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Super Metroid: Unscheinbarer Klassiker - Leser-Test von Andy1977


1 Bilder Super Metroid: Unscheinbarer Klassiker - Leser-Test von Andy1977
Wenn man einen Besitzer einer Nintendo-Konsole nach seinem Lieblingsspiel fragt, fallen Namen wie Super Mario, Zelda oder Tetris. Manchmal hört man einen anderen, weitaus unbekannteren Spieletitel zu hören: Metroid. Bislang gibt es nur drei Teile der Serie, die sich in zwei Punkten von anderen Action/Jump'n'Runs abhebt: Komplexität und Funktionsvielfalt. Beides wurde in Super Metroid zur Spitze getrieben.

Metroids sind fremdartige Lebensformen, welche andere Lebewesen als Brutkasten nutzen, um sich zu vermehren (Alien läßt grüßen). In zwei vorhergehenden Teilen musste Samus Aran sich um die Zerstörung der Metroids kümmern. Zudem wurde sie im ersten Auftrag mit Weltraum-Piraten konfrontriert, angeführt von Mother Brain. Diese versuchten hartnäckig, die Kraft der Metroids als Waffe nutzen zu können. Im zweiten Auftrag sollte Samus die Metroids auf einem anderen Planeten vernichten, verschont jedoch eines von ihnen für Forschungszwecke.

So etwas geht natürlich schief: Kurz nachdem Samus Aran den Metroid bei einer Forschungsstation hinterlassen hat, ortet sie von selbiger Hilferufe. Die Piraten haben unter Führung von Ridley die Station angegriffen und den Metroid entführt. Als Zufluchtsort wählten sie Zebes. Ihr Auftrag: Halten sie die Piraten auf, weitere Metroids zu züchten.

Die erst Besonderheit von Super Metroid: Man spielt schon direkt im Vorspann mit. Sie laufen, springen und schießen seitlich dargestellt durch die verwüstete Forschungsstation, um einen aussichtslosen Kampf gegen Ridley zu verlieren. Nachdem dieser mit dem Metroid vor Ihren Augen flieht, läuft ein Zeitlimit ab, in dem Sie die Station wieder verlassen müssen. Diese Szene ist sehr dramatisch aufgemacht (dank aufpeitschender Soundkulisse) und gilt als einer der gelungensten Auftakte, die je ein Spiel zu bieten hatte.

Nach dieser Einführung fliegt Samus automatisch nach Zebes. Dort dürfen Sie sich durch sechs Szenarien kämpfen, welche nahtlos miteinander verbunden sind. Sie durchstreifen dabei hauptsächlich Höhlen und Stationen, welche einem Science-Fiction Film alle Ehre machen würden.
Die Welt in Super Metroid ist sehr umfangreich. Sie laufen durch zahlreiche kleine Abschnitte, welche durch Schleusen miteinander verbunden sind. Die meisten können per einfachen Schuß geöffnet werden. Manche öffnen sich aber nur mit zusätzlichen Extrawaffen. Es gibt Missiles, Super Missiles und Power-Bomben, welche Sie nur in begrenzter Stückzahl mit sich tragen können. Es gibt auch andere Hindernisse, die nur per Extras bewältigt werden können.
Die normale Schußwaffe kann im Laufe des Spieles fünf Formen annehmen: Spazer (dreigeteilter Schuß), Wave, Ice, Plasma und Charge. Letzterer muss per lang gedrücktem Feuerknopf zuerst aufgeladen werden. Die anderen unterschieden sich vorrangig durch die Schußstärke, beim Ice-Schuß können Sie zudem Gegner einfrieren.

Das Spiel-Design ist anfangs linear aufgebaut: Sie können sich nur für einen Weg entscheiden, stoßen dabei aber immer auf Hindernisse, die nur mit späteren Fähigkeiten überwunden werden können. Sie können sich z.B. in einen kleinen Ball formen, höher springen, beliebig viele Sprünge hintereinander ausführen oder einen Schutzanzug für in Lava getränkte Areale anziehen. All diese Sachen finden Sie erst im Laufe des Spieles und geben Ihnen immer mehr Unabhängigkeit in der Welt von Zebes.
Mit am wichtigsten ist der X-Ray Scope: Wenn Sie diesen aktivieren, können Sie den Bildschirm nach geheimen Extras oder brüchigen Wänden durchscannen. Als letztes sei noch der Grappling Beam erwähnt, mit dem Sie sich an ausgesuchten Stellen über Abgründe schwingen können.

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