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Team Factor im Gamezone-Test


1 Bilder Team Factor im Gamezone-Test

Ego-Shooter scheinen augenblicklich, trotz der Ereignisse in Erfurt, eine Renaissance besonderer Güte zu erleben. Praktisch jedes Software-House das etwas auf sich hält hat mindestens ein Game dieser Art im Repertoire. Dabei ist das klassische Deathmatch komplett out, Taktik ist angesagt. Ebenso beim neuesten Spross aus dem Hause 7FX-Software mit Namen "Team Faktor". Der Titel ist Programm: Nur im Team kann man eine der zwölf gebotenen Missionen erfüllen, im Alleingang ist das nicht möglich.

Zu Beginn des Spieles gilt es erst einmal die eigene Truppe zusammenzustellen, welche aus Soldaten, Scharfschützen oder Pionieren bestehen kann. Im Einzelspieler-Mode gibt es dasselbe für die vom Computer gesteuerten Gegner auszuwählen. Dabei kann sich die Auswahl der vorhandenen Waffen wirklich sehen lassen. Über 50 Stück plus Granaten, Sprengsätze und diverse Messer stehen zum Einsatz bereit. Leider herscht bei der Missionsauswahl kein so großer Überfluss, denn gerade mal zwölf Missionen wurden in "Team Faktor" umgesetzt. Diese sind zwar alle recht verschieden und reichen von der Übernahme eines feindlichen Flugplatzes über die Bewachung eines Geheimtransportes bis hin zum ausschalten eines Terroristenlagers in der Wüste, dürften aber von einem geübten Spieler locker am Wochenende durchgespielt werden. Freilich darf man dabei nicht außer Acht lassen, dass die Maps eher für den Multiplayer-Einsatz gedacht sind und durch ihr ausgereiftes Design nicht schon nach einmaligen Spielen langweilig werden. Trotzdem sind zwölf Missionen nicht besonders viel.

Spielerisch könnte "Team Faktor" durchaus mit ähnlichen Konkurrenzprodukten mithalten wenn da nicht die vielen kleinen Unausgegorenheiten wären die das Game ständig stören. So kann man noch darüber hinwegsehen, dass im Startmenü der Scrollbalken über sich hinauswächst wenn man die Liste der Missionen überfüllt, im Spiel selbst aber kommt es schon mehr als seltsam wenn Soldaten im stehen sterben und dann wie Salzsäulen am Kriegschauplatz herumstehen bis sie sich auflösen, weil ihnen schlicht und einfach der Platz zum umfallen fehlte. Auch kämpft die Engine an so mancher Ecke mit Klippingfehler, die den Spieler in ein Haus hineinschauen lassen obwohl er außen vor steht. Das gleiche bei Wagons und Fahrzeugen die man zur Deckung benutzt, immer wieder verirrt sich die Kamera ins innere dieser Objekte.
Dem Spielspaß ebenso nicht zuträglich sind die langen Ladezeiten der Waffen, über die man noch hinwegsehen könnte, würde unser Protagonist sich auf Wunsch einfach ducken und nicht erst einen Sprung in die Lüfte vollführen. Dies Beides bedeutet in der Praxis nämlich meistens den virtuellen Tod.

Grafisch bietet uns "Team Faktor" ebenfalls nur mittelmäßige Kost. Zwar wurden die einzelnen Maps offensichtlich mit besonderem Augenmerk auf das taktische Kalkül entworfen, was sich besonders in den Multiplayer-Matches bemerkbar macht, allerdings ist man von einem HighEnd-PC inzwischen etwas mehr gewohnt als Origami-Faltbäume und glatte Felswände. Hinzukommt ein beständiges leichtes Ruckeln im Direct3D-Mode der Grafikkarte schon bei einer Auflösung von 800x600 Pixel (auf einem 1,4 GHz Testrechner), welches sich erst im OpenGL-Mode einstellt.

Die Soundkulisse im Spiel beschränkt sich auf die Waffengeräusche und das Fußstapfen der Soldaten sowie der wenigen Umweltgeräusche. Im Auswahlmenü gibt es zusätzlich eine Hintergrundmusik die am besten dort bleibt wo sie hertönt.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Team Faktor" ist ein netter Ego-Shooter mit riesiger Waffenauswahl und kleineren Mängeln mit besonderem Schwerpunkt auf dem taktischem Gameplay. Grafisch und Soundtechnisch kann es mit den Spitzenprodukten dieses Genres nicht mithalten, zu stark ist die Konkurrenz inzwischen geworden. Trotzdem braucht sich "Team Faktor" nicht vor den Mitstreitern zu verstecken, denn die ausgereiften Maps und Missionen machen mehr als nur einmal Spaß.
Team Factor (PC)
  • Singleplayer
  • 7,2 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 6/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 8/10 
Pro & Contra
Große Waffenauswahl
ausgeklügelte Maps
Nur zwölf Missionen
im stehen sterbende Soldaten
leichte Klippingfehler
langweiliger Soundtrack
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