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Super Mario Sunshine im Gamezone-Test


1 Bilder Super Mario Sunshine im Gamezone-Test [Quelle: N-ZONE]

Da scheint die Sonne!

Endlich ist es soweit: Nintendo hat endlich das neue Super Mario Abenteuer veröffentlicht und damit Millionen von Fans einen jahrelangen Traum erfüllt. Nun ist er da, der Systemseller, der den Gamecube den nötigen Schub nach oben verschaffen soll. Ob das Spiel wirklich der erwartete Hammertitel ist, lest ihr in diesem Test!

Mario und die Prinzessin, ein so ungleiches Paar und dann auch noch ständig in weltbedrohliche Szenarien verwickelt, wenn das mal nicht schädlich für die Beziehung ist. Gerade als die zwei zusammen mit Ihrem pilzigen Freund Toad auf der schönen Insel "Dolphic Island" Urlaub machen wollen, passieren mal wieder die seltsamsten Sachen. Ein fremdes Wesen, unserem Mario sehr ähnlich, hat die ganze Insel mit Farbe verunstaltet und natürlich wird unserem urlaubsreifen Helden das ganze in die Schuhe geschoben. Nun ist Mario dazu verurteilt worden, die Insel von sämtlichen Bösewichten und Farbenschmierern zu bereinigen. Wenn da mal nicht wieder Bowser dahinter steckt....

Auf den ersten Blick scheint "Super Mario Sunshine" ein direkter Nachfolger des N64-Vorgängers zu sein, denn die Optik und auch Teile des Gameplays sind "Mario 64" schon sehr ähnlich. Viele Bewegungen wird man sofort wiedererkennen: Da gibt es den bekannten "Dreier Sprung" die "Stampfattacke" und die Möglichkeit auf dem Bauch zu rutschen. Im Laufe des Spiels stellt man aber durchaus einige wichtige Unterschiede fest, die "Super Mario Sunshine" einzigartig machen. Das neue und wohl wichtigste Werkzeug des Klempners ist in diesem Teil ein sprechender "Wasserrucksack", der völlig neue Möglichkeiten mit ins Spiel bringt. So rückt man nun nicht mehr mit Schlägen oder Tritten den Gegnern zu Leibe, sondern mittels eines Wasserstrahls, der geschickt mit dem linken Analogstick gelenkt werden kann. Sollten die Gegner etwas stärker sein, kann man sie so zumindest lähmen um ihnen mit der Stampfattacke den Rest zu geben. Das zweite große Feature des Rucksacks ist die Möglichkeit, sich mit einen Wasserstrahl in der Luft zu halten. Dies ist besonders praktisch beim Überqueren größerer Abgründe, oder um punktgenau nach einem Sprung zu landen.

Mario wäre aber nicht Mario, wenn es nicht noch eine Vielzahl von weiteren Möglichkeiten gäbe sich in der Welt zu bewegen: So kann man geschickt Sprünge und Rucksack zu allerlei ausgeflippten Manövern kombinieren, die oft nötig sind um an entlegene Stellen oder Bonusareas zu gelangen. Später im Spiel kann man den Rucksack dank verschiedener Kisten, die von dem netten Professor aus "Luigis Manison" stammen, aufrüsten. So gibt es die Raketenerweiterung, welche dazu dient einen Supersprung auszuführen oder den Propeller, der es möglich macht besonders schnell zu rennen. Diese Erweiterungen sind aber nur temporär, sobald man den Level verlässt, verliert man diese besonderen Eigenschaften. Unser alter Freund "Yoshi" ist auch wieder mit von der Partie, er kann eingesetzt werden um Gegner zu verspeisen oder bestimmte Absperrungen zu durchbrechen. Somit kommt wieder einmal das klassische Mario-Feeling auf und dank diverser Minigames und den vielzähligen Wegen einen Level zu erforschen wird es einem bei dieser gebotenen Abwechslung niemals langweilig.

