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Super Street Fighter 2: Turbo Revival - Gelungene Umsetzung - Leser-Test von axelkothe


1 Bilder Super Street Fighter 2: Turbo Revival - Gelungene Umsetzung - Leser-Test von axelkothe
Wieder einmal präsentiert uns Capcom eine weitere Variante ihrer endlosen Street Fighter Serie. Super Street Fighter 2 Turbo Revival ist die Umsetzung des letzten und wohl ausgereiftesten Street Fighter 2 Automaten aus dem Jahre 1994.

Herzstück vom Spiel ist neben dem 2 Spielermodus der Arcademodus, in dem man mit dem gewählten Kämpfer gegen einen Teil des restlichen Feldes antreten muss. Dieses besteht aus den 12 originalen Kämpfern aus dem Ur-Street Fighter 2 sowie vier weiteren die mit Super Street Fighter 2 eingeführt wurden (Cammy, T. Hawk, Deejay und Fei-long). Außerdem gibt es noch einen Trainingsmode, in dem man die Moves eines jeden Charakters an einem Computerdummy austesten kann. Durch fleißiges Spielen erhaltet ihr VS Points, mit denen ihr weitere Extraspielmodi freischalten könnt. Dies kommt natürlich der Langzeitmotivation zugute.

Die Spielmechanik entspricht dem bekannten Street Fighter 2 Standard mit je drei unterschiedlich starken Punch- und Kickattacken. Da der Game Boy Advance aber nur über insgesamt vier Feuerknöpfe verfügt unterscheidet das Programm zwischen leichten und mittelstarken Attacken über die Drucklänge. Wahlweise können aber auch für eine mittlere Attacke zwei Knöpfe gleichzeitig gedrückt werden.
Ansonsten kann gesprungen, geduckt und gedeckt werden. Wie gewohnt verfügen die Kämpfer über Spezialattacken, die über gut getimte Tastenkombinationen ausgelöst werden. Neu ist die besonders durchschlagende Superspezialattacke, die aber nur ausgeführt werden kann, wenn die Superleiste am unteren Bildschirmrand aufgeladen ist. Sind euch die Spezailattacken zu schwer in der Ausführung, dürft ihr per Select-Taste auf den Easy-Modus schalten, in dem sich die Attacken wesentlich leichter ausführen lassen - allerdings wird das Spiel dann ziemlich einfach.
Erfahrene Street Fighter Spieler werden sich sofort heimisch fühlen, da sich das Handling kaum oder gar nicht von den anderen Versionen unterscheidet.

Vielleicht habt ihr euch schon gefragt, was es mit dem Turbo im Titel auf sich hat: wie schon bei Street Fighter 2 Turbo für das SNES kann zwischen unterschiedlichen Geschwindigkeiten gewählt werden. Neben der normalen Geschwindigkeit gibt es noch 4 Turbostufen, die die Action deutlich beschleunigen. Ebenfalls aus den alten Versionen bekannt sind die beiden Bonusstages, die etwas Abwechslung in den Prügelalltag bringen. In der ersten müsst ihr, wie schon in Final Fight, ein Auto zu Kleinholz verarbeiten, in der zweiten gilt es Holzfässer zu zerschlagen.

Die Präsentation des Titels kann als gelungen bezeichnet werden. Als erstes empfängt euch ein wirklich toll gezeichneter und rasant geschnittener (aber auch recht kurzer) Vorspann. Nach dem etwas lieblosen Menüs erwartet euch der Charakterauswahlscreen mit wiederum toll gezeichneten Charakterportraits. Zwischen den Kämpfen wird noch mal ein Bild des Gewinners gezeigt. Etwas enttäuscht hat mich dagegen der Abspann, denn hier gibt es nur ein (schönes) Standbild und vorbeiscrollenden Text - da war schon das erste Street Fight auf dem SNES besser ausgestattet. Dafür ist der Abspann bei jedem Kämpfer etwas anders.
Die Grafik während des eigentlichen Kampfes kann ebenfalls voll und ganz überzeugen. Zwar fehlen einige Animationphasen im Vergleich zum Automatenoriginal, doch das war ja auch nicht anders zu erwarten. Dafür sind die Figuren schön groß ausgefallen, und die Hintergründe sind farbenfroh, passend und teilweise sogar animiert. Ganz kommt der Game Boy Advance mit dieser tollen Grafik aber nicht zurecht, in einigen Situationen kommt es dann zu kleinen Slowdowns. Da diese sich aber nicht auf die Spielbarkeit auswirken, sind sie verschmerzbar.
Die Musikuntermalung gehörte eigentlich noch nie zu den stärken der Street Fighter Serie, und so ist es dann auch hier. Die teilweise ganz netten, teilweise aber auch einfach auch unterdurchschnittlichen Themes verlieren dazu noch durch eine relativ blecherne Qualität. Die Soundeffekte krachen dafür ganz gut, und die Sprachsamples der Charaktere, mit denen sie ihre Specialmoves ankündigen wurden auch gut umgesetzt.

Axels Meinung:
Super Street Fighter 2 kann auch auf Nintendos Handheld überzeugen. Wenn man mal vom Neo Geo Pocket absieht, war es bisher nicht möglich, ein Prügelspiel in dieser Qualität unterwegs zu spielen, schon gar nicht mit dieser Präsentation. Sicher, die Umsetzung kämpft mit einigen kleineren Problemen wie der doppelten Belegung der Feuerknöpfe, fehlenden Animationen und gelegentlichen Slowdowns, doch beeinträchtigen diese die Spielbarkeit nur minimal. Schön gefällt mir auch, das die Gegner auch im Einspielermodus mit ihrem ganz eigenen Stil Kämpfen und auch gar nicht mal so leicht zu besiegen sind. Vorzuziehen ist dem natürlich trotzdem der 2-Spielermodus gegen einen ebenbürtigen menschlichen Gegner, der jedoch ein zweites Modul für den Linkmodus benötigt. Bis zum erscheinen von Street Fighter Alpha 3 im nächsten Jahr wird diesem Spiel wohl die Referenzposition in Sachen GBA-Prügelspiel zustehen..

Negative Aspekte:
Slowdowns, nichts neues, reduzierte Animationen, Steuerung überbelegt

Positive Aspekte:
tolle Präsentation, zu 100% ausgefeiltes Gameplay, viele Charaktere

Infos zur Spielzeit:
axelkothe hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    axelkothe
  • 8.0%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 8/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 6/10
    Atmosphäre: 10/10
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