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THQ: Keine Zukunft für Online-RPG's?


1 Bilder THQ: Keine Zukunft für Online-RPG's?
Trotz des überzeugenden Erfolges des aktuellen Online-Rollenspielhits "Dark Age of Camelot" steht man dem Genre der Online-Rollenspiele offenbar sehr kritisch gegenüber. Während es zurzeit allerorten danach aussieht (oder zumindest danach aussehen soll), als sei Online-Gaming die Zukunft, die nicht mal mehr vor Konsolen halt macht, bezweifelt Brian Farrell, Präsident von THQ die Tragfähigkeit der zugrunde liegenden Geschäftsmodelle. In einem Interview mit MCV gab er nun seine Bedenken zu Protokoll und die sind zumindest nachvollziehbar..

Los geht es erstmal mit einem der wichtigsten Punkte des Online-Gaming: den monatlichen Abogebühren! Nachdem der Spieler ein entsprechendes Game erworben hat, wird er darüber hinaus mit einer monatlichen Gebühr zur Kasse gebeten, z.B. zehn Dollar. Während nach Farrells Meinung die Branche offenbar der Meinung zu sein scheint, daß bei den Spielern auch in Zukunft noch der eine oder andere zehn Dollarschein für das monatliche Onlinevergnügen zu finden sein wird, sieht er hier viel engere Grenzen. Demnach kann ein Spieler vielleicht zwanzig Spiele im Jahr kaufen, aber deswegen hat er noch lange nicht 200 Dollar pro Monat für die damit möglicherweise verbundenen zwanzig Onlineangebote zur Verfügung! Ob und wie die Umsätze in diesem Branchesegment überhaupt zu steigern sein? Farrell glaubt, in Wahrheit tappt die Branche bei dieser Frage noch weitgehend im Dunkeln!
Nach Ansicht des THQ Bosses stellt sich darüberhinaus aber auch die Frage, ob mit den Abogebühren überhaupt zusätzliches Geld zu verdienen sei! Brian Farrel: "Nehmen wir Red Faction. Das wäre ein tolles Online-Spiel, aber welchen zusätzlichen Umsatz hat THQ davon? Keinen.“

Apropos Red Faction: Die Erfolgsmeldungen aktueller Online-Rollenspiele scheinen derzeit tatsächlich einen Umstand zu verdecken, der dem Brancheninsider Farrel nicht verborgen geblieben ist. Allen Sensationsverkäufen dieser RPG's zum Trotz, die wahren Umsatzbringer sind Actionspiele! Und die, so glaubt Farrell lassen sich anders als die Online-RPG's heute immer noch nicht in optimaler Qualität online spielen, weshalb viele Verbraucher sich auch in Zukunft noch zurückhalten würden.

HALLofGAMEs Meinung:

Der Mann spricht mir aus der Seele! Jeder will ein Stück vom derzeit angesagten Kuchen abhaben, am Ende wird dann keiner mehr satt. Ich bin absolut sicher, das auch in Zukunft nur eine Minderheit von Spielern für ein bestimmtes Spiel (oder gar mehrere) regelmässige monatliche Zusatzkosten auf sich nehmen wird! Klar macht onlinespielen möglicherweise sehr großen Spaß, aber beim Geld hört der Spaß ja bekanntlich auf! Und unsere Zeit, in der immer mehr Menschen das Internet ohnehin als unbegrenzte Gratisressource für Spiele, Musik und Filme ansehen, scheint mir nicht gerade ideal, um daran etwas zu ändern!

Quelle: www.mcvonline.de

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