Die Level sind wie in "Mario 64" in mehrere Abschnitte eingeteilt, es gilt also im selben Level jedes mal andere Aufgaben zu lösen um am Ende den heiß ersehnten Stern (hier "Shine" genannt) in Händen halten zu können. Die Zugänge zu den Leveln sind auf der Insel an verschiedenen Stellen versteckt und werden erst nach dann zugänglich, sobald man eine bestimmte Anzahl an Sternen sein eigen nennt. Außerdem gibt es öfters auch Sublevel, die stark an die "Bowser-Level" des Vorgängers erinnern, in denen man völlig ohne Rucksack die wildesten Sprünge vollbringen muss um das Ende zu erreichen. Hier, aber auch an manch anderen Stellen kommt schon mal ein bisschen Frust auf, wenn man zum wiederholten mal abrutscht und den ganzen Abschnitt noch mal spielen darf. Mit genügend Übung und einer ruhigen Hand, schafft man allerdings jede noch so schwere Stelle, das Spiel wird nie Unfair, allerdings ist bei den späteren Welten durchaus einiges an Übung nötig um auch den letzten Stern erreichen zu können.

Grafisch wird "Super Mario Sunshine" sicherlich Stoff für einige Diskussionen bieten, denn hier wird nicht gerade viel neues geboten: Oft wirken die Texturen etwas unscharf und der bekannte Nebel des N64 wurde hier an vielen Stellen durch einen Unschärfeeffekt ersetzt. Es gibt allerdings auch einige absolute Hingucker im Spiel: Da wären z.B. die wunderschönen Wassereffekte oder riesige Sonnenspiegel, die die gesamte Umwelt in Echtzeit wiederspiegeln. Wie gesagt, dass Spiel hat seine grafischen Höhepunkte, oft denkt man allerdings, dass nach so langer Zeit einiges hätte besser aussehen können.

Der Sound bietet die gewohnte Mario-Hintergrundmusik, die allerdings erstmals in hoher CD-Qualität zu hören ist und mit tollen Samples erweitert wurde. Nicht nur die Musik erinnert oft an alte Abenteuer auf dem NES oder SNES, sogar manche Level haben witzige Stellen, die an die vergangenen Abenteuer von Mario erinnern. Dank Dolby-Pro-Logic II können wir nun Mario auch erstmals räumlich hüpfen hören.

Die Steuerung ist wie immer sehr intuitiv und wer bereits den Vorgänger gespielt hat wird sich sofort zurechtfinden. Allerdings gibt es auch in diesem Teil ab und zu Probleme mit der Kamera. Man ist des öfteren dazu gezwungen mit dem C-Stick die Kamera in die richtige Position zu bringen. Gerade bei sehr schmalen Brücken ist dies absolut nötig um sicher auf die andere Seite zu kommen. Etwas mehr Feinschliff hätte dem Spiel hier sicherlich gut getan.

  • - GreenAcid"-"
  • Eingefleischte Mario-Fans und Spieler die sich an der quietsch-bunten Grafik und den dazu passenden nintendo-typischen Sounds nicht stören, bekommen mit "Super Mario Sunshine" den erwarteten Hammertitel geboten. Kein anderes Spiel auf dem Gamecube hat bisher soviel Spieltiefe und Abwechslung geboten, da merkt man sofort das wieder einmal Altmeister Miyamoto persönlich am Werke war. Leider kann die Grafik nicht immer voll überzeugen und trotz der vielen neuen Innovationen erinnert das Spiel zu sehr an seinen Vorgänger "Mario 64". Auf einer neuen Konsole mit wesentlich mehr Hardwarepower und nach einer so langen Zeit Ideen zu sammeln hätten wir uns einfach mehr erwartet. Dennoch verkörpert das Spiel einfach Mario-Feeling in seiner reinsten Form und wie kann man ein Gameplay, dass bereits seit mehreren Titeln nahezu perfekt ist, noch besser machen?
Super Mario Sunshine (GC)
  • Singleplayer
  • 9,2 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 9/10 
    Gameplay 9/10 
Pro & Contra
klassisches Mario-Feeling
super Gameplay
lange Spielzeit
viele Moves und Bonusareas
diverse Frustmomente
grafisch teilweise etwas angestaubt
in späteren Levels relativ schwer
dem Vorgänger zu ähnlich
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