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Tekken Advance: Die Prügelreferenz - Leser-Test von perfect007


1 Bilder Tekken Advance: Die Prügelreferenz - Leser-Test von perfect007
Tekken, ein Begriff, der Beat 'em Up Fans das Wasser im Mund zusammen laufen lässt. Die Tekken Reihe für die Playstation und die Playstation 2 gilt als eine der besten Kampfspielreihen. Endlich hat Namco auch ein Herz für die Nintendo Spieler. Zum ersten mal wird eines der Tekken Spiele für eine Nintendokonsole umgesetzt. Da es sich aber hier um den Handhelden handelt, bezweifelt man Anfangs, dass die Portierung von der Playstation auf den GameBoy Advance was werden kann.

Wie kann man ein solches 3D Beat 'em Up auf eine 2D Konsole sinnvoll umsetzen. Das ist wohl die häufigste Frage dabei. Namco hat gezeigt, dass man dies Lösen kann. Als erstes hat man 9 Figher, die aus den anderen Spielen bekannt sein dürfen wie Yoshimitsu, Gun Jack, King, Law oder Jin. Schon an den Outfits sind diese auf dem kleinen Bildschirm zu erkennen. Alle wurden orginalgetreu übernommen. Aber auch die für jeden dieser Kämpfer typischen Moves kann man hier wiederfinden und lassen sich sogar meist genau geleich wie auf der Playstation realisieren. Seien es die speziellen Kicks von Jin, oder das Verhalten von Law, das dem von Chacki Chan ähnelt.
Dazu muß noch unbedingt erwähnt werden, dass jeder einzelne Kämpfer wieder einmal sehr viele verschiedene Moves auf Lager hat, obwohl man auf dem Game Boy nicht soviele Tasten zur Auswahl hat. Zwar sind einige kleine Moves weggefallen, da die Playstation jeweils einen Kick und einen Punchknopf mehr zur Verfügung gehabt hatte, doch wirkt sich dies nicht zu stark auf die Combos aus. Es ist erstaunlich was man so alles machen kann.

Bei der Grafik musste Namco sich natürlich was einfallen lassen. Denn ein solchen 3D Engine kann man auch auf dem GamyBoy Advance bisher nicht realisieren. Durch eine spezielle Kammeratechnik, die man „Mode7-Effekte“ nennt, dreht und zoomt die Kammera ständig in dem Kämpfen hin und her. Dadurch gewinnt das Spiel trotz der herabgesetzten Grafik einen simulierten 3D-Effect. Auch wird der Zoom-Effekt immer gut genutzt. Je weiter weg man sich von Gegner bewegt, um so weiter weg zoomt die Kamera. Die Kämpfer werden dadurch kleiner und es eröffnet sich ein größeres Blickfeld auf die Kampfarena. Wenn auch die Räumlichkeit nur durch einfache Effekte erzeugt wird, so ist sie doch recht überzeugend.
Natürlich sind die Kämpfer selber auch keine 3D-Modelle mehr, diese wurden durch 2D Spirits ersetzt. Doch merkt man dies kaum, da diese sehr Deteilreich gestalltet sind. Die Kämpfer selber können übrigens nach rechts und links in den Raum ausweichen, so dass man trotzdem einen dreidimensionale Bewegung zur Verfügung hat. Somit hat Namco mit der Übernahme der Kämpfer plus deren Moves und den technischen Raffinessen das Flair des großen Playstation Bruders übernommen.

Insgesamt hat man sieben verschiedene Modis zur Auswahl, die allesamt schon von der Playstation her bekannt sein dürfen. Als aller erstes natürlich den Acarde-Mode. Hier darf man sich mit einem Kämpfer seiner Wahl einen Gegner nach dem anderen aus den Kampf werfen. Insgesammt muß man hier neun Runden überstehen. Dann wird auch wieder der Survival geboten, in dem man mit einen einzigen Leben so viele Gegner wie nur möglich rauswerfen muß. Nach jedem Kampf bekommt man dabei zum Glück ein klein wenig Energie zurück. Desweiteren gibt es noch einen Time-Attack-Mode, der sich wohl vom Namen her recht gut alleine erklärt, einen 3on3 Acarde und den gleichen auch als Multiplayer Mode. In diesem muß man sich für drei Kämpfer entscheiden. Im Kampf kann man nun immer wieder zwischen den drei Kämpfern hin und her schalten. Sobald aber bei einem von denen der Energiebalken auf Null fällt, so ist der Kampf für alle verloren. Diesen Mode und einen normalen Versus Mode kann man auch gegen einen weiteren Mitspieler mit dem Linkkabel spielen. Doch benötigen beide Spieler dabei ein Modul zum spielen.
Natürlich darf auch der Practice-Mode nicht fehlen. Hier kann man in aller Ruhe mal alle Moves testen. In einem Menü darf man sich auch die komplette Moveliste anschauen. Dort wird mit den Bilder der Tasten auch recht schnell erklärt, welche Kombinationen man eingeben muß. Diese kann man dann gleich am Trainingsgegner ausprobieren.
Der Schwierigkeitgrad kann eingestellt werden. Hier dürfte dann wohl für jeden Gamer das richtige dabei sein. Einstellungen wirken sich aber nur im Arcade-Mode aus. In den anderen wie Survival oder Timeattack würde dies ja nur die ganzen Highscoretabellen verfälschen. Dort ist immer ein Standartschwierigkeitsgrad eingestellt.

Ein Manko hat das Spiel aber dennoch. Auch wenn man sich stundenlang mit dem Suvivel oder dem Timeattack Modus oder aber auch dem Multiplayermodus verbringen kann. So ist die Motivation im Arcade Modus recht schnell weg. Denn es gibt in diesem Spiel, im Gegensatz zu der Playstationversion, kaum Extras zum freispielen. Einzig allein einen Kämpfer kann man noch freischalten. Das ist etwas mager ausgefallen. Aber mir macht es trotzdem immer wieder Spaß, hier ein paar Runden zu zocken. Vor allem der Survivl hat es mir angetan. Der stellt sich auch als eine recht harte Nuss heraus.

Fazit:

Im Großen und Ganzen aber technisch und vom Gameplay her ein sehr gutes Spiel, dem die Langzeitmotivation in einigen Modis fehlt.

Negative Aspekte:
zu wenig Extras

Positive Aspekte:
sehr gute technische Umsetzung

Infos zur Spielzeit:
perfect007 hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    perfect007
  • 8.8%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 9.0/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 9/10
    Steuerung: 9/10
    Sound: 8/10
    Atmosphäre: 9/10
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