamten gesehen ist "Terminator - Dawn of Fate" ein netter 3rd-Person-Shooter mit etwas Terminator-Feeling und angestaubter Grafik, wobei die Betonung bei "etwas" liegt, denn irgendwie will die bekannt apokalyptische Stimmung nicht aufkommen. Viel zu viele Menschen treiben sich in dieser Endzeit-Welt herum und viel zu oft fühlt man sich an andere Genrevertreter erinnert, so dass diese Terminator typische Beklemmung einfach nicht entsteht, vielleicht auch deswegen, weil man viele der Feinde, dank der unausgereiften Kameraführung, überhaupt nicht zu Gesicht bekommt. Oft muss man sich auf das Autozielen-Feature verlassen, wenn die Kamera wieder einmal genau in die falsche Richtung blickt. Dafür schafft es die Soundkulisse wenigstens für Aktion zu sorgen, denn einen ruhigen Moment gibt es kaum in diesem Game. Damit ist dieser Titel für all die geeignet, die auf die Terminator-Lizenz nicht soviel Wert legen und sich stattdessen ein Aktiongame wünschen, bei dem es nicht hyperkomplizierte Rätsel zu lösen oder versteckte Schalter zu finden gilt, denn der Hauptaugenmerk dieses Games liegt eindeutig auf der Balleraction.
Terminator - Dawn of Fate (PS2)
  • Singleplayer
  • 5,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 6/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 5/10 
    Gameplay 5/10 
Pro & Contra
Die offizielle Terminator-Lizenz
Eine herrlich metallen glänzendes Cover
Unausgereifte Kameraführung
Grafik eher mittelmaß
null Innovation
schlechte deutsche synchronisation
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