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Tenchu: Wrath of Heaven - Killing me softly - Leser-Test von Treesitter


1 Bilder Tenchu: Wrath of Heaven - Killing me softly - Leser-Test von Treesitter
Wer kennt das nicht: Da stapft man bis zur Unkenntlichkeit in seine Ninjakutte eingemummelt bei Wind und Wetter um die Häuser und gerade, wenn man die vergifteten Wurfsterne rausgekramt hat und vorsichtig um die Ecke spitzelt, da steht eine Wache vor einem und brüllt hysterisch "Who goes there?! " Ein Meuchelmörder, du Blödmann, als ob das nicht offensichtlich wäre. Gut, seine Frage war wohl ohnehin eher rhetorischer Natur, ebenso wie sein geröcheltes "Uuarglaaarg-urgl", als das Gift der Shuriken zu wirken beginnt. Ist der Mann abgenibbelt, so macht man sich frohen Mutes und eine asiatische Weise pfeifend auf den Weg zum nächsten virtuellen Streithammel, um auch bei ihm lebensverkürzende Massnahmen einzuleiten.


Story:

Rikkimaru und Ayame sind Ninja von Beruf. Da die Gewerkschaft die letzte Tariferhöhung ausgesetzt hat, verdienen sie sich als Meuchelmörder ein kleines Zubrot. Bei der Auswahl ihrer Ziele sind sie allerdings sehr kritisch, man muss schon Gangsterboss der Yakuza, raffgieriger Kredithai, versklavender Sklavenhändler, geschmierter Politiker oder Moderator des Musikantenstadls sein, um auf ihrer Liste stehen zu dürfen. Ihr merkt es schon, ihr steuert (leider *seufz*) mal wieder die Guten, trotz ihres blutigen Handwerks, und durchbohrt nur jene mit kaltem Stahl, die Referenzen im Bereich der Misshandlung Unschuldiger vorweisen können. Ihnen allen nützt auch das Verschanzen in einem abgelegenen Domizil wie einer alten Festung oder der Musikantenscheune wenig, um einen Besuch der beiden zu verhindern.

Die Story wird bei "Tenchu: Wrath of Heaven" in den Levels voran getrieben. So lautet der erste Auftrag von Rikkimaru noch recht einfach "Bestrafen Sie den bösen Kaufmann", jedoch läuft das natürlich nicht alles so glatt, wie man es sich zunächst denkt. Die wahren Ziele von Ayame und Rikkimaru und ihrem Widersacher werden dabei erst nach und nach offenbart, daher will ich dazu jetzt lieber nicht mehr sagen, sonst könnt ihr euch das Durchspielen gleich sparen.

Das Script ist aber durchaus spannend, es gibt Verräter und Intrigen, einen geheimen dritten Charakter, Reisknödel mit Giftsauce und drei magische Juwelen. Einige Stellen sind dabei ganz witzig, so verschleppt ein reicher Händler die Töchter der Bauern, wenn diese das Geld nicht zurück zahlen können, das sie sich von ihm geliehen haben, und vergnügt sich dann mit den entführten Mädchen. Als ihr ihn trefft, spielt er gerade "Blinde Kuh" mit einer und verwechselt euch mit seinem Opfer. Lustig anzusehen, wie er so an Rikkimaru herumtatscht - auch seine Reaktion ist nicht schlecht, als der Groschen endlich fällt...


Gameplay:

Tenchu ist ein Stealth-Schleich-Abstech-Spiel. Soll heissen: Unerkannt zu bleiben hat Priorität gegenüber dem sinnfreiem Abmetzeln von Gegnern. Es bringt meist nichts, frontal auf seine Feinde einzustürmen und auch zielloses Tastengewummer ist keine gute Idee. Stattdessen prägt ihr euch die Bewegungsmuster der Wachen genau ein, schleicht langsam an der Wand entlang und murkst sie im entscheidenden Moment hinterrücks mit eurem Schwert oder Messer ab.

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