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Syphon Filter: in gemeiner mission - Leser-Test von BulleHermann


1 Bilder Syphon Filter: in gemeiner mission - Leser-Test von BulleHermann
Das Phänomen ist bekannt: Kaum gibt es ein erfolgreiches Spiel, schon kommen Plagiate auf den Markt, die vom Erfolg des Hits profitieren wollen. Dabei haben diese nur selten neue Ideen zu bieten und geraten, nachdem sie auf dem Wühltisch gelandet sind, schnell in Vergessenheit. Nicht so bei „Syphon Filter“. Obwohl dieses Spiel offensichtlich dem Megahit „Metal Gear Solid“ nacheifert, ist es doch ein eigenständiges Spiel, welches auch sehr Erfolgreich war und bereits zwei Nachfolger nach sich zog. Doch worum geht’s?

Ihr schlüpft in die Rolle des Geheimagenten Gabe Logan und sollt den Terroristen Erich Rhoemer, ein böser Deutscher, dingfest machen. Er strebt mit Hilfe des Superviruses „Syphon Filter“ die Weltherrschaft an. Natürlich verfügt Rhoemer über eine Menge Handlanger und ist
nicht einfach so zu fangen, weshalb Ihr Euch durch insgesamt 18 Level kämpfen müßt um den fiesen Endgegner gegenübertreten zu dürfen. Dabei erhaltet ihr Unterstützung durch Eure Partnerin Lian Xing (MGS läßt grüßen!), die Euch mit wertvollen Tips versorgt und Euch die nächsten Zielorte über Funk mitteilt.

Natürlich darf auch eine ordentliche Bewaffnung nicht fehlen: Von der 9mm – Pistole über die allseits beliebte Pumpgun bis zum Nachtsicht – Scharfschützengewehr habt ihr alles zur Verfügung, was das Agentenherz begehrt. Im Gegensatz zu „Metal Gear Solid“ habt ihr ohne diese Waffen keine Chance, Eure Mission zu beenden – Pazifisten sollten also lieber bei Solid Snake bleiben, der ja nur selten zwingend Waffen einsetzen muß oder lieber gleich weiter Super Mario spielen (obwohl – auf die Gegner draufzuspringen ist auch nicht gerade die Art – na egal...). Nur selten heißt das Gebot der Stunde: Leise sein! Oft stürmen gleich von mehreren Seiten die Gegner auf Euch ein, doch zum Glück hilft hier die automatische Zielerfassung ungemein im Eifer des Gefechts nicht den Überblick zu verlieren. Die Waffen und die Munition der Gegner könnt ihr, nachdem ihr sie erledigt habt, an euch nehmen. Man kann aber auch versuchen, den Salven seitlich auszuweichen bzw. zu Rollen oder nach bester Actionmanier den Sprung aus dem Fenster zu wagen. Auch waghalsige Kletterpartien mußt ihr nach bester „Lara Croft“ – Art das ein oder andere mal unternehmen, um schließlich dem Endgegner im alles entscheidenden Kampf gegenüberzustehen...

Der erste Teil der Agentensaga kam damals übrigens aus Österreich per Import nach Deutschland, weil Sony eine Indizierung befürchtete, und das trotz grünem Blutes. Doch dazu ist es seltsamerweise nicht gekommen, das Spiel ist sogar als Platinum – Version erhältlich. Ich finde das um so verwunderlicher, da die Todesschreie der Opfer teils ziemlich heftig sind und ihr manchmal auch Leute umbringen müßt, die um ihr Leben flehen, um weiterzukommen. Auch was man mit dem „Taser“, einem Elektroschockgerät machen kann, finde ich ziemlich makaber und nicht zu sagen geschmacklos, denn wenn ihr auf das Opfer länger draufhaltet, geht dieses laut schreiend in Flammen auf. Ich bin gewiß nicht zimperlich, liebe Spiele wie „GTA 2“ oder die „Resident Evil“ – Reihe, aber solche Szenen haben mir schon ein wenig bitter aufgestoßen und sorgen letztendlich für Punktabzug.

Die technische Seite kann sich auch heute noch ganz gut sehen lassen, jedenfalls für PS1-Verhältnisse. Die Grafik ist sauber, die Zwischensequenzen gut gemacht, das Gameplay, bis auf die extreme Gewaltdarstellung, stimmungsvoll. Auf der anderen Seite ist der Schwierigkeitsgrad vielleicht ein wenig zu hoch angesiedelt und die Synchronisation wurde wohl größtenteils von Laiensprechern vorgenommen, jedenfalls klingt sie amateurhaft und kommt nicht an das Vorbild MGS ran, auch wenn da auch nicht alles Perfekt war. Alles in allem ist SF ein gutes Spiel, das aber nach meinem Geschmack bei weitem nicht an MGS heranreicht. Aber als Platinumversion oder Gebraucht gekauft wird man sicherlich einige Zeit Spaß mit dem Spiel haben.

Negative Aspekte:
nichts wirklich super schlechtes

Positive Aspekte:
grafik, sound, story, waffen

Infos zur Spielzeit:
BulleHermann hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 8/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 8/10
    Atmosphäre: 9/10
